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B20-Präsident Heraeus: Wirtschaft will Beitrag zu fairer Globalisierung leisten
Berlin (ots)
- Appell an Aktionskonferenz gegen den G20-Gipfel in Hamburg - Chancen zur internationalen Zusammenarbeit konstruktiv nutzen - Nachhaltiges und inklusives Wachstum fördert Akzeptanz
"Ich warne Globalisierungsskeptiker davor, die Gestaltungsmöglichkeiten durch eine vertiefte internationale Zusammenarbeit pauschal abzulehnen. Immer mehr Themen lassen sich nur noch weltweit miteinander lösen. Die Wirtschaft will ihren Beitrag zu fairer Globalisierung leisten." Das sagte Jürgen Heraeus, Präsident des offiziellen Wirtschaftsdialoges Business20 (B20), am Samstag anlässlich der Aktionskonferenz gegen den G20-Gipfel in Hamburg.
Die Gruppe der 20 (G20) ist das zentrale Forum zur internationalen Zusammenarbeit in Finanz- und Wirtschaftsfragen. Ihre Mitglieder stehen für fast zwei Drittel der Weltbevölkerung und mehr als vier Fünftel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts.
Das übergeordnete Ziel der G20 sei nicht nur, Wachstum zu fördern - sondern ein Wachstum, das nachhaltig und inklusiv ist. "Jeder sollte in der Lage sein, von den zweifelsfrei bestehenden Vorteilen der Globalisierung zu profitieren", sagte Heraeus. "Nur so lassen sich die Globalisierung erfolgreich gestalten und die Akzeptanz für die so dringend erforderliche weltweite Zusammenarbeit sichern."
Die zunehmende globale Vernetzung habe über Jahrzehnte Wohlstand und Entwicklung gefördert. Der Anteil von Menschen, die in extremer Armut leben, fiel in den vergangenen 35 Jahren von über 40 Prozent auf zehn Prozent. B20-Präsident Heraeus: "Der Austausch von Kapital, Wissen und Technologie trägt dazu bei, dass Gesundheitsversorgung, Infrastruktur und öffentliche Dienste einen so großen Teil der Weltbevölkerung erreichen wie noch nie zuvor."
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Die B20 ist ein integraler Teil des G20-Prozesses und vertritt in diesem die G20-Wirtschaft. Aufgabe der B20 ist es, die G20 durch konkrete Handlungsempfehlungen, konsolidierte Interessenvertretung und Expertise zu unterstützen. Darüber hin-aus fördert die B20 den Dialog von Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft auf internationaler Ebene. In der B20 erarbeiten Wirtschaftsvertreter aus der G20 gemeinsame Empfehlungen und themenspezifische Handlungsvorschläge, welche die Bandbreite der G20-Agenda abdecken. Zudem finden B20-Veranstaltungen sowie ein Austausch mit Regierungen und anderen Stakeholdern des G20-Prozesses statt. Wie die G20-Präsidentschaft ist auch die B20-Präsidentschaft ein ganzjähriges Projekt.
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