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#sicherimDienst: "Sicher im öffentlichen Raum": Fachtagung in der Thomas-Morus-Akademie
Berufsgruppenübergreifender Austausch zum Gewaltschutz

#sicherimDienst: "Sicher im öffentlichen Raum": Fachtagung in der Thomas-Morus-Akademie / Berufsgruppenübergreifender Austausch zum Gewaltschutz
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Bensberg (ots)

Von Montag bis Mittwoch (24.-26.02.) kamen in Bensberg rund 120 Fachleute aus Verwaltung, Wissenschaft, Justiz und Politik zusammen. Gemeinsam hatten die Thomas-Morus-Akademie, die Behörden Spiegel-Stiftung und das Präventionsnetzwerk #sicherimDienst zu ihrer zweiten Fachtagung eingeladen.

Unter dem Titel "Sicher im öffentlichen Raum: Schutz, Prävention und Perspektiven für Beschäftigte im öffentlichen Dienst" befassten sich die Expertinnen und Experten mit Herausforderungen und Lösungsansätzen. In Vorträgen, Workshops und Gesprächsrunden wurden praxisnahe Strategien und Maßnahmen diskutiert.

Regierungspräsident Dr. Thomas Wilk betonte in seiner Einführung die Bedeutung des Dialogs zwischen den Berufsgruppen: "Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, den öffentlichen Dienst sicherer zu machen. Es geht darum, dass wir zusammen ein Fundament legen, auf dem Gewaltschutz langfristig aufgebaut werden kann."

In verschiedenen Impulsen gingen die Referentinnen und Referenten der Veranstaltung auf ganz unterschiedliche Aspekte des Gewaltschutzes ein. Ein übergreifender Punkt: Die Situation der Betroffenen von Gewalt.

So thematisierten die Opferbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Barbara Havliza, und Markus Hartmann, Leiter der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime NRW, unter anderem die psychischen Belastungen von Betroffenen durch Anfeindung, Hass und Bedrohungen.

Eine Gesprächsrunde mit Beschäftigten aus dem öffentlichen Dienst verdeutlichte, in welchen konkreten Situationen Gewalt am Arbeitsplatz erlebt wird und welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind. Der Vorsitzende des Landespräventionsrates Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Philipp Walkenhorst, und Jochen Grimmelt von der DB Sicherheit gingen in ihren Vorträgen auf eine gelebte Sicherheitskultur ein. Dieser sei Erfolgsfaktor für mehr Schutz und Sicherheit der Beschäftigten.

Die Veranstaltung bot aber auch den Raum für den Austausch der Teilnehmenden und Sicherheitspartner beim Thema Gewaltschutz. In mehreren Arbeitsphasen lag der Fokus unter anderem auf rechtlichen Fragestellungen, der Meldung und Dokumentation von Gewaltvorfällen sowie der ganzheitlichen Umsetzung von Gewaltschutzmaßnahmen.

In der Abschlussrunde mit Teilnehmenden aus den Bereichen Politik, Wissenschaft, Medien sowie Verwaltung betonte Justizminister Dr. Benjamin Limbach noch einmal die gemeinsame solidarische Aufgabe staatlicher Akteure und der Zivilgesellschaft, für mehr Schutz und Sicherheit der Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu sorgen: "Wir alle wünschen uns eine bürgernahe Verwaltung, menschlich, zugänglich und offen. Darum müssen wir unseren Bediensteten den Rücken stärken und entschlossen gegen Gewalt und Respektlosigkeit vorgehen - sowohl mit Prävention als auch mit klaren strafrechtlichen Konsequenzen."

Die Veranstalter zogen ein positives Fazit und zeigten sich beeindruckt von der breiten Resonanz, dem hohen Engagement der Teilnehmenden und den vielfältigen Ansätzen, hilfreiche Lösungen auf andere Bereiche zu übertragen. "Die Tagung hat erneut gezeigt, dass wir weiter zusammenarbeiten müssen, um Gewaltprävention und Schutzkonzepte nachhaltig in den Organisationen zu etablieren", resümierte Hermann-Josef Borjans von der Behörden Spiegel-Stiftung. "Die vielen konstruktiven Gespräche und praxisnahen Impulse machen Mut. Es ist klar, dass wir gemeinsam mehr Sicherheit schaffen können. Schön, dass wir wieder den Raum geben konnten, interdisziplinäre Netzwerke zu stärken", so Veranstaltungsleiter Andreas Würbel von der Thomas-Morus-Akademie.

Rückfragen bitte an:

#sicherimDienst
Anne Herr
Telefon: 0251 275 1125
E-Mail: anne.herr@polizei.nrw.de
https://www.sicherimdienst.nrw/

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