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POL-GÖ: (525/2023) "Tag des Einbruchschutzes" am kommenden Sonntag- Telefonische Beratung von 10.00 bis 14.00 Uhr mit Präventioner Marko Otte

POL-GÖ: (525/2023) "Tag des Einbruchschutzes" am kommenden Sonntag- Telefonische Beratung von 10.00 bis 14.00 Uhr mit Präventioner Marko Otte
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Göttingen (ots)

GÖTTINGEN (mo) - Eine Stunde mehr Zeit, für mehr Sicherheit. Alle Jahre wieder, zum Beginn der dunklen Jahreszeit und zum Ende der Sommerzeit, findet der bundesweite Tag des Einbruchschutzes statt. Die Polizeiinspektion Göttingen möchte diesen Tag zum Anlass nehmen, um für das Thema Wohnungseinbruch zu sensibilisieren.

Im Vergleich zum Jahr 2021 kam es im vergangenen Jahr zu einem Anstieg der Einbruchzahlen in Niedersachsen. Die bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) verzeichnete für 2022 einen Anstieg beim Wohnungseinbruch. Insgesamt wurden 65.908 Fälle einschließlich der Einbruchsversuche erfasst, 2021 waren es 54.236. Zahlen für das Jahr 2023 liegen noch nicht vor. Dennoch liegt die Fallzahl im abgelaufenen Jahr weiterhin deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie, 2019 wies die PKS noch 87.145 Fälle einschließlich Einbruchsversuche aus. Dieser Umstand ist vermutlich auch der durch Einschränkungen geprägten Zeit der Pandemie bzw. der Aufhebung eben dieser Einschränkungen zuzuschreiben.

Grund genug jedoch, sich mit diesem wichtigen Thema zu befassen. "Man neigt gern dazu, das Thema Einbruchschutz viele Jahre vor sich herzuschieben, bis die Einschläge in der Nachbarschaft näherkommen. Dann muss immer alles ganz schnell gehen", so der Beauftragte für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Göttingen, PHK Marko Otte. Er möchte auch versuchen, mit so manchem Mythos, der sich eisern in den Köpfen der Mieter und Eigentümer von Immobilien hält, aufzuräumen.

Mythos Nachtzeit

"Die Täter kommen immer nachts?!" Entgegen landläufiger Meinung kommen die Täter eher tagsüber oder in der Dämmerung. Eine Konfrontation mit Bewohnern ist dann eher nicht gegeben. Sorgen Sie daher für einen belebten Eindruck Ihrer Immobilie!

Mythos Hauseingangstür

"Mit einer guten Hauseingangstür bin ich sicher!" In eher wenigen Fällen ist die Hauseingangstür von Einbrüchen betroffen. In den meisten Fällen suchen Täter nach gut erreichbaren und schlecht einsehbaren Fenstern und Türen im rückwärtigen Bereich! Sichern Sie gerade diese Stellen. Hervorragende Möglichkeiten zur Nachrüstung sind im Fachhandel erhältlich.

Mythos Diebesgut

"Bei mir gibt's nichts zu holen!" Der Verlust des Sicherheitsgefühls wird meist völlig unterschätzt und führt in manchen Fällen zu starken psychischen Problemen, die therapeutische Hilfenotwendig machen. In manchen Fällen kommt es sogar zum Auszug aus der tatbetroffenen Immobilie oder zum Verkauf.

Mythos Nachbarn

"Das hätten die Nachbarn doch mitkriegen müssen!" Nachbarn arbeiten, gehen einkaufen oder gehen anderen Aktivitäten nach. Gerade Tagsüber und in den frühen Abendstunden - der Haupttatzeit. Hinzu kommt, dass wir kaum noch Blicke auf Terrasse und Zugangstüren zulassen. Ein wachsamer Nachbar ist gut, wir müssen aber selbst vorsorgen!

Mythos Rollläden

"Rollläden sind doch Einbruchschutz!" Rollläden haben die Aufgaben Sichtschutz zu gewährleisten und zu verdunkeln. Sie sind zwar ein zusätzliches Hindernis, aber sie können leicht überwunden werden, wenn sie aus den Laufschienen gerissen werden.

