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Bundeszahnärztekammer

"Zukunftsorientiert und wegweisend"
Deutsche und französische Zahnärzte begrüßen Resolution des Europäischen Parlaments zu freien Berufen in der EU

Berlin (ots)

Als "zukunftsorientiert und wegweisend" haben die
Spitzenvertreter der französischen Zahnärzteschaft sowie das
Präsidium der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) auf einem gemeinsamen
Treffen in Berlin die Resolution zu den freien Berufen des
Europäischen Parlaments vom 16. Dezember 2003 begrüßt. Diese
Entschließung zu Marktregelungen und Wettbewerbsregeln unter
besonderer Berücksichtigung des Gesundheitssektors sei eine geeignete
Basis für die künftige Entwicklung der Gesundheitsberufe in Europa.
"Eine solche Perspektive, die auf Eigenverantwortung, Qualifikation
und Kompetenz der Gesundheitsberufe setzt, ist uns auf nationaler
Ebene mit der unausgereiften aktuellen Reform verstellt", kritisierte
der Präsident der BZÄK, Dr. Dr. Jürgen Weitkamp. Diesen Eindruck
teilten auch die französischen Kollegen.
Die Resolution des Europäischen Parlaments stärkt die Position der
freien Berufe und würdigt diese als "wesentliches Element der
europäischen Gesellschaften". Zu den Voraussetzungen der
Entschließung zählen u.a. die Anerkennung eines hohen Maßes an
spezialisiertem Wissen der freien Berufe und deren standesgemäße
Selbstregulierung, wie sie Berufsvereinigungen und Kammern
darstellen. Sie "verweist auf die hohen Qualifikationen, die die
freien Berufe aufweisen müssen, auf die Notwendigkeit, die
Qualifikationen zu schützen, die die freien Berufe zum Wohle der
europäischen Bürger auszeichnen, sowie die Notwendigkeit, ein
besonderes, auf Vertrauen begründetes Verhältnis zwischen den freien
Berufen und ihren Kunden/Patienten zu schaffen". Dabei müssten die
freien Berufe im Gesundheitssektor besonders berücksichtigt werden.
"All diese vernünftigen Tendenzen werden in der deutschen
Gesundheitspolitik derzeit massiv an die Wand gedrängt", beklagt
BZÄK-Präsident Weitkamp. Er empfiehlt Gesundheitsministerin Ulla
Schmidt, sich vor allem mit Punkt acht der Entschließung inhaltlich
anzufreunden. Dort steht nämlich, "dass es für die freien Berufe
notwendig und von Nutzen ist, dass der Wettbewerb und die freie
Erbringung von Dienstleistungen in ihren eigenen Mitgliedsstaaten und
in der Europäischen Union insgesamt gefördert werden". Dazu Weitkamp:
"Der einzige Wettbewerb, den unser Gesundheitssystem seit Jahrzehnten
kennt, ist doch der, dass die politisch Verantwortlichen immer neue
Rekorde im Verfassen und Erlassen wettbewerbsbeschränkender und
unsinniger Gesetze oder Paragrafen aufstellen. Von freier Erbringung
von Dienstleistungen im Gesundheitswesen kann hierzulande schon lange
nicht mehr die Rede sein."
Die Resolution kann unter www.bzaek.de abgerufen werden
Für Rückfragen:
Jette Krämer 
Tel.: 030/ 40005-150  
j.kraemer@bzaek.de

Original-Content von: Bundeszahnärztekammer, übermittelt durch news aktuell

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