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POL-OLD: +++ Ermittlungen der Sonderkommission Clan der Polizeidirektion Oldenburg gegen überregionales kriminelles Netzwerk +++

POL-OLD: +++ Ermittlungen der Sonderkommission Clan der Polizeidirektion Oldenburg gegen überregionales kriminelles Netzwerk +++
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Oldenburg/Achim (ots)

+++ Ermittlungen gegen Teile einer Großfamilie wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln, Hehlerei, Geldwäsche und Verdacht des Sozialleistungsbetruges +++

In den Morgenstunden des 14. Januars haben Ermittler*innen der bei der Polizeidirektion Oldenburg eingerichteten "Sonderkommission Clan" insgesamt 18 durch das Amtsgericht Verden erlassene Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Nach ersten hierbei gewonnenen Erkenntnissen wurde spontan eine weitere Wohnung aufgesucht und in die weitere Durchsuchung einbezogen.

Die betroffenen Wohnungen und Geschäftsräume befinden sich in Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen. Vorangegangen waren umfangreiche Ermittlungen der "Sonderkommission Clan" in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Verden, die sich gegen Teile einer türkisch-libanesischen Großfamilie aus dem Bereich Achim und Bremen richten, sodass insbesondere in dieser Region der Schwerpunkt der Durchsuchungen lag.

Insgesamt stehen 19 Personen im Alter von 22 bis 48 Jahren im Verdacht ein Netzwerk für den Betäubungsmittelhandel mit Kokain und Marihuana im Kilogrammbereich aufgebaut zu haben. Die gewonnenen Einnahmen wurden teilweise durch Investitionen (beispielsweise dem Kauf eines Fahrzeuges) verschleiert, sodass der Verdacht der Geldwäsche begründet wird. Die beteiligten Personen sollen durch die illegalen Einnahmen zum Teil ihren Lebensunterhalt finanziert haben. Aus diesem Grund hat die Polizei gegen die Sozialleistungsempfänger zusätzlich Strafverfahren wegen Sozialleistungsbetruges eingeleitet. Die Ermittlungen weisen zudem auf den Verkauf von Diebesgut aus Einbrüchen und unterschlagener Waren hin. Diese Geschäfte wurden unter anderem über Internetplattformen abgewickelt.

Ziel der groß angelegten Durchsuchungen war das Auffinden von Betäubungsmitteln und Beweismitteln, die das Handeltreiben und das Zusammenwirken der Beschuldigten sowie die weiteren vorgeworfenen Straftatbestände belegen.

Der Polizeipräsident Johann Kühme sagte am Donnerstag: "Mit diesem Verfahren erhellen wir erneut die illegale Geschäftsstruktur eines Clans. Es geht um die Eindämmung des Macht- und Wirkungsbereiches dieses Netzwerkes."

In Niedersachsen unterstützten Kräfte der Zentralen Polizeidirektion, Kräfte des Mobilen Einsatzkommandos sowie Diensthundeführer der Polizeidirektion Oldenburg die Ermittler/-innen der "SoKo Clan" bei den Durchsuchungsmaßnahmen. Insgesamt waren rund 300 Polizeikräfte in Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen im Einsatz.

Das Amtsgericht Verden hat im Vorhinein gegen drei Beschuldigte Vermögensarreste erlassen, um rechtswidrig erlangte Vermögenswerte sicherzustellen. So wurden unter anderem zwei hochwertige Fahrzeuge, Goldschmuck und Bargeld im mittleren fünfstelligen Bereich beschlagnahmt. Bei den Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte außerdem Betäubungsmittel im unteren Kilobereich (u.a. Marihuana, Kokain, Amphetamine), eine scharfe Schusswaffe mit Munition, eine Schreckschusswaffe sowie zwei Glückspielautomaten sicher. In einem Kellerraum wurde außerdem in größerem Umfang mutmaßliche Hehlerware aufgefunden. Darunter originalverpackte und neuwertige Spielkonsolen, Parfum sowie Spielwaren, die den Verdacht der Hehlerei erhärten und als Beweismittel sichergestellt wurden.

"Rechtswidrig erlangte Vermögenswerte dürfen nicht im Besitz der Clanmitglieder bleiben. Deshalb gehört die Überprüfung der Herkunft hochwertiger Sachgüter und Geldbeträge mit zu den Aufgaben der Sonderkommission Clan", so der Polizeipräsident Johann Kühme.

Die Maßnahmen wurden hierbei mitunter durch das Verhalten einzelner Clanangehöriger gestört, was durch polizeiliche Maßnahmen - wie dem Aussprechen von Platzverweisen sowie einer Ingewahrsamnahme - unterbunden werden musste.

Die Auswertung der Durchsuchungsergebnisse und die Fortführung der Ermittlungen werden in den nächsten Wochen erfolgen.

Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Oldenburg
Pressestelle
Theodor-Tantzen-Platz 8
26122 Oldenburg
Tel.: 0441/799-1041/-1045
E-Mail: pressestelle@pd-ol.polizei.niedersachsen.de
Homepage: www.polizei-oldenburg.de

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