Schörghuber Stiftung & Co. Holding KG
Zukunftsstudie 2026 der Schörghuber Gruppe zeigt Stimmungswandel: Generation Future reagiert mit Pragmatismus und neuen Prioritäten auf globale Herausforderungen
München (ots)
Arbeiten, Wohnen, Reisen und Konsum: Die wissenschaftlich begleitete Studie beleuchtet zum dritten Mal in Folge die Zukunftserwartungen junger Menschen im Alter zwischen 16 und 35 Jahren.
Die Zukunftsstudie 2026 der Schörghuber Gruppe zeigt einen Stimmungswandel innerhalb der Generation Future: Im Vergleich zur ersten Zukunftsstudie vor zwei Jahren blicken junge Menschen heute spürbar weniger optimistisch in die Zukunft. Die neue Realität mit ihren globalen Krisen, wirtschaftlichen Unsicherheiten und gesellschaftlichen Herausforderungen ist vollständig in den Köpfen der Befragten angekommen. Doch von Resignation oder Pessimismus kann keine Rede sein.
"Wir sehen ganz klar, dass die Generation Future ihren Alltag pragmatisch auf die geänderten Bedingungen angepasst hat. Sie schaffen sich damit selbst, was die äußeren Umstände angesichts globaler Krisen nicht bieten können: ein Gefühl von Stabilität, Beständigkeit und Sicherheit", konstatiert Florian Schörghuber, CEO der Schörghuber Gruppe.
Dies ist die zentrale Erkenntnis einer Studie, die die in München ansässige Schörghuber Gruppe in diesem Jahr zum dritten Mal angestoßen hat. Begleitet wurde sie erneut vom renommierten Kindheits- und Jugendforscher Prof. Dr. Klaus Hurrelmann. Für die Studie wurden 2.000 Menschen im Alter von 16 bis 35 Jahren befragt - sie repräsentieren die Generationen Y und Z und damit die Gruppe von Menschen, die unsere Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten entscheidend prägen werden. Die Studie ist unterteilt in die vier Themenbereiche Arbeiten, Wohnen, Reisen und Konsum - und orientiert sich dabei an den Geschäftsfeldern der Schörghuber Gruppe. Sie fragt etwa nach der benötigten Wohnfläche, den Anforderungen junger Menschen an die Arbeitsumgebung, beleuchtet den Stellenwert der Nachhaltigkeit beim Reisen und die Reaktion auf gestiegene Preise in der Gastronomie.
"Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sollten noch stärker berücksichtigen, welches Bild die Generation Future von der Zukunft hat. Ihre Werte, ihr Konsumverhalten und ihre Erwartungen werden die Märkte und die Arbeitswelt von morgen maßgeblich prägen", so Florian Schörghuber über seine Motivation, die Lebenswelt der Generation Future zu beleuchten.
Die Erkenntnisse der Themenbereiche im Überblick:
Arbeit zwischen Selbstverwirklichung und Pragmatismus
Die junge Generation verbindet die Arbeit stark mit Selbstverwirklichung, für die Zufriedenheit im Leben ist das Arbeiten ein zentraler Faktor. Die mit Abstand wichtigste Erwartung lautet dabei: Arbeit soll Spaß machen (79 % Zustimmung).
Allerdings zeigt sich eine Diskrepanz zwischen Idealvorstellung und gelebter Realität: Nur 42 % der Befragten gaben an, tatsächlich in ihrem Traumberuf tätig zu sein. Während 58 % angeben gerne zu arbeiten, sehen gleichzeitig gut zwei Drittel ihre Arbeit einfach als eine Notwendigkeit, um Geld zu verdienen.
Wohnen: Hohe Ansprüche treffen auf pessimistische Realität
Das Wohnen wird von der Generation Future als wichtigster Faktor für Lebensqualität angesehen: Nur gut ein Drittel der 16- bis 35-Jährigen kann sich vorstellen, künftig mit weniger als den durchschnittlich pro Person in Deutschland zur Verfügung stehenden 49 Quadratmetern auszukommen. Dementsprechend geben die meisten an, bis zu 30 % ihres Einkommens dafür ausgeben zu wollen, knapp ein Drittel sogar bis zu 40 %.
Beim Thema Miete vs. Eigentum zeigt sich 2026 ein klarer Wandel: 53 % der Befragten wünschen sich langfristig Wohneigentum - am liebsten als Haus - und setzen damit auf Stabilität und Tradition. In den Vorjahren war noch die Flexibilität eines Mietverhältnisses beliebter als Eigentum.
Die Stimmung in Bezug auf den Wohnungsmarkt hat sich deutlich verschlechtert. 15 % mehr als noch vor zwei Jahren erwarten, dass die Lage weiterhin angespannt bleiben wird.
