Alle Storys
Folgen
Keine Story von Neue Osnabrücker Zeitung mehr verpassen.

Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Afghanistan
Bundeswehr

Osnabrück (ots)

Welche Begründung, welcher Trost?

Im Kundus-Untersuchungsausschuss kommende Woche wird es sich zeigen: Will der Bundestag selbst jetzt noch mit dem Verteidigungsminister darüber räsonieren, wer im September wem wann was gesagt hat? Oder gibt er zu erkennen, dass im Hohen Hause nun doch so langsam dämmert, worum es angesichts der steigenden Verluste in Afghanistan tatsächlich geht?

Gewiss nicht um Spielchen wie Hau-den-Guttenberg. Ebenso wenig um Gespensterdebatten über das vollkommen ausreichende Mandat der UNO und seine Übersetzung in deutsche Politik. Gefordert sind klare Ziele und Ansagen, was Deutschland, was die NATO in Afghanistan noch erreichen muss. Wofür es sich zu kämpfen lohnt, wo das Machbare endet und was daraus folgt.

Anders formuliert: Welche Begründung, welchen Trost bieten Minister und Abgeordnete in drei Jahren denen, die gestern blutend neben ihren toten Kameraden lagen und womöglich für den Rest ihrer Tage behindert bleiben? Etwa: Wir haben bewirkt, dass der afghanische Präsident einigermaßen unbehelligt dem Rat der größten Drogenbarone vorsitzen kann? Oder banaler noch: Wir sind inzwischen abgezogen? Wer strategisch nicht mehr vorzuweisen hat, darf von anderen nicht verlangen, dass sie Leib und Leben riskieren. Regierung und Parlament aber laufen große Gefahr, genau das zu tun.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Neue Osnabrücker Zeitung
Weitere Storys: Neue Osnabrücker Zeitung
  • 15.04.2010 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar zu Konjunktur

    Osnabrück (ots) - Chancen nutzen Radikal sparen, weniger Subventionen, keine massive Senkung der Einkommensteuer ab dem Jahr 2012: Das Frühjahrsgutachten der führenden Wirtschaftsinstitute enthält schmerzhafte Empfehlungen. Aber sie zielen fraglos in die richtige Richtung. Parlament und Regierung sind gut beraten, den vorgeschlagenen Weg zu beschreiten. Die meisten Bürger dürften ihnen dabei politisch folgen. Wichtig ist nur, das soziale Augenmaß nicht zu verlieren. ...

  • 14.04.2010 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar zu Verkehr / Straßenschäden

    Osnabrück (ots) - Politisches Theater Peter Ramsauer rühmt sich, weil er Geld zur Verfügung stellt, um kaputte Autobahnen und Bundesstraßen zu reparieren. Länder und Kommunen klagen, dass sie von diesem Geld nichts abbekommen. Jeder Autofahrer kann angesichts eines solchen Schauspiels nur den Kopf schütteln. Es ist nun mal die Pflicht des Bundesverkehrsministers, für den ordnungsgemäßen Zustand von ...

  • 14.04.2010 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar zu Theater / Architektur

    Osnabrück (ots) - Strahlkraft, nein danke! Rund 50000 Kölner haben den Abriss ihres Schauspielhauses verhindert. Der Streit um das Für und Wider reichte bis in die Führung des Theaters: Der Opernchef Uwe Eric Laufenberg wollte den Abriss, Schauspielintendantin Karin Beier den Erhalt. In Köln wird nach dem Beschluss sicher immer noch weitergestritten. Aber die Entscheidung wirkt auch außerhalb der ...