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Wissen, was gesund ist?
Gesundheitskompetenz: Drei von vier Erwachsenen laut aktueller Studie überfordert

Wissen, was gesund ist? / Gesundheitskompetenz: Drei von vier Erwachsenen laut aktueller Studie überfordert
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Baierbrunn (ots)

Wir leben in Zeiten einer Informationsflut, das gilt auch für das Thema Gesundheit. Doch nur wenige sind in der Lage, sich im Dickicht gesundheitsrelevanter Informationen zurechtzufinden. Dies ergab eine Studie der Technischen Universität München, die vom Wort & Bild Verlag in Auftrag gegeben wurde. Meine Kollegin Petra Terdenge spricht darüber mit Prof. Kai Kolpatzik, er ist Arzt, Gesundheitswissenschaftler und wissenschaftlicher Leiter des Verlags, in dem die Apotheken Umschau erscheint.

Sprecherin: Herr Professor Kolpatzik, wissen wir noch, was gesund ist?

O-Ton Kai Kolpatzik 22 sec:

"Wir haben eine Studie durchgeführt zur Gesundheitskompetenz, also das Finden, Verstehen, Bewerten und Anwenden von Informationen, um Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken, die eigene Gesundheit. Da zeigt sich, dass drei von vier Menschen starke Probleme haben, auf Basis der verfügbaren Informationen gute Entscheidungen für die eigene Gesundheit, für sich oder ihre Kinder oder auch für zu pflegende Angehörige zu treffen."

Welche Folgen hat das für unsere Gesundheit?

O-Ton Kai Kolpatzik 29 sec:

"Menschen mit einer niedrigen Gesundheitskompetenz gehen beispielsweise wesentlich häufiger zum Hausarzt, zum Facharzt, aber auch in die Notaufnahme. Sie müssen aber vor allem auch wesentlich häufiger in Krankenhäusern stationär behandelt werden, sind also behandlungsbedürftiger. Das führt dazu, dass sie wesentlich häufiger und länger abwesend sind von der Arbeit, krankgeschrieben sind zum Beispiel. Und das Ganze wiederum, wenn wir uns die Kostenseite anschauen, sind das Mehrkosten in Deutschland von etwa bis zu 24 Milliarden Euro jährlich."

Sie haben auf Grundlage der Studie zehn Forderungen aufgestellt. Welche Maßnahmen sind jetzt am wichtigsten?

O-Ton Kai Kolpatzik 25 sec:

"Eine Forderung ist beispielsweise, dass die Gesundheitsbildung früh im Kindergarten, in der Schule bei den Kindern anfangen muss. Die Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen muss gestärkt werden und die Gesundheitsberufe beispielsweise müssen in Kommunikationstechniken geschult werden: Wie spreche ich mit Patientinnen und Patienten und Ratsuchenden, dass die Dinge verstanden werden, dass sie umgesetzt werden, sodass die Gesundheit und Lebensqualität der Ratsuchenden auch steigt."

Gibt es auch Maßnahmen, die die Politik schon im Visier hat, die aber noch nicht umgesetzt sind?

O-Ton Kai Kolpatzik 15 sec:

"Wir sind ja gerade im politischen Wandel. Ein Gesetz, das in der letzten Legislatur liegengeblieben ist, ist beispielsweise die Einschränkung für Werbung für ungesunde Lebensmittel, die an Kinder gerichtet ist. Das müsste dringend umgesetzt werden, auch kombiniert mit einer Einschränkung des Influencer-Marketings."

Vielen Dank Professor Kai Kolpatzik, Arzt und Gesundheitswissenschaftler.

Diese und weitere Informationen finden Sie zum Nachlesen in einer Sonderveröffentlichung unter www.apotheken-umschau.de/impact.

Pressekontakt:

Katharina Neff-Neudert
Unternehmenskommunikation
Tel. +49(0)89 - 744 33 360
E-Mail: presse@wortundbildverlag.de

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