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POL-SE: Pinneberg/ Segeberg - Ergebnisse der Schwerpunktkontrollen des Polizei-Bezirksreviers Pinneberg

Pinneberg/ Segeberg (ots)

In der Woche vom 06.10.08 bis 10.10.08 führte das
Polizei-Bezirksrevier Pinneberg mit Unterstützung einiger
Polizeidienststellen des Kreises Pinneberg und Bad Segeberg sowie der
Dekra Hamburg an verschiedenen Örtlichkeiten im Kreisgebiet Pinneberg
sowie in Norderstedt Schwerpunktkontrollen zum Thema "Technische
Kontrollen bei LKW" durch.
Kontrolliert wurde jeweils an Vor- und Nachmittagen mit bis zu 14
Beamten.
Insgesamt konnten dabei 203 Fahrzeuge kontrolliert werden; bei 118
Fahrzeugen oder Fahrzeugführern kam es zu Beanstandungen, dies
entspricht einer (aus polizeilicher Sicht viel zu hohen) Quote von 58
Prozent.
Hierbei sind folgende gravierende Verstöße festgestellt worden:
-Ein LKW-Fahrer führte seine Beförderungseinheit ohne im Besitz einer
Fahrerlaubnis zu sein und gab zudem den Beamten vor Ort zunächst
falsche Personalien an, um die Straftat zu "vertuschen"
-Bei einem LKW-Fahrer verlief ein Drogenschnelltest positiv auf THC
und Kokain / eine Blutprobenentnahme wurde angeordnet
-Ein LKW-Fahrer stand unter dem Einfluss von Alkohol und wies einen
Wert von 0,62 Promille auf / der Führerschein wird 1 Monat abgegeben
werden müssen
-Bei vier Fahrzeugen waren Gefahrgüter (Gasflaschen) nicht ausreichend
gesichert, hier wurden Anzeigen nach dem Gefahrgut gefertigt. In einem
Fall fiel den kontrollierenden Beamten beim Öffnen der Fahrzeugtür die
Gasflasche direkt vor die Füße.
-Bei jedem fünften kontrollierten LKW wurden technische Mängel
festgestellt: hierbei handelte es sich um Mängel bezüglich der
Bremsen, der Beleuchtung, des Fahrgestells, der Stoßdämpfer, der
Spiegel, der Reifen und auch des Geschwindigkeitsbegrenzers. Es wurden
hier jeweils Kontrollberichtsverfahren zur Behebung der Mängel von
polizeilicher Seite eingeleitet
-Bei insgesamt 16 LKW musste die Weiterfahrt wegen nicht ausreichender
Ladungssicherung zunächst untersagt werden.
So fiel beispielsweise ein 50-jähriger LKW-Fahrer aus dem Bereich
Winsen/Luhe fiel auf, dessen Fahrzeug mit Steinen beladen und nicht
ausreichend gesichert war.
Es dauerte bis zu einer Stunde, bis die erforderlichen
Nachsicherungsmaßnahmen durch die Fahrzeugführer beendet worden waren
und die Fahrt fortgesetzt werden konnte. Bei einigen Ladungen war es
nur dem Zufall zu verdanken, dass sie bis zum Kontrollzeitpunkt nicht
vom LKW herunter gefallen waren. Zurückzuführen waren viele Fällen
darauf, dass diese Verstöße aufgrund von "Bequemlichkeitsgründen"
begangen wurden.
In einem Fall waren insgesamt 9 Antriebsachsen eines ICE nicht
ausreichend gesichert (Gewicht je Achse: 1,5 t) und hätten jederzeit
vom LKW fallen können.
Im Einzelnen wurden folgende Verstöße geahndet:
-4 x wurden Anzeigen nach dem Gefahrgutrecht gefertigt
-1 x Führen eines LKW unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln
-1 x Führen eines LKW unter dem Einfluss von Alkohol
-48 x wurden Anzeigen nach dem Fahrpersonalrecht gefertigt ( z.B.
Lenkzeiten, Ruhezeiten, Lenkzeitunterbrechungen nicht eingehalten /
Urlaubsnachweise nicht mitgeführt / kein EG-Kontrollgerät im Fahrzeug
eingebaut / nicht alle notwendigen Schaublätter mitgeführt)
-1 x Überladung
-16 x wurde die Ladungssicherung bei LKW beanstandet
-40 x wurden technische Mängel an den LKW festgestellt (Spiegel defekt
/ Hauptuntersuchung, Abgasuntersuchung und Sicherheitsprüfung
abgelaufen / Beleuchtung defekt / Stoßdämpfer verölt / Fahrgestell
verbogen)
-15 x war der Sicherheitsgurt nicht angelegt worden
-10 x wurden die Papiere nicht mitgeführt
-53 x wurden Kontrollberichte gefertigt
In insgesamt 25 Fällen wurde die Weiterfahrt vor Ort zunächst
untersagt.
Die Polizei stieß bei den LKW-Fahrern in der überwiegenden Anzahl der
Fälle auf Verständnis. Die Fehler wurden vor Ort in der Kontrolle
zumeist eingesehen.
Erschreckend bleibt jedoch die viel zu hohe Beanstandungsquote von 58
Prozent.
Das Polizeibezirksrevier Pinneberg wird auch in Zukunft weiterhin
verstärkt die Fahrzeuge im Kreis Pinneberg hinsichtlich der genannten
Verstöße kontrollieren.
PN

Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Bad Segeberg
- Pressestelle -
Dorfstr. 16-18
23795 Bad Segeberg

Silke Tobies
Telefon: 04551/ 884 -2020 o. 0151/11717416
E-Mail: pressestelle.badsegeberg@polizei.landsh.de

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