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NOZ: Lehrer warnen nach Vergewaltigung von Mülheim: Deutschland ist auf gewalttätige Schüler nicht vorbereitet

Osnabrück (ots)

Lehrer warnen nach Vergewaltigung von Mülheim: Deutschland ist auf gewalttätige Schüler nicht vorbereitet

Lehrerverbandschef Meidinger: "Wir haben vergleichbare Fälle, wo wenig passiert"

Osnabrück. Der Deutsche Lehrerverband warnt, dass das Bildungssystem auf gewalttätige Schüler wie jene aus Mülheim an der Ruhr, die eine Frau vergewaltigt haben sollen, nicht vorbereitet sei. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger, es sei richtig, die Schüler zunächst vom Unterricht auszuschließen. "Die nächste Frage ist: Sind unsere Schulen darauf vorbereitet, mit solchen Kindern und Jugendlichen dauerhaft umzugehen?" Da sehe es schlecht aus, erklärte Meidinger. "Eigentlich bräuchte es eine ganztägige Eins-zu-eins-Betreuung, etwa in einem darauf spezialisierten Internat. Da gibt es aber in Deutschland viel zu wenige solche Einrichtungen."

Meidinger geht davon aus, dass die öffentliche Aufmerksamkeit im Fall Mühlheim so groß sei, dass Land oder Kommune handeln und etwa Betreuungsplätze suchen und finden würden. "Wir haben aber vergleichbare Fälle, wo wenig passiert."

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Lehrerverband warnt vor Fokus auf Schuleschwänzen bei Fridays for Future

Verbandspräsident Meidinger: Sollte es dabei bleiben, glaube ich nicht, dass die Bewegung eine Zukunft hat

Osnabrück. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes kritisiert den Fokus der Schülerbewegung "Fridays for Future" aufs Schuleschwänzen. Gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Heinz-Peter Meidinger: "Das Fernbleiben vom Unterricht hat viel mediale Aufmerksamkeit erregt. Sollte es dabei bleiben, glaube ich nicht, dass die Bewegung eine Zukunft hat." Er wünsche sich, dass sich junge Leute dauerhaft in der Gesellschaft engagierten, sagte Meidinger. Für die Aktivisten gebe es "genügend Handlungsoptionen, was sie an ihrer eigenen Schule, in ihrem eigenen Umfeld, in ihrem persönlichen Handeln für den Umweltschutz und ihre Zukunft tun können. Das hat dann auch mit Glaubwürdigkeit zu tun."

Dauerhaftes Fehlen könne zudem keine Schule akzeptieren. "In solchen Fällen muss es der Schule freigestellt sein, zu Ordnungsmaßnahmen zu greifen", forderte Meidinger. "Ansonsten werden schulische Regeln nicht mehr ernst genommen." Der Chef des Lehrerverbandes erklärte: "Es ist ja auch widersinnig, wenn sich Schüler einerseits auf die Brust klopfen und als mutig darstellen, weil sie dem Unterricht fernbleiben, und auf der anderen Seite über die daraufhin erteilten Verweise jammern."

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