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Richtig Einfrieren und Auftauen – so geht's

Richtig Einfrieren und Auftauen – so geht
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Richtig Einfrieren und Auftauen – so geht's

Die kalten Tage und der Frost haben hoffentlich bald ein Ende, der Frühling naht. Doch Kälte und Frost können auch ziemlich nützlich sein – vor allem in der Küche: Jährlich werden in deutschen Privathaushalten 6,3 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Denn nicht immer gelingt es, Essen vor dem Verderben aufzubrauchen. Tiefgekühlte Lebensmittel bieten eine einfache Lösung für nachhaltiges Kochen ohne Verschwendung. Auch frische Produkte können so länger haltbar gemacht werden. Ein paar praktische Tipps zeigen, wie Einfrieren und Auftauen problemlos gelingen.

Tipp 1: So friert’s sich am besten

Einige Lebensmittel eignen sich besonders gut zum Einfrieren: Erbsen, Bohnen, Brokkoli und andere Kohlsorten zum Beispiel. Vor allem blanchiert bleiben die Gemüsesorten lange haltbar und behalten ihren guten Geschmack. Aber auch Reste von gekochten oder gebackenen Speisen wie Suppen, Aufläufe oder Kuchen bleiben eingefroren länger frisch und können bei Bedarf wieder aufgetaut werden.

Wasserreiche Lebensmittel wie Äpfel und Erdbeeren verlieren durch das Einfrieren jedoch an Biss und Aroma. Auch Milchprodukte haben häufig einen hohen Wasseranteil und sind dann eher ungeeignet für das Tiefkühlfach: Sahne, Joghurt und Crème fraîche flocken schnell aus. Fettige und wasserarme Produkte, wie Hartkäse und Butter können hingegen problemlos eingefroren werden. Generell helfen diese vier Grundsätze, um Geschmack, Aussehen und Nährstoffe der Lebensmittel zu erhalten: Richtig vorbereiten, zügig verarbeiten, gut verpacken und schnell durchfrieren.

Tipp 2: Für immer frisch im Tiefkühlfach?

Auch wenn Frost die chemischen Prozesse verlangsamt, die zum Verderb von Lebensmitteln führen, hält sich nicht alles ewig im Tiefkühlfach. Besonders Backwaren und Selbstgekochtes sollten innerhalb weniger Monate verzehrt werden. Rohes Gemüse hält sich in der Tiefkühltruhe dagegen oft länger.

Magere und rohe Produkte bleiben oft mehrere Monate lang frisch, während fettreiche Lebensmittel sowie Gegartes schneller an Qualität verlieren.

Gekaufte Tiefkühlkost hat ein Mindesthaltbarkeitsdatum, das der Orientierung dient. Produkte, die kurz vor Ablauf stehen, sollten schnell verbraucht werden. Sie sind zwar oft auch danach noch genießbar, aber die Qualität nimmt bei zu langer Lagerung ab.

Tipp 3: Portionieren verhindert Reste

Wer bereits vor dem Einfrieren clever portioniert, kann später immer nur das auftauen, was tatsächlich benötigt wird und verhindert Reste. Ein weiterer Vorteil: Kleine Portionen frieren schneller durch und verlieren weniger an Qualität. Zudem können die Portionen genau nach Bedarf aufgetaut werden. 200-250 Gramm pro Person sind für ein komplette Mahlzeit empfehlenswert. Für eine genauere Einschätzung hilft der Portionsplaner der Verbraucherzentrale.

Tipp 4: Frisches zu Hause konservieren

Die richtige Vorbereitung der Lebensmittel vor dem Einfrieren ist essenziell für eine möglichst lange Haltbarkeit und gute Qualität. Das Blanchieren von Gemüse hilft beispielsweise dabei, Konsistenz, Farbe oder Geschmack länger zu erhalten.

Besonders gut geeignete Behälter zum Einfrieren sind Gefrierbeutel und Kunststoffschalen. Auch Glasschalen dürfen in den Tiefkühler. Sie sollten jedoch nicht bis oben hin befüllt und nur langsam aufgetaut werden, um das Zerspringen der Behälter zu verhindern.

Bei einer Temperatur von -18 Grad Celsius halten sich tiefgekühlte Lebensmittel besonders gut. Weniger kalte Temperaturen hingegen können die Haltbarkeit der Tiefkühlkost verkürzen.

Tipp 5: Bloß nicht ins Schwitzen kommen

Einmal aufgetautes Essen sollte so schnell wie möglich wieder eingefroren werden, wenn es nicht vollständig verwertet wird. Der Grund: Durch das Auftauen können sich Bakterien und Keime schnell vermehren und dazu führen, dass das Lebensmittel verdirbt. Zudem können so wichtige Nährstoffe und Vitamine verloren gehen.

Aufgetaute Lebensmittel sollten zügig verarbeitet und verzehrt werden. Produkte, die zweimal tiefgekühlt wurden, sollten vor dem Verzehr sicherheitshalber besonders gut erhitzt werden.

Die Zu gut für die Tonne!-App enthält nicht nur Rezepte zur Verwertung von Resten, sondern auch nützliche Tipps zur Lagerung und Haltbarkeit von Lebensmitteln. So hilft sie Ihnen vom Einkauf bis zur Verwertung dabei, Lebensmittel vor dem Verderb zu bewahren.

Hintergrund

Zu gut für die Tonne!

Jährlich fallen in Deutschland entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette circa 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an, rund 6,3 Millionen Tonnen davon waren es 2022 allein in Privathaushalten. Dazu zählt auch Unvermeidbares wie z. B. Obst- und Nussschalen, Kaffeesatz und Knochen. Wie Verbraucher:innen die Lebensmittelverschwendung reduzieren können, zeigt Zu gut für die Tonne! bereits seit 2012.

Mit der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung rückt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) neben den privaten Haushalten auch die Sektoren Primärproduktion, Verarbeitung, Groß- und Einzelhandel sowie Außer-Haus-Verpflegung stärker in den Fokus. Ziel ist es, bis 2030 die Lebensmittelabfälle in Deutschland entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette zu halbieren und Lebensmittelverluste zu reduzieren. Dazu ist das BMEL mit den Wirtschaftsbeteiligten im stetigen Austausch. Ein Pakt gegen Lebensmittelverschwendung mit dem Handel und eine Zielvereinbarung für die Außer-Haus-Verpflegung wurden bereits abgeschlossen. Parallel setzt sich das BMEL auf EU-Ebene für die Erleichterung von Lebensmittelspenden ein.

Zu gut für die Tonne!

Pressekontakt

E-Mail: kontakt@zugutfuerdietonne.de  

Weitere Presseinformationen unter:  
 www.zugutfuerdietonne.de  

https://x.com/zgfdt

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