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Breite Basis für Reformen

Berlin (ots)

Wirtschaftsjunioren Deutschland präsentieren Ergebnisse der
   Bevölkerungsbefragung 2003 / Pessimismus und zugleich 
   Erwartungsdruck der Bürger wachsen
Die Hoffnungen der Bundesbürger auf eine Erholung der Wirtschaft
und ihrer eigenen finanziellen Situation sind so gering wie zuletzt
im Bundestagswahljahr 1998. Das ist ein zentrales Ergebnis der
Bevölkerungsbefragung 2003 der Wirtschaftsjunioren Deutschland.
Zugleich jedoch zeigen sich die Bundesbürger zunehmend bereit, auch
staatliche Leistungskürzungen im Bereich der Subventionen oder der
Sozialsysteme mitzutragen. "Die  Bedingungen für Reformen sind so
günstig wie seit Jahrzehnten nicht mehr", so Thomas Emmerling,
Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland, bei der
heutigen Vorstellung der Studie in Berlin: "Der Tiefpunkt kann zum
Wendepunkt werden."
Rund 43% der fast 6000 befragten Bürger gehen von einer weiteren
Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage aus, nur rund ein
Fünftel glaubt an einen Aufwärtstrend. Jeder Dritte erwartet auch für
sich persönlich eine negative Entwicklung, jeder vierte sieht seinen
Arbeitsplatz als gefährdet an. Die Globalisierung entwickelt sich vor
diesem Hintergrund immer stärker zum Bedrohungsszenario: Mehr als die
Hälfte der Bundesbürger ist  überzeugt, dass Deutschland zu den
Verlierern des weltweiten Wettbewerbs gehört. Als schärfste
Konkurrenten machen sie zunehmend Billiglohnländer in Asien und
Europa aus.
Der Pessimismus schlägt sich auch in der Beurteilung des Staates
und seiner Akteure nieder: Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger
haben geringes oder sehr geringes, nur jeder fünfzigste großes oder
sehr großes Vertrauen in die deutschen Politiker. Fast 60% fordern,
dass sich die Politik aus der Wirtschaft heraushalten soll. Auch in
anderen Bereichen sprechen sich die Befragten für eine Zurücknahme
des Staates zugunsten der Eigeninitiative aus: Fast 60% sind dafür,
zur Verringerung der öffentlichen Schulden Subventionen zu streichen,
immerhin ein Drittel plädiert für eine Absenkung der
Sozialleistungen. Die komplexe Gesetzgebung hält nach dem
Haupthemmnis fehlenden Kapitals rund 15% der potentiellen
Existenzgründer von einer Gründung ab. Obwohl nicht einmal mehr die
Hälfte glaubt, dass sich Leistung lohnt, wollen fast 85% Zeit und
Geld in ihre eigene Weiterbildung investieren. Nur 20% glauben, dass
die deutschen Schulabgänger über eine gute oder sogar sehr gute
Allgemeinbildung verfügen.
Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) bilden mit rund 11.000
aktiven Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten
deutschen Verband von Führungskräften und Unternehmern unter 40
Jahren. Sie sind seit 1954 Mitglied der rund 100 Nationalverbände
umfassenden Junior Chamber International (JCI).

Pressekontakt:

Wirtschaftsjunioren Deutschland
Dr. Thomas Klugkist
Pressepsrecher
030/ 20 308 1516
0172/ 543 8096
thomas.klugkist@wjd.de

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