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Biotreibstoffe oft nicht umweltschonend - Algen als Alternative Forscher aus Bremen setzen neue Maßstäbe für die Produktion von Biosprit

Hamburg (ots)

Wenn Autofahrer Biosprit aus Raps oder Zuckerrohr
tanken, glauben sie, die Umwelt zu schonen. Aber der Anbau und die 
Produktion vieler Biotreibstoffe schaden der Umwelt. Eine ökologisch 
verträgliche Alternative zu diesen Treibstoffen versprechen neue 
Forschungen mit Algenkulturen. Das berichtet NATIONAL GEOGRAPHIC 
DEUTSCHLAND in der Oktober-Ausgabe (EVT 21.9.2007). Wissenschaftler 
von der privaten Jacobs University in Bremen gehören zu den weltweit 
führenden Experten, die Algen mit CO2-haltigen Abgasen aus 
Kraftwerken züchten und damit das Treibhausgas aus der Atmosphäre 
entfernen. Die Biomasse der Algen bildet die Basis für die Produktion
von hochwertigem Biosprit. Künftig sollen mit den Algen die 
CO2-Abgase der Kraftwerke langfristig ganz aus dem 
Kohlenstoffkreislauf entfernt werden, indem man ihre Biomasse nicht 
nur klimaneutral verbrennt, sondern zu Baumaterial verarbeitet oder 
unter der Erde speichert.
Das Wort Biotreibstoff klingt nach Umweltschutz, aber vor allem 
der zunehmende Anbau der Nutzpflanzen wie Mais (USA), Zuckerrohr 
(Brasilien) und Raps (Deutschland) zur Produktion von Ersatz für 
Benzin und Diesel aus Erdöl sind ökologisch oft nicht verträglich. So
braucht der Anbau von Mais große Mengen an Pestiziden und 
Stickstoffdünger. Für die Herstellung von Ethanol aus Mais benötigt 
man ungefähr so viel fossile Brennstoffe, wie durch Bio-Ethanol 
eingespart werden. Auch für Biodiesel aus Sojabohnen sieht die 
Öko-Bilanz kaum besser aus. Zuckerrohr gilt generell als sauberer 
Kraftstoff. Doch beim Abbrennen des Zuckerrohrs gelangen neben Ruß 
auch Methan und Stickoxid in die Atmosphäre - Treibhausgase wie das 
Kohlendioxid. Ein weiteres Problem bei der Produktion von 
Biotreibstoffen ist der enorme Flächenbedarf für den 
landwirtschaftlichern Anbau - auf Kosten ökologisch wertvoller 
Regionen (Regenwald) oder Flächen für den Anbau von Nahrungsmitteln. 
Schon heute werden in manchen Ländern deswegen Grundnahrungsmittel 
wie Maismehl teurer.

Pressekontakt:

NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND
Public Relations
Sandra Pickert
Brieffach 07
20444 Hamburg
Tel.: (040) 3703-5504
E-Mail: pickert.sandra@nationalgeographic.de

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