Marketing neu gedacht: Warum agile Strategien Pharmaunternehmen erfolgreicher machen – und welche das sind
München (ots)
Die Pharmaindustrie steht vor neuen Herausforderungen: Regulierungen, digitale Transformation und veränderte Kundenerwartungen erfordern ein Umdenken im Marketing. Klassische Ansätze greifen oft zu kurz – agile Strategien hingegen ermöglichen schnellere Anpassungen und gezieltere Kommunikation. Doch welche Methoden funktionieren wirklich?
Für den Erfolg im Marketing der Pharmabranche kommt es darauf an, zeitnah auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren, Entwicklungen genau zu verfolgen und erhobene Daten als Grundlage für Entscheidungen zu verwenden. Der agile Ansatz ermöglicht es, diesen Anforderungen gerecht zu werden und langfristig den Erfolg zu sichern. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Marketingstrategien sich für Pharmaunternehmen bewährt haben und warum sie effektiver sind als klassische Ansätze.
Anforderungen an das Marketing
Die Arbeit im Marketing von Pharmaunternehmen unterliegt strengen gesetzlichen Vorgaben. Medizinische Produkte sind oft komplex und erklärungsbedürftig, was besondere Sorgfalt bei der Kommunikation erfordert. Materialien wie Flyer für Patienten und Ärzte, Erklärvideos, Veröffentlichungen neuer Studienergebnisse in den sozialen Netzwerken oder Informationsangebote für medizinisches Personal müssen sämtlichen rechtlichen Anforderungen entsprechen. Kurz gesagt: Alle Inhalte müssen durch Studien belegt sein.
Das stellt Marketingabteilungen vor eine besondere Herausforderung: Sie müssen nicht nur kreative und verständliche Kommunikationslösungen entwickeln, sondern gleichzeitig komplexe medizinische Inhalte korrekt und regelkonform aufbereiten. Um diesen Spagat effizient zu meistern, braucht es neue Arbeitsweisen – weg von starren Abläufen, hin zu echter interdisziplinärer Zusammenarbeit.
Crossfunktionale Teams ermöglichen gemeinsames Vorgehen
Früher verlief die Entwicklung von Marketingmaterialien in Pharmaunternehmen oft linear: Marketing machte den Anfang, Medical prüfte die Inhalte, Legal & Compliance gaben – häufig nach mehreren Korrekturschleifen – ihr finales Okay. Das führte nicht selten zu Verzögerungen, Abstimmungsproblemen und unklaren Verantwortlichkeiten. Heute setzt sich ein anderes Modell durch: Agile, crossfunktionale Teams bringen alle relevanten Fachbereiche von Beginn an an einen Tisch. Marketing entwickelt erste Konzepte auf Basis von Marktbedürfnissen, Medical sorgt für wissenschaftliche Korrektheit, Legal und Compliance prüfen die regulatorische Konformität, Digital & Design gestalten ansprechende Materialien, und der Vertrieb bringt direktes Feedback vom Markt ein. So entsteht ein iterativer Entwicklungsprozess, der schneller, effizienter und zielgerichteter ist – mit Inhalten, die von Anfang an auf sicheren, rechtskonformen und praxisnahen Füßen stehen.
Vorteile agiler Methoden und interdisziplinärer Teams
In der Praxis sieht dieses Vorgehen so aus, dass Marketing-Outputs nicht über mehrere Monate von allen Abteilungen nacheinander bearbeitet werden, sondern die Bereiche gemeinsam in Sprints tätig sind.
Im ersten Sprint klären Marketing, Medical und Legal gemeinsam die zulässigen Kernbotschaften und medizinischen Belege. Erste Entwürfe für Flyer und Videos entstehen, Compliance gibt frühzeitig Feedback. Im zweiten Sprint wird ein erstes MVP erstellt und vom Außendienst in der Zielgruppe getestet. Rückmeldungen fließen direkt in die Weiterentwicklung ein. Im dritten Sprint wird das Material finalisiert und durch digitale Formate ergänzt. Dank der frühen Einbindung aller Beteiligten entstehen kaum Korrekturschleifen – das spart Zeit, erhöht die Rechtskonformität, verbessert die Marktnähe und bringt Materialien deutlich schneller auf den Markt.
Fazit: Agile Teamzusammensetzung und klare Prozessstrukturen
Mithilfe agiler Methoden und Strategien ist es möglich, Lösungen strukturiert in einem iterativen Vorgehen zu entwickeln und so zu einer höheren Ergebnisqualität zu kommen. Crossfunktionale Teams stellen sicher, dass alle Anforderungen der Pharmabranche im Marketing aufgenommen und berücksichtigt werden. Das spart Zeit, mindert Risiken der kostenintensiven Nachbearbeitung und ermöglicht es, sich besser an den Marktbedingungen und -anforderungen zu orientieren. Somit erlangen Pharmaunternehmen regulatorische Sicherheit und können gleichzeitig schneller agieren.
Über René Schröder
René Schröder ist Gründer und Geschäftsführer der RegSus Consulting GmbH und Experte für Produkt- und Softwareentwicklungsprozesse und digitale Transformation. Mit dem von ihm entwickelten Imperfect Product Paradigm (IPP) hilft er mittelständischen Unternehmen, gezielt ineffiziente Prozesse zu optimieren und Wettbewerbsvorteile zu sichern. Sein Fokus liegt auf nachhaltiger Produktentwicklung, die Effizienz und Markterfolg steigert. Mehr Informationen unter: https://regsus.de/
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