All Stories
Follow
Subscribe to Neue Osnabrücker Zeitung

Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Schweiz
Banken
UBS

Osnabrück (ots)

Unfassbar

Ausgerechnet am Jahrestag der Pleite von "Lehman Brothers" platzt bei der Schweizer Großbank UBS diese Bombe! Ein Angestellter soll zwei Milliarden US-Dollar verzockt haben, eine Zahl mit neun Nullen. Nicht nur die Dimension des Betrugs ist unfassbar. Auch die Tatsache, dass dies nach der Finanzkrise und dem ähnlich gelagerten Fall bei der Société Générale noch möglich ist. Die UBS scheint nichts aus der Vergangenheit gelernt zu haben, in der der Schweizer Staat die Bank mit Steuermilliarden retten musste. Das Risikomanagement ist offensichtlich immer noch mangelhaft. Und genau wegen dieses Verdachts kommt der Reputationsverlust viel teurer als der Schaden, den der Händler angerichtet haben soll. Wem zwei Milliarden durch anscheinend kriminelle Mitarbeiter abhandenkommen, dem vertraut man nur ungern sein Vermögen an.

Der Fall UBS bestätigt das, was schon der Fall Lehman Brothers gezeigt hat: Von ihrem Kerngeschäft, für Kunden Investitionsrisiken in einer unsicheren Welt zu bewerten, haben sich (Investment-) Banken weit entfernt. Sie selbst sind mittlerweile zum Sicherheitsrisiko geworden.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

Original content of: Neue Osnabrücker Zeitung, transmitted by news aktuell

More stories: Neue Osnabrücker Zeitung
More stories: Neue Osnabrücker Zeitung
  • 15.09.2011 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar zu Europa / Finanzkrise

    Osnabrück (ots) - Demokratie unter neuen Vorzeichen Alles, was der Sicherheit des Euro diene, sei zu tun, alles, was ihr nicht diene, sei zu unterlassen, mahnt die Kanzlerin. Politiker handeln durch das Wort. Angela Merkels pauschale Forderung meint mithin: Was dem Euro schaden kann, darf nicht öffentlich ausgesprochen werden. Das ist eine bemerkenswerte Aussage aus dem Mund einer demokratisch gewählten ...

  • 14.09.2011 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar zu Gewerkschaften / IG Metall

    Osnabrück (ots) - Richtiger Schritt Gut so. Die IG Metall verkleinert ihren geschäftsführenden Vorstand. Sie macht ihn effizienter und schaut dabei nicht aufs Parteibuch. Nur so kann erfolgreiche Gewerkschaftsarbeit gelingen. Nämlich dann, wenn sich die Organisation ausschließlich am Wohl ihrer Mitglieder orientiert, ausdrücklich ohne Rücksicht auf Parteiinteressen. Nachdem bereits 100 Stellen in der Frankfurter ...

  • 14.09.2011 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar Soziales / Familien / Schröder

    Osnabrück (ots) - Toleranz statt Spott Da hat sie sich viel vorgenommen. Familienministerin Kristina Schröder will den ideologisch aufgeladenen Streit um Eltern- und Betreuungsgeld durch einen eigenen Vorschlag entschärfen. Das wäre nicht nur im Sinne des Koalitionsfriedens verdienstvoll, sondern auch mit Blick auf die gesamte Familienpolitik. Völlig zu Recht ruft Schröder zu mehr Toleranz gegenüber den ...