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UDE-Erfindung an Airbus Helicopters verkauft: Notschwimmsystem für Hubschrauber

UDE-Erfindung an Airbus Helicopters verkauft: Notschwimmsystem für Hubschrauber
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UDE-Erfindung an Airbus Helicopters verkauft

Notschwimmsystem für Hubschrauber

Hubschrauber für einen Brand im Triebwerk und für eine Notwasserung nach aktualisierten Vorschriften zu rüsten, war das Ziel des 2022 gestarteten Vorhabens EvoS-BraWa*. Die Forschung übernahm ein Team der Universität Duisburg-Essen in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Airbus Helicopters. Mit Erfolg: Den Ingenieur:innen ist es gelungen, neuartige Schwimmkörper für die Bestückung der Helikopter mit Notschwimmsystemen zu entwickeln. Die Rechte an der Erfindung und das darauf basierende Patent verkauft die Universität nun an Airbus Helicopters.

Die Erfindung war notwendig geworden, nachdem die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