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Rheinische Post: Kommentar: Streit in der Nato

Düsseldorf (ots)

Eines scheint sicher: Weder Georgien noch die
Ukraine werden beim Nato-Gipfel in den begehrten Vor-Beitrittsplan 
aufgenommen. Die "Alteuropäer" brüskieren unter Berliner Führung 
lieber den scheidenden Erweiterungs-Befürworter George W. Bush, als 
Moskau zu verprellen. Das mögen Kritiker als Kniefall vor dem Kreml 
werten, der auf das Wachstumsstreben der Allianz vor seinen Toren mit
Kriegs-Rhetorik antwortet. Tatsächlich ist es vernünftig. Die 
Beziehungen zu Moskau sind durch den Streit um die Raketenabwehr und 
das Kosovo belastet genug. Die Europäer streben eine strategische 
Partnerschaft mit Russland an, wollen in einem neuen Abkommen 
Energie-Garantien vom Kreml erhalten. Kooperation statt 
Konfrontation, Einbinden statt Einkreisen, lautet das Gebot der 
Stunde.
Hinzu kommen Zweifel am Erweiterungskurs der Nato: Die Ukraine ist 
zerrissen, kämpft mit anti-westlichen Strömungen, Georgien macht der 
Separatismus pro-russischer Provinzen zu schaffen. Solch instabilen 
Staaten Sicherheitsgarantien zu geben, birgt kaum kalkulierbare 
Risiken für die Allianz. Jede Erweiterung ohne Vertiefung lockert den
Zusammenhalt. Angesichts der Herausforderungen in Afghanistan und 
anderswo wäre dies fatal.

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

Original content of: Rheinische Post, transmitted by news aktuell

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