Alle Storys
Folgen
Keine Story von Neue Osnabrücker Zeitung mehr verpassen.

Neue Osnabrücker Zeitung

NOZ: Fraktionen wollen Nachtsitzungen im Bundestag verhindern

Osnabrück (ots)

Linkspartei fordert Präsenzpflicht am Montag und Kurzdebatten - Korte: Nachtsitzungen unzumutbarer Dauerzustand geworden - Union und SPD kündigen eigene Vorschläge an

Osnabrück. Unter den Bundestagsfraktionen ist eine Debatte über eine Neuorganisation der Sitzungswochen entbrannt, um Nachtsitzungen zu verhindern. "Die Sitzungsdauer bis spät in die Nacht hinein ist zum Dauerzustand geworden. Für die Beschäftigten des Parlaments, in den Abgeordnetenbüros und den Fraktionen ist das eine unzumutbare Belastung, darum müssen wir uns dringend kümmern", sagte der Parlamentsgeschäftsführer der Links-Fraktion, Jan Korte, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Bereits am vergangenen Dienstag vereinbarten die Fraktionsgeschäftsführer der Bundestagsparteien, "Ideen zu sammeln".

In einem Schreiben an seine Kollegen der anderen Fraktionen, das der "NOZ" vorliegt, fordert Korte, die Präsenzpflicht der Abgeordneten von Dienstag auf Montag vorzuziehen, sodass die Fraktionssitzungen "auf den Montag oder Dienstagmorgen" verlagert werden und Ausschüsse schon am Dienstag tagen könnten. So könnten "Tagungsordnungspunkte vom Donnerstag/Freitag auf den Mittwoch" verteilt werden. Überdies regt Korte "Kurzdebatten" von maximal 18 oder 24 Minuten mit nur einem Redner pro Fraktion sowie eine Protokollpflicht für Reden zu später Stunde an, sodass diese nicht mehr gehalten werden müssen.

"Wir müssen gemeinsam nach einer Lösung suchen, die Arbeitsbelastung für die Beschäftigten des Deutschen Bundestages, der Abgeordnetenbüros und der Fraktionen zu verringern und die Sitzungen zu erträglichen Zeiten für die Beschäftigten zu beenden. Das gebietet unsere Fürsorgepflicht", schreibt Korte.

Die Union reagierte ablehnend auf den Vorstoß der Linken. "Leider gehen deren Vorschläge mangels Praktikabilität an der Realität vorbei", sagte Michael Grosse-Brömer, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, der "NOZ", und kündigte an: "Wir werden den anderen Parteien im Bundestag konkrete und wirksame Vorschläge machen, wie man überlange Sitzungstage minimieren kann." Ein Sprecher der SPD-Fraktion erklärt, man sei offen für eine Reform der Sitzungswochen und werde diese "vorantreiben".

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Neue Osnabrücker Zeitung
Weitere Storys: Neue Osnabrücker Zeitung
  • 22.10.2019 – 01:00

    NOZ: "Gerecht geht anders": DGB lehnt Anhebung des Rentenalters strikt ab

    Osnabrück (ots) - Arbeitgeberverband BDA: Bei wachsender Lebenserwartung muss das gesetzliche Rentenalter steigen - Kontroverse um Vorschlag der Bundesbank Osnabrück. Der Vorschlag der Bundesbank, das Rentenalter deutlich auf fast 70 Jahre anzuheben, stößt bei Gewerkschaften und Arbeitgebern auf ein unterschiedliches Echo. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach ...

  • 21.10.2019 – 16:16

    NOZ: Ökonomen Fuest und Fratzscher für höheres Rentenalter

    Osnabrück (ots) - Fuest und Fratzscher knüpfen Reform aber an Bedingungen - "Nicht alle Menschen werden länger arbeiten können oder wollen" Osnabrück. Führende Ökonomen haben grundsätzlich positiv auf den Vorschlag der Bundesbank reagiert, das Rentenalter anzuheben. Clemens Fuest, Chef des Ifo-Instituts in München, und DIW-Präsident Marcel Fratzscher ...

  • 19.10.2019 – 07:00

    NOZ: Mick Hucknall: Ich schäme mich für den Brexit

    Osnabrück (ots) - Mick Hucknall: Ich schäme mich für den Brexit Simply-Red-Sänger geht hart ins Gericht mit den Torys in London - Tochter Romy ist Greta-Fan Osnabrück. Das Thema Brexit treibt Mick Hucknall, Sänger von Simply Red, zur Weißglut: "Da sitzen wir nun mit diesen Idioten von Konservativen, die uns in diese miese Lage gebracht haben. Das Ganze geht mir total auf die Nerven", sagte der 59-Jährige im ...