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Lausitzer Rundschau

Lausitzer Rundschau: Gemeindeschwester-Modellprojekt im Spreewald

Cottbus (ots)

Je mehr man darüber nachdenkt, desto weniger ist
die Kritik der Landesärztekammer am Einsatz von Gemeindeschwestern im
Spreewald zu verstehen. Da ist von Parallelstruktur die Rede, die 
Ärzten und Pflegediensten Konkurrenz mache, und davon, dass der 
Spreewald gar nicht unterversorgt sei. Worthülsen, die an den 
Problemen der Betroffenen in den ländlichen Regionen vorbeigehen. Mit
denen übrigens sind auch nicht die Funktionäre der Ärztekammern und 
Krankenkassen in Kontakt, sondern die Gemeindeschwestern. Wenn eine 
von ihnen innerhalb weniger Wochen 70 Patienten zu versorgen bekommt,
sagt das allein schon einiges aus über den noch gar nicht vollständig
erfassten Bedarf an Patientenbetreuung. Ganz abgesehen von den langen
Schlangen vor den Facharztpraxen, von dem langen Warten auf einen 
Termin. Der Begriff der angeblichen Überversorgung in einer Region, 
in der solches Alltag ist, hat sich längst als bloße theoretische 
Größe entpuppt. Natürlich wäre es besser, mehr Ärzte in die Lausitz 
zu bekommen. Doch auch der Letzte sollte mittlerweile erkannt haben, 
dass sie - aus welchen Gründen auch immer - eben nicht kommen wollen.
Da liegt es nahe, den Wirkungsgrad der zu wenigen Ärzte so weit wie 
möglich zu erhöhen. Eben zum Beispiel mit dem Einsatz von 
Gemeindeschwestern, die medizinisches Fachwissen in die Weite der 
ländlichen Region tragen. Pflegedienste werden durch die 
Gemeindeschwestern gleichfalls sinnvoll ergänzt. Denn viele 
Hausarztpatienten werden durch sie überhaupt erst als Pflegefälle mit
Anspruch auf Pflegestufe ermittelt. Statt der Kritik an dem Einsatz 
der Gemeindeschwestern wäre Freude angesagt. Freude darüber, dass sie
sich für die dringend notwendige Arbeit in der Region erwärmen 
können. Im Gegensatz zum Ärztenachwuchs.

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