Polizeipräsidium Frankfurt am Main
POL-F: 010109 Pressemitteilungen, Teil 2, Polizeipräsidium Frankfurt am Main
Frankfurt (ots)
010109 - 0035 Trickdiebstähle zum Nachteil Frankfurter Rentnerinnen
Bereits am 03.01.2001 gegen 17.00 Uhr hatten sich zwei Trickdiebinnen Zutritt zur Wohnung einer 85jährigen Rentnerin in der Pestalozzistraße verschafft. Mit dem alten Trick, für eine angeblich gerade nicht zu Hause weilende Nachbarin eine Nachricht auf einen Zettel schreiben zu wollen, sowie diversen Ablenkungsmaßnahmen gelang es dabei den Täterinnen, den Schmuck im Gesamtwert von 5.000,-- DM zu entwenden (siehe hierzu Polizeibericht vom 04.01.2001, Nr. 0016, Bornheim: Trickdiebinnen bestahlen Rentnerin).
Schon damals war damit zu rechnen, daß die Diebinnen weiter auftreten könnten. Dies geschah dann am 05.01.2001.
Gegen 10.00 Uhr erschienen sie in einem Haus in der Niersteiner Straße, wo sie mit dem gleichen Trick Zutritt zur Wohnung einer 78jährigen Rentnerin erlangten. Während sich zwei Frauen in der Küche mit der Rentnerin befaßten und diese einen Zettel schreiben ließen, gelang es einer Komplizin, 1.300,-- DM Bargeld sowie Schmuck im Wert von 12.000,-- DM zu entwenden. Es handelte sich dabei um Ringe, Ketten und Armbänder.
Nur wenig später, gegen 12.45 Uhr, klingelten die Frauen an der Tür einer 80jährigen Rentnerin in der Eschersheimer Landstraße. Mit der gleichen Vorgehensweise erbeuteten die Frauen dort rund 1.200,-- DM Bargeld sowie Schmuck im Wert von ca. 8.500,-- DM. Auch hier waren es Armbänder, Ringe und Goldketten.
Nur eine halbe Stunde später öffnete ihnen eine 87jährigen Frau im Eduard-Bernstein-Weg die Wohnungstür. Hier gelang der Diebstahl von Schmuck in Höhe von ca. 1.000,-- DM.
In allen Fällen wurden die beiden tatverdächtigen Frauen beschrieben als südländisch, ca. 160 cm bis 165 cm groß und etwa 30 Jahre alt. Sie hatten dunkle Haare, als besonderes Merkmal habe eine zwei Goldzähne.
Zeugen in der Niersteiner Straße bzw. im Eduard-Bernstein-Weg stellten fest, daß die Frauen nach der Tat einen weißen Pkw der Marke Opel benutzten. Der Wagen hat ein Kennzeichen des Landkreises Groß-Gerau mit der Zahlenkombination 755.
Sachdienliche Hinweise zu den Personen werden erbeten von der Frankfurter Polizei unter den Rufnummern 069/755-5248 bzw. 755-5050 (Kriminaldauerdienst).
Polizeiliche Ratschläge:
Da mit dem weiteren Auftreten der Personen zu rechnen ist, werden insbesondere ältere Mitbürger um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten. Wohnungsnachbarn und Anverwandte sollten sich älterer Personen annehmen und ihnen die Sachlage erklären.
Schauspielerisch begabte Diebe und Betrüger an der Haus- oder Wohnungstür nutzen im Grunde nur ganz wenige Tricks, zu denen sie sich allerdings immer neue Varianten einfallen lassen. So bitten sie um Hilfe oder eine Gefälligkeit, täuschen Amtspersonen vor oder behaupten ganz einfach, Sie zu kennen. Alle diese Vorwände haben jedoch nur ein Ziel: Sie sollen die Tür öffnen und die Täter in Ihre Wohnung bitten. Lassen Sie es nicht soweit kommen! In Ihren vier Wänden sind Sie mit dem oder Fremden alleine und Sie können dabei Ihre Augen nicht überall haben.
In den geschilderten Fällen gelangten die Täter mit der Frage nach Papier und Bleistift in die Wohnung der Frauen. Da der Nachbar angeblich nicht zu Hause war, baten sie, ihm eine Nachricht hinterlassen zu dürfen. Es gibt aber noch andere Vorwände, unter denen versucht wird, in Ihre Wohnung zu gelangen.
So wird oft nach einem Glas Wasser verlangt, da die betreffende Person angeblich schwanger ist und es ihr schlecht gehe. Andere müssen nur schnell einmal telefonieren, da sie einen Unfall hatten, einen Arzt benötigen oder eine Autopanne vorlag. Wieder andere möchten gern Blumen oder Geschenke für den Nachbarn abgeben, den sie gerade nicht angetroffen haben. Auch das dringende Bedürfnis oder ein Fläschchen für das Baby sind Gründe, die Ihnen vorgetragen werden können. Daneben gibt es auch noch die Masche mit den Amtspersonen. Natürlich kommt man da zunächst ins Grübeln, aber denken Sie immer daran: vergewissern Sie sich vor dem Öffnen, wer zu Ihnen will. Schauen Sie durch den Türspion oder aus dem Fenster, benutzen Sie die Türsprechanlage.
Öffnen Sie Ihre Tür nur mit vorgelegter Türsperrkette. Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnung. Überlegen Sie sich folgende: wenn Fremde an der Tür von ihrer Not erzählen, warum wenden sich diese Leute nicht an eine Apotheke, an eine Gaststätte oder an ein Geschäft, sondern gerade an Sie? Bieten Sie lieber in einer angeblichen Notlage an, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte (Schreibzeug, Glas Wasser) hinauszureichen. Lassen Sie dabei Ihre Tür versperrt. Nur wenn Sie alleine sind, haben Trickdiebe leichtes Spiel mit Ihnen. Versuchen Sie, bei unbekannten Besuchern einen Nachbarn zu bitten oder bestellen Sie den Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
Weitere Tips erhalten Sie im City-Laden der Frankfurter Polizei in der Braubachstraße 15. Sprechzeiten sind Montag, Mittwoch und Freitag von 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr sowie Donnerstag von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr. Telefonisch sind die Berater zu erreichen unter 069/285235. (Manfred Füllhardt /-8015)
Bereitschaftsdienst: Karlheinz Wagner, Telefon 06107-3913 oder 0177-2369778 (ab 17.00 Uhr)
ots-Originaltext: Pressestelle Polizei Frankfurt
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