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Industrie gegen Missbrauch handelspolitischer Instrumente

Berlin (ots)

Mit der Entscheidung des US-amerikanischen
Präsidenten George W. Bush zum Schutz der heimischen Stahlindustrie
könnte eine Welle des Protektionismus losgetreten werden. Im Laufe
der letzten Jahre hat die Nutzung von Antidumping-, Antisubventions-
und Schutzklauselverfahren weltweit erheblich zugenommen. Auch
Schwellenländer greifen zunehmend auf diese Instrumente zurück und
schwächen damit das Engagement der deutschen Industrie für eine
weitere Marktöffnung und den Abbau von Handelshemmnissen.
Die deutsche Industrie lehnt es ab, wenn handelspolitische
Instrumente auf dirigistischem Wege für wirtschafts- und
industriepolitische Ziele eingesetzt werden. Bedauerlicherweise
entsprechen handelspolitische Schutzmaßnahmen in Drittstaaten oftmals
nicht den Anforderungen der WTO-Abkommen. Unternehmen sind dem
oftmals ausgeliefert und müssen den entsprechenden Markt aufgeben.
Es gehört zu den zentralen Aufgaben der WTO, durch geeignete
Rahmenbedingungen protektionistisch motivierten Missbräuchen
entgegenzutreten, ohne Abwehrmöglichkeiten gegen unfaire
Handelspraktiken aufzugeben. Die WTO-Abkommen zu den
handelspolitischen Instrumenten müssen in der neuen Doha-Runde mit
dem Ziel reformiert werden, die Verfahren weiter zu vereinheitlichen
und Diskriminierungen abzubauen.
Zur Verdeutlichung dieser Industrieposition veranstaltet der
Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gemeinsam mit der
Wirtschaftsvereinigung Stahl und dem Verband der Chemischen Industrie
(VCI) am 7./8. März in Düsseldorf eine Tagung mit dem Titel
"Handelspolitische Instrumente in der EU und in Drittstaaten:
Antidumping-, Antisubventions-, Schutzklausel-verfahren und ihre
Bedeutung für die Unternehmen", an der Vertreter der EU-Kommission,
der Bundesregierung sowie betroffener Unternehmen teilnehmen.
Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
Mitgliedsverband der UNICE
Postanschrift
11053 Berlin
Telekontakte
Tel.: (030) 2028-1479
Fax: (030) 2028-2479
Internet
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E-Mail 
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