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Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI)

Großfeuerwerk 2026: Ein heißer Sommer - und eine leuchtende Tradition

Ratingen (ots)

  • Millionen Menschen feiern bei Großveranstaltungen mit Feuerwerk
  • Hitzerekorde und Trockenheit führen bundesweit zu zahlreichen Absagen

Es war ein Sommer der Gegensätze. Ob Kölner Lichter oder Japan-Tag: Millionen von Menschen erfreuten sich an beliebten Events und genossen zum Finale die traditionellen Großfeuerwerke. Gleichzeitig stellten Hitze und extreme Trockenheit Veranstalter und Feuerwerker vor große Herausforderungen. Hinzu kam eine organisierte Kampagne gegen Großfeuerwerke. Die Bilanz fällt dennoch positiv aus:

Die Faszination des Großfeuerwerks - sie ist auch 2026 ungebrochen.

Ob Japan-Tag in Düsseldorf, Kölner Lichter oder Rhein in Flammen - auch 2026 waren professionelle inszenierte Feuerwerke für viele große Feste einmal mehr Höhepunkt und krönender Abschluss. Rund 700.000 Menschen besuchten allein den Japan-Tag, dessen traditionelles japanisches Feuerwerk den Abend krönte. Zu den Kölner Lichtern strömten rund 150.000 Menschen. Rhein in Flammen begeisterte in Bingen und Rüdesheim rund 30.000 Besucherinnen und Besucher; in Koblenz kamen am Veranstaltungs-Samstag rund 80.000 Menschen. Bei den Flammenden Sternen feierten weitere 35.000 Gäste drei Tage lang rund um den internationalen Feuerwerkswettbewerb: "Wer wissen möchte, ob Großfeuerwerke die Menschen noch erreichen, muss nur an die Rheinufer, auf die Festplätze und in die Gesichter der Zuschauer schauen", sagt Joachim Berner, Sprecher des Unterausschusses Großfeuerwerk im VPI. "Großfeuerwerke sind Handwerk und Kunst zugleich. Sie schaffen für wenige Minuten einen gemeinsamen Moment, auf den sich Menschen oft ein ganzes Jahr lang freuen."

Einfach war die Saison dennoch nicht. Der Deutsche Wetterdienst zählt den Sommer 2026 zu den heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen. Neue Hitzerekorde, langanhaltende Trockenheit und eine außergewöhnlich hohe Wald- und Vegetationsbrandgefahr prägten den Juli und August. Bei mindestens 26 Veranstaltungen mussten 2026 angekündigte Feuerwerke aufgrund von Trockenheit oder akuter Brandgefahr berechtigterweise entfallen. "Professionalität zeigt sich nicht nur darin, ein Feuerwerk auf die Sekunde genau zu inszenieren. Sie zeigt sich auch darin, es im Zweifel nicht zu zünden", sagt Joachim Berner. "Wo die örtliche Gefahrenlage keine verantwortbare Durchführung zulässt, geht Sicherheit vor."

Viele Verbotsappelle - viele Entscheidungen für das Feuerwerk

Neben der außergewöhnlichen Wetterlage begleitete eine zweite Entwicklung die Saison. Die Tierrechtsorganisation PETA wandte sich 2026 in dichter Folge gezielt gegen Groß- und Veranstaltungsfeuerwerke und verband ihre lokalen Appelle regelmäßig mit der pauschalen Forderung nach einem grundsätzlichen Verbot privater wie öffentlicher Feuerwerke in Deutschland. Der VPI hält die Diskussion über Tier- und Naturschutz ausdrücklich für legitim. Feuerwerk kann für Tiere eine Störung darstellen. Entscheidend ist jedoch, die konkrete Situation zu betrachten und zwischen kurzfristiger Störung, möglichen Folgerisiken und nachgewiesenen Schäden zu unterscheiden. "Tierschutz ist zu wichtig für pauschale Antworten", sagt VPI-Vorsitzender Thomas Schreiber. "Wo sensible Arten, Brutplätze oder Schutzräume betroffen sind, müssen diese Belange konkret berücksichtigt werden. Was aus unserer Sicht nicht überzeugt, ist der automatische Schluss: Feuerwerk kann Tiere stören, also muss Feuerwerk grundsätzlich verschwinden. Professionelle Feuerwerke sind planbare, räumlich und zeitlich begrenzte Veranstaltungen. Genau deshalb braucht es die sachliche Prüfung des Einzelfalls."

Eine ganze Reihe von Kommunen und Veranstaltern folgte den pauschalen Verbotsforderungen 2026 nicht. Düsseldorf hielt am traditionellen japanischen Feuerwerk fest, die Kieler Woche an ihren unterschiedlichen Feuerwerksformaten, Bingen und Rüdesheim ebenso wie Koblenz an Rhein in Flammen. Auch die Kölner Lichter, das Museumsuferfest in Frankfurt und internationale Feuerwerkswettbewerbe blieben Teil des Veranstaltungskalenders. Das Gesamtbild der Saison zeigt damit vor allem eines: vor Ort wird konkret abgewogen und entschieden.

Vielleicht war 2026 aufgrund von Hitze, Trockenheit und mancher kurzfristigen Absage nicht das Jahr des unbeschwerten Großfeuerwerks. Es war aber ein Jahr, in dem sich unter außergewöhnlichen Bedingungen erneut zeigte, wie fest Feuerwerk als Kunstform, Festtradition und Gemeinschaftserlebnis im Veranstaltungskalender verankert ist. "Das Wetter kann ein Feuerwerk stoppen - aber die Faszination bleibt ungebrochen", sagt Joachim Berner.

Pressekontakt:

Klaus Gotzen - Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) - An der Pönt 48, 40885 Ratingen - Telefon: 02102 / 186 200, E-Mail: info@feuerwerk-vpi.de

Original-Content von: Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI), übermittelt durch news aktuell

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