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Das Erste: "Weltspiegel" - Auslandskorrespondenten berichten am Sonntag, 9. August 2020, um 19:20 Uhr vom SWR im Ersten

Das Erste: "Weltspiegel" - Auslandskorrespondenten berichten am Sonntag, 9. August 2020, um 19:20 Uhr vom SWR im Ersten
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München (ots)

Moderation: Ute Brucker

Geplante Themen:

Libanon: Beirut in Trümmern
Die Bilder gehen um die Welt. Die Explosion im Hafen von Beirut - ein
Schock. Mindestens 135 Menschen sterben, Tausende sind verletzt. Die 
Krankenhäuser arbeiteten - angesichts hochschnellender 
Corona-Infektionen - bereits zuvor an der Belastungsgrenze. Nun 
müssen sie Verletzte abweisen. Das Virus könnte sich in dem Chaos 
schneller ausbreiten: Wer denkt in Trümmern schon an Abstandsregeln 
und Maske? Doch damit nicht genug: Das Land steckt in einer schweren 
wirtschaftlichen und politischen Krise. Wie kann das Land wieder auf 
die Beine kommen?
Alexander Stenzel, ARD Kairo

Venedig: Warten auf Touristen
Die Tauben sind noch da, sonst wirkt San Marco, Venedigs Hauptpiazza,
wie ausgestorben. Das war im Mai. Die Reisebeschränkungen wegen der 
Corona-Pandemie sind zu dieser Zeit auf ihrem Höhepunkt. Die Stadt, 
die eher über zu viele Besucher klagt, sehnt sich erstmals nach 
Touristen. Denn alles hängt hier am Tourismus, Hotels, Restaurants 
und Souvenirläden. Die Reisebeschränkungen sind inzwischen weg, aber 
Corona ist noch da. Nur nach und nach kommen die Menschen in diesem 
Sommer wieder in die Lagunenstadt.
Ellen Trapp, ARD Rom

Indien: Wettlauf um Corona-Impfstoff 
Die Zeit drängt. Bis Mitte August will Indien den ersten eigenen 
Corona-Impfstoff auf den Markt bringen. Ein Prestige-Projekt der 
Regierung - denn Präsident Mohdi will gute Nachrichten verkünden zum 
nationalen Feiertag, dem Unabhängigkeitstag am 15. August. Dringend 
nötig, angesichts exponentiell steigender Corona-Zahlen und einem 
kolossal überforderten Gesundheitssystem. Seit gerade einmal fünf 
Wochen wird der Impfstoff an Menschen getestet. Der Student Neveet 
gehört zu derzeit 375 Probanden, die ihn injiziert bekommen. "Ich 
will meinem Land dienen", sagt er. "Das ist meine Pflicht als 
Bürger". Doch Ärzte und Wissenschaftler warnen: Das Tempo könne zu 
Lasten der Probanden gehen. Indien hat die Genehmigungsfrist für 
Impfstofftests an Menschen radikal verkürzt. Nach erfolgreichen 
Tierversuchen prüften die Behörden bisher zwei bis drei Monate, ehe 
sie die klinischen Studien genehmigten. Jetzt entscheiden sie in 2 
bis drei Tagen. Den Freiwilligen Navneet haben die Ärzte beruhigt: 
"Sie haben mir versichert, dass die Tierversuche abgeschlossen sind, 
und wenn irgendetwas mit mir passiert, werden sie auf mich 
aufpassen."
Sibylle Licht, ARD Neu-Delhi

Mexiko: Ärger um den "Maya-Zug"
"Mein Zuhause bedeutet mir sehr viel. Mein Leben, meine Geschichte". 
Guadalupe Caceres steht vor ihrem Haus in Campeche. Es soll 
abgerissen werden, hunderte Familien werden zwangsumgesiedelt. Platz 
muss her für den "Tren Maya", den Maya-Zug: ein Infrastruktur-Projekt
der Superlative auf der Halbinsel Yucatan. Im Schatten der 
Corona-Krise hat Mexikos Regierung die Weichen gestellt: 1.500 
Kilometer Strecke - von den Stränden Cancúns bis zu den Maya-Stätten 
im Dschungel. Auf der neuen Bahnstrecke sollen bald drei Millionen 
Touristen pro Jahr reisen. Das Projekt verspricht 80.000 neue Jobs. 
Eine Chance für die Region. Und eine Bedrohung zugleich - fürchten 
viele Nachfahren der Maya, nach denen der "Tren Maya" benannt ist.
Simon Riesche, ARD Mexiko

Belarus: Drei Frauen gegen Lukaschenko 
Für Politik hatte Swetlana Tichanowskaja sich nie interessiert, sagt 
sie. Doch dann wird ihr Mann wegen seines kritischen Blogs verhaftet,
kann nicht für die Opposition antreten. Kurzerhand lässt sich 
Tichanowskaja selbst als Präsidentschaftskandidatin aufstellen. 
Ein Wahlprogramm hat sie nicht - sie gibt nur ein Versprechen: 
"ehrliche Wahlen zu organisieren". An ihrer Seite: zwei weitere 
Frauen. Auch sie vertreten Kandidaten, die bei der Wahl nicht 
antreten dürfen. Denn eigentlich hatte Langzeit-Machthaber Alexander 
Lukaschenko alle ernstzunehmenden Konkurrenten ausgeschlossen oder 
ins Gefängnis werfen lassen. Doch mit ihren Frauen hatte er wohl 
nicht gerechnet. Der Wahlkampf wird so emotional geführt wie lange 
nicht. Tausende Menschen gehen für die Opposition auf die Straße, 
selbst in kleineren Städten haben die Menschen ihre Angst abgeworfen.
Eine Hoffnung, die lange nicht mehr zu spüren war, berichtet Ina 
Ruck, ARD Moskau.

USA: Unternehmer für Trump
Noch drei Monate bis zur Wahl in den USA: Die Demokratie steckt in 
der Krise. Der erbitterte Streit der Republikaner und der Demokraten,
der polarisierende Regierungsstil Donald Trumps hat das Land tief 
gespalten. Im Bundesstaat Arizona, im Süden der USA, könnte sich 
entscheiden, ob Donald Trump im November wiedergewählt wird oder 
nicht. Steve und Dodi hoffen darauf. Die Unternehmer gehören zum 
Mittelstand - längst nicht alles, was ihr Präsident twittert, finden 
sie gut. Aber sie setzen auf seine Wirtschaftspolitik - selbst in 
schwierigen Zeiten: Die Wirtschaft auf historischer Talfahrt, auch 
Steves und Dodis Werbemittel-Geschäft drohte das Aus. Und trotzdem 
setzen sie alle Hoffnungen in Trumps Wiederwahl - um ihre Existenz 
und ihren "American Dream" zu retten, sagen sie. 
Claudia Buckenmaier, ARD Washington und Marion Schmickler

Redaktion: Joana Jäschke

Pressekontakt:

SWR-Pressestelle,
E-Mail: pressestelle@swr.de

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