Mythos Taschenlampe

"Wenn ich das Haus beleuchte, müssen die Täter nicht mal eine Taschenlampe mitbringen!" Beleuchtung kann abschrecken! Täter suchen eher dunkle Örtlichkeiten auf und baldowern vorher aus. Dämmerungssensoren oder Bewegungsmelder leisten hier gute Dienste. Innenbeleuchtung mit Zeitschaltuhren oder "smarte" Lösungen können Anwesenheit wirksam simulieren.

Mythos gutes Versteck

"Ein versteckter Schlüssel kann mir gute Dienste leisten!" Stimmt, aber auch für die Einbrecher! Verstecken Sie keine Schlüssel. Auch wenn Sie meinen, Ihr Versteck wäre kreativ und sicher. Viele Einbrecher sind Profis und wissen, wo sie suchen müssen. Darüber hinaus wird dies von den meisten Versicherungen als grob fahrlässig gewertet.

Mythos abschließbare Fenstergriffe

Mit abschließbaren Fenstergriffen bin ich auf der sicheren Seite!" In ca. 80% der Fälle, werden Fenster oder Fenstertüren aufgehebelt. Hiergegen ist ein abschließbarer Fenstergriff in der Regel wirkungslos. Er kann jedoch in manchen Fällen schützen, wenn Täter die Scheibe einschlagen und den Hebel betätigen wollen, um das Fenster zu öffnen.

Mythos Lüften

"Das Fenster kann ich zum Lüften gekippt lassen!" Nein! Ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster und kann spielend leicht überwunden werden. Darüber hinaus erlischt bei einem Einbruch durch ein gekipptes Fenster der Versicherungsschutz wegen grober Fahrlässigkeit.

Mythos Alarmanlage

"Mit meiner Alarmanlage bin ich sicher!" Eine Alarmanlage hat die Aufgabe einen Einbruch oder den Versuch zu melden. Wirksam erschweren kann einen Einbruch nur eine ausreichend gute Mechanik in Fenstern und Türen. Lassen Sie sich hierzu von Ihrer Polizei beraten.

Eine telefonische Möglichkeit zur Beratung hinsichtlich des Einbruchschutzes bietet PHK Marko Otte am Tag des Einbruchschutzes, Sonntag, 29.10.2023, in der Zeit von 10.00-14.00 Uhr unter der Telefonnummer 0551 - 491 2007 an.

Allgemeine Tipps zum Schutz vor Einbrechern:

   - Wenn Sie Ihr Haus verlassen - auch nur für kurze Zeit - 
     schließen Sie unbedingt Ihre Haustür ab.
   - Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. 
     Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster.
   - Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher 
     finden jedes Versteck.
   - Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den 
     Schließzylinder aus.
   - Achten Sie auf Fremde in Ihrer Wohnanlage oder auf dem 
     Nachbargrundstück.
   - Informieren Sie bei verdächtigen Beobachtungen sofort die 
     Polizei.
   - Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit, wie z. B. in 
     sozialen Netzwerken oder auf Ihrem Anrufbeantworter.

Die Polizei empfiehlt außerdem, eine Wertgegenstandsliste zu führen. Sie kann Ihnen dabei helfen, Ihre gesamten Wertgegenstände vollständig zu katalogisieren. Auf der Liste sollten alle Wertgegenstände notiert werden - so haben Sie alles im Blick und kommen nach einem Diebstahl schneller an Ihr Hab und Gut. Gerade im Ernstfall erweist sich eine gute Kennzeichnung von Wertgegenständen als besonders wichtig - für die Polizei und insbesondere die Schadensregulierung mit Ihrer Hausratversicherung. Ergänzend empfiehlt es sich, die Wertgegenstände zu fotografieren.

Ausführliche Informationen und eine Auflistung von durch das Landeskriminalamt Niedersachsen zertifizierten Fachfirmen, sogenannten Facherrichtern, finden Sie unter www.k-einbruch.de.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Göttingen
Luisa Gödecke
Otto-Hahn-Straße 2
37077 Göttingen
Telefon: 0551/491-2032
E-Mail: pressestelle@pi-goe.polizei.niedersachsen.de
http://www.pi-goe.polizei-nds.de

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