Reisen als gemeinsames Erlebnis und Premiumzeit des Jahres
Junge Menschen reisen heute besonders gern gemeinsam mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner. Vor allem Wellnessauszeiten (46 %), Fernreisen (36 %) und klassische, längere Urlaube (35 %) werden bevorzugt zu zweit erlebt. Reisen in deutschsprachige Länder werden von 26 % der Befragten auch gerne mit Freund*innen unternommen, gefolgt vom Urlaub mit der Familie und dem Reisen mit Partnerin oder Partner.
Qualität geht dabei vor Quantität: Fast die Hälfte der Befragten (48 %) lebt im Alltag bewusst sparsamer, um es sich im Urlaub "richtig gut gehen zu lassen". Und fast ebenso viele (47 %) verreisen lieber seltener, investieren dann aber in einen hochwertigeren Aufenthalt.
55 % der Befragten würden aus ökologischen Gründen auf exotische Fernreisen verzichten. Immerhin 40 % wären bereit, für ihren Urlaub mehr zu bezahlen, um den eigenen CO2'-Fußabdruck zu reduzieren. Und 31 % meiden Flugreisen grundsätzlich aus Umweltaspekten. Das sind deutlich weniger als 2024, als noch 47 % angegeben haben, Flugreisen zu vermeiden.
Konsum: Pragmatischer Umgang mit Nachhaltigkeit
Für die Generation Future hat Konsum als Selbstzweck kaum Bedeutung, für ihre Lebensqualität rangiert das Thema auf den letzten Platz. Stattdessen zählen soziale Kontakte und gemeinsam verbrachte Zeit.
Fast die Hälfte der Befragten bevorzugt den pragmatischen Einkauf, wie etwa in Supermärkten oder bei großen Modeketten. Das deutet darauf hin, dass Bequemlichkeit, Verfügbarkeit und Effizienz wichtiger sind als Individualität oder besondere Einkaufserlebnisse.
Restaurants und Bars werden vor allem besucht, um Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen - so die häufigste Antwort auf die Frage nach den Gründen.
Die junge Generation setzt sich beim Konsum selbst ökologische Ziele, verfällt dabei jedoch nicht in einen ideologischen Aktivismus. 37 % der Befragten geben an, ihr Konsumverhalten bereits stark oder sehr stark an Umweltzielen auszurichten. Dies zeigt, dass ökologische Fragen im Alltag präsent sind. Allerdings eher in einem praktischen Sinn. 41 % entscheiden je nachdem, was für sie sinnvoll oder praktikabel ist und zu ihrem Lebensstil passt.
Zentral für die Alltagsgestaltung der Generationen Y und Z ist 2026 eine bewusste Ausrichtung auf Lebensqualität im Hier und Heute.
Wohnen, eine erfüllende Arbeit und soziale Beziehungen bilden für die Generation Future die zentralen Säulen eines guten Lebens. Trotz steigender Kosten, schwieriger Marktbedingungen oder äußerer Unsicherheiten gestaltet sie ihren Alltag nach den eigenen Vorstellungen.
Selbstfürsorge steht im Mittelpunkt. Jedoch nicht im Sinne einer egoistischen Spaß- oder Genussorientierung - vielmehr zeigt sich ein bodenständiger und verantwortungsvoller Lebensstil, der an einem traditionellen Wertesystem ausgerichtet ist.
Themen wie Nachhaltigkeit bleiben dabei relevant, müssen sich jedoch zunehmend an ihrer konkreten Umsetzbarkeit und ihrer Vereinbarkeit mit dem Alltag messen lassen.
Download
Den Studienband mit Zahlen, Grafiken und weiteren Ergebnissen gibt es kostenlos zum Download unter www.schoerghuber.group.
Über die Schörghuber Gruppe
Die 1954 gegründete und in dritter Generation familiengeführte Schörghuber Gruppe mit Sitz in München ist in den fünf Geschäftsfeldern Development, Real Estate, Getränke, Hotel sowie Seafood national und international erfolgreich tätig. Zur Gruppe gehören die Bayerische Hausbau GmbH & Co. KG, die Bayerische Hausbau RE GmbH & Co. KG, die Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KGaA als Joint Venture mit der Heineken International B.V, die Arabella Hospitality SE und die chilenische Productos del Mar Ventisqueros S.A. Die Holding übernimmt die Aufgabe der strategischen Steuerung entlang der drei Familienwerte Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit. Weltweit sind insgesamt rund 6.600 Mitarbeiter*innen für die Schörghuber Gruppe tätig. www.schoerghuber.group
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