POL-HI: Gemeinsame Pressemeldung der Staatsanwaltschaft Hildesheim und der Polizei Bad Salzdetfurth - Mutmaßliche Wechselgeldbetrüger im Rahmen der Fahndung gestellt
Hildesheim (ots)
Bad Salzdetfurth (web/jpm)) - Am gestrigen Mittwoch, gegen 13:00 Uhr, meldete sich ein Zeuge über Notruf bei der Polizei und gab an, dass eine Person gerade dabei sei, die Kassiererin eines örtlichen Discounters in der Bodenburger Straße zu betrügen (Wechselgeldfalle).
Eine weitere Person wartete nach Angaben des Zeugen in einem Pkw auf dem am Ort befindlichen Parkplatz.
Sofort entsandte Kräfte des PK Bad Salzdetfurth konnten den Pkw auf dem Parkplatz des Discounters nicht mehr feststellen. Im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen konnte das Fahrzeug in Wehrstedt angetroffen und gestoppt werden.
Bei dem geschädigten Discounter war der Wechselbetrug zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht aufgefallen. Eine auf Bitten der Polizei erfolgte Überprüfung des Kassenbestandes ergab einen dreistelligen Fehlbetrag.
In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Hildesheim und auf Anordnung des zuständigen Richters am Amtsgericht Hildesheim wurde der PKW noch am Gestellungsort nach Beweismitteln durchsucht, wobei diverse Beweismittel - z. B. Bargeld - festgestellt und sichergestellt werden konnten.
Zudem wurde festgestellt, dass die angebrachten Kennzeichenschilder nicht zum genutzten Pkw gehörten.
Beide Insassen (jeweils männlich 32 u. 27 Jahre) wurden zur Durchführung der weiteren polizeilichen Maßnahmen der Wache des PK Bad Salzdetfurth zugeführt. Nach Abschluss aller Maßnahmen wurden die Beschuldigten wieder entlassen. Die Ermittlungen gegen sie werden nun wegen Betruges, Urkundenfälschung und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz geführt.
Eventuelle Presseanfragen sind an die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Hildesheim zu richten.
Anmerkung zum und Warnung vor Wechselgeldbetrug: Hierbei bezahlen die Täter bei Einkäufen beispielsweise kleine Beträge mit großen Scheinen oder bitten an einer Kasse darum, viele kleine Scheine in große Scheine zu wechseln. In beiden Fällen werden mit den Kassierern durchgängig irreführende Gespräche geführt, um diese abzulenken. Dabei geht das Geld häufig hin und her. Manche Täter greifen auch während des Ablenkungsmanövers unbemerkt in die Kasse. Ehe ein geschädigtes Geschäft bemerkt, dass den Tätern zu viel Wechselgeld herausgegeben wurde bzw. dass Geld in der Kasse fehlt, sind die Betrüger meist verschwunden.
Rückfragen bitte an:
Staatsanwaltschaft Hildesheim
Pressestelle
Original-Content von: Polizeiinspektion Hildesheim, übermittelt durch news aktuell