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Philologenverband: SPD bereitet Schulkampf zur Abschaffung der Gymnasien vor
Meidinger: Versuch zur Entmündigung der Eltern

Berlin (ots)

Sehr besorgt hat sich der Bundesvorsitzende des
Deutschen Philologenverbandes (DPhV), Heinz-Peter Meidinger, zur 
künftigen Schulpolitik der SPD nach dem Hamburger Parteitag geäußert.
"Mit dem Beschluss zur Einführung einer Einheitsschule von Klasse 1 
bis 10 hat sich die SPD nun bundesweit nicht nur auf eine radikale 
Strukturreform, sondern auch auf die Abschaffung aller bisherigen 
Schularten einschließlich der Gymnasien festgelegt," sagte Meidinger.
"Damit stehen wir in den nächsten Jahren aller Voraussicht nach 
vor einem neuerlichen lähmenden und äußerst polarisierenden 
Schulkampf, wie wir ihn schon einmal in den 70er Jahren in den 
Auseinandersetzungen um die Gesamtschule erlebt haben. Die SPD trägt 
die Verantwortung dafür, wenn der bisherige Konsens in der 
Kultusministerkonferenz, in den bestehenden Schulen die individuelle 
Förderung zu intensivieren, hinfällig wird und statt konkreter 
Reformen nun wieder ideologische Auseinandersetzungen dominieren 
werden."
Der DPhV-Bundesvorsitzende bezeichnete es als "Grundfehler" der 
gegenwärtigen  sozialdemokratischen Bildungspolitik, dass sie soziale
Gerechtigkeit nicht über verbesserte Schulleistungen bildungsferner 
Schichten, sondern durch erzwungene Egalisierung erreichen wolle. 
"Nicht mehr Chancengerechtigkeit durch Frühförderung ist das erklärte
Ziel vieler Bildungspolitiker in den Reihen der SPD, sondern eine 
Gleichheit der Ergebnisse, sprich: das Abitur für fast alle in einer 
Schule für fast alle unter Vernachlässigung von Niveau und Qualität",
sagte Meidinger.
Der Verbandschef erinnerte daran, dass eine konsequente 
Verwirklichung des Prinzips der bestmöglichen individuellen Förderung
an allen Schularten zu größeren Differenzen bei den 
Leistungsergebnissen führen würde: "Wer glaubt, durch eine 
Abschaffung der Gymnasien und eine Benachteiligung leistungsstärkerer
Schüler ein gerechteres Schulsystem schaffen zu können, der irrt. Zum
einen werden sich vermögende Eltern die Nivellierung des staatlichen 
Schulsystems nicht bieten lassen und auf Privatschulen ausweichen wie
in England und den USA, zum anderen nimmt man in einer Einheitsschule
den Kindern bildungsferner Schichten gerade die Möglichkeit zum 
sozialen Aufstieg, die so viele von ihnen in den letzten Jahrzehnten 
und Jahren erfolgreich genutzt haben. Wer Eltern und Kindern die 
Möglichkeit zur Wahl einer weiterführenden Schulart nimmt, versucht 
sie zu entmündigen."

Kontakt:

DPhV - Deutscher Philologenverband
Eva Hertzfeldt
Pressesprecherin
Telefon: 030 - 40 81 67 89
Mobil: 0172 - 305 08 67
EMail: presse@dphv.de

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