Rheinische Post: Ziel: Lebenslänglich
Düsseldorf (ots)
Ein Kommentar von Ulli Tückmantel:
Mit der Anklageerhebung hat die Staatsanwaltschaft zugleich das Ziel des Verfahrens gegen den mutmaßlichen Mörder des zehnjährigen Mirco aus Grefrath festgesetzt: Olaf H. soll zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt werden. Das deutsche Strafrecht kennt für Mord kein anderes Strafmaß. Ein Mörder, so sagt es das Gesetz, ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet. All dies trifft laut Anklage auf Olaf H. zu. Die Ermittler haben ihm nachgewiesen, dass er Mirco nicht aus angeblichem Frust über einen Vorgesetzten getötet hat. Die Staatsanwaltschaft wirft Olaf H. vor, das Kind im Kofferraum seines Autos missbraucht, es anschließend zur Verdeckung des Verbrechens mit einer Plastikschnur erdrosselt und mit einem Messer auf es eingestochen zu haben. Olaf H. sei ein Feigling, hat der Leiter der Sonderkommission über den Angeklagten gesagt. Es ist daher zu befürchten, dass Mircos Eltern einen langen Prozess durchstehen müssen, bevor der Mörder ihres Kindes seine gerechte Strafe erhält: lebenslang.
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