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ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer für Q3/2024
Deutscher Arbeitsmarkt vorsichtig optimistisch
KI-Nutzung steigt: Positive Effekte auf den Personalbestand erwartet

ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer für Q3/2024 / Deutscher Arbeitsmarkt vorsichtig optimistisch / KI-Nutzung steigt: Positive Effekte auf den Personalbestand erwartet
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Frankfurt am Main (ots)

  • Der saisonbereinigte Netto-Beschäftigungsausblick für das 3. Quartal 2024 steigt um 4 Prozentpunkte zum Vorquartal auf 23 Prozent.
  • Branchen mit starker Mitarbeiter-Nachfrage: Gesundheitswesen & Life Sciences, Energie & Versorgung, Finanzen & Immobilien sowie Transport, Logistik & Automotive.
  • Ergebnis einer Zusatzbefragung zur Nutzung künstlicher Intelligenz (KI): 39 Prozent der Unternehmen nutzen bereits KI. Knapp die Hälfte der Arbeitgeber erwarten in den nächsten zwei Jahren Personalzuwächse durch KI und Maschinelles Lernen (ML).

Das aktuelle Arbeitsmarktbarometer der ManpowerGroup zeigt, dass deutsche Unternehmen im 3. Quartal 2024 mehr Mitarbeitende einstellen wollen als entlassen. Von den 1.050 befragten Unternehmen planen 40 Prozent Neueinstellungen, während 16 Prozent Personalabbau erwarten. Der saisonbereinigte Netto-Beschäftigungsausblick* (NBA) liegt bei 23 Prozent. Dieser Wert stieg im Vergleich zum Vorquartal um vier und sank zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozentpunkte. Verglichen mit dem NBA im 3. Quartal 2019 liegt der Wert 10 Punkte über dem Vor-Corona-Niveau.

"Deutschland erholt sich schrittweise von einem Rückgang der Einstellungsabsichten. Der NBA liegt fünf Punkte über dem Durchschnitt für die EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) mit einem NBA von 18 Prozent, was ein stärkeres Einstellungsklima für das 3. Quartal signalisiert. Trotz wirtschaftlicher Schwäche bleibt der Arbeitsmarkt also stabil", sagt Iwona Janas, Country Manager der ManpowerGroup Deutschland. Dies sei ein positives Signal, trotz der gesenkten BIP-Prognose um 0,3 Prozent für 2024. Erwartete Zinssenkungen der EZB, eine erwartete Steigerung des Investitionswachstums im zweiten Halbjahr und eine schwächere Dollarprognose würden das Geschäftsklima verbessern. Zudem sei der Arbeitskräftemangel in vielen Branchen weiterhin hoch. Fachkräfte würden händeringend gesucht.

Jobmagnet Ruhrgebiet: Rekord-NBA seit 2005

Deutsche Personalverantwortliche in allen acht untersuchten Regionen erwarten im 3. Quartal steigende Mitarbeiterzahlen. Seit dem letzten Quartal verbesserte sich das Einstellungsklima in sechs Regionen (Ruhrgebiet, München, Osten, Berlin, Norden, Süden), verschlechterte sich im Westen und blieb in Frankfurt unverändert. Mit einem NBA von 55 Prozent sind die Jobchancen im Ruhrgebiet mit Abstand am besten. Dort legte der NBA um satte 32 Prozent zum Vorquartal und 20 Prozent zum Vorjahreszeitraum zu und erreicht damit den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im 1. Quartal 2005. Die schwächsten Einstellungsabsichten konnten im Süden und in München mit 14 bzw. 11 Prozent registriert werden.

Spitzenreiter Gesundheitswesen - Beste Jobchancen in großen Unternehmen

Das Gesundheitswesen und der Life Sciences-Sektor führen mit einem NBA von 33 Prozent. Trotz eines Rückgangs um 4 Punkte seit dem letzten Quartal stieg der Wert im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Punkte. Weitere Sektoren mit starken Stellenzuwächsen sind Finanzen & Immobilien (29 Prozent), Energie & Versorgung (29 Prozent), Transport, Logistik und Automotive (28 Prozent) sowie die IT (26 Prozent). Besonders bemerkenswert ist der Energie- und Versorgungssektor mit dem größten Anstieg von 26 Punkten seit dem Vorquartal, entgegen dem globalen Trend.

Die besten Jobaussichten bieten große Unternehmen (1.000-4.999 Mitarbeitenden) mit einem NBA von 26 Prozent, was einem Anstieg um 6 Punkte seit dem letzten Quartal, aber einem Rückgang um 7 Punkte im Jahresvergleich entspricht. Sehr große Unternehmen (5.000+ Mitarbeitende) verzeichnen den größten Anstieg seit dem Vorquartal mit 14 Punkten und erreichen einen NBA von 25 Prozent.

Prognose: KI und ML sorgen für Personalzuwächse

Im Rahmen einer Zusatzerhebung hat die ManpowerGroup Unternehmen zur Nutzung von künstlicher Intelligenz und den damit verbundenen Herausforderungen befragt. 39 Prozent der deutschen Unternehmen gaben an, dass sie bereits KI einsetzen, einschließlich generativer dialogorientierter KI. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Anstieg um 11 Prozent. Zudem erwartet fast die Hälfte der Arbeitgeber (48 Prozent) in den nächsten zwei Jahren Personalzuwächse aufgrund von KI und ML. 36 Prozent glauben, dass es keine Auswirkungen auf den Personalbestand geben wird. Lediglich 12 Prozent der Arbeitgeber rechnen mit Personalabbau durch KI und ML.

Die vollständigen Ergebnisse des ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometers für Q3/2024 finden Sie unter: Studie Arbeitsmarktbarometer Q3-2024

Die nächste Umfrage wird im September 2024 veröffentlicht und über die Einstellungserwartungen für das 4. Quartal des Jahres berichten.

*Der Netto-Beschäftigungsausblick (NBA) errechnet sich aus dem Anteil der Unternehmen, die einen Beschäftigungsanstieg erwarten, abzüglich derer, die einen Beschäftigungsrückgang prognostizieren. Die aktuelle Untersuchung wurde am 30. April 2024 abgeschlossen.

Über das ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer

Bekannt auch als ManpowerGroup Employment Outlook Survey (MEOS), gibt es das Arbeitsmarktbarometer bereits über 60 Jahren. Die Studie wird im Dreimonats-Rhythmus veröffentlicht und gilt weltweit als wichtiger Indikator zur Einschätzung der zukünftigen Arbeitsmarktentwicklung. Die Studie ist die umfassendste zukunftsorientierte Beschäftigungsumfrage ihrer Art und misst repräsentativ die Erwartungshaltung von Arbeitgebern zur Beschäftigungslage ihres eigenen Unternehmens in Bezug auf das jeweils voraus liegende Quartal. Die Ergebnisse sind aufgeschlüsselt nach Branchen und Regionen und finden weltweit Beachtung bei Ökonomen, Arbeitsmarktexperten und Finanzanalysten.

Über die ManpowerGroup Deutschland

Mit rund 11.000 Mitarbeitenden zählt die ManpowerGroup zu den größten Personaldienstleistern in Deutschland. Unter dem Dach der Unternehmensgruppe agieren die Gesellschaften Manpower, Experis, Talent Solutions sowie spezialisierte Einzelmarken. Die ManpowerGroup ist Pionier der Zeitarbeit und hat das Modell der Arbeitnehmerüberlassung erfunden. Mittlerweile ist das Unternehmen seit 75 Jahren für Bewerber*innen und Unternehmen am Markt aktiv und setzt Branchenstandards. Die ManpowerGroup unterstützt Unternehmen bei ihrer Transformation in der sich stetig und rasant wandelnden Welt der Arbeit und stellt umfassende Lösungen für das Rekrutieren, Entwickeln und Managen der für den nachhaltigen Erfolg notwendigen Fachkräfte bereit. In Deutschland ist die ManpowerGroup seit 1965 tätig und gehört zu der amerikanischen ManpowerGroup(TM).

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Dr. Katrin Luzar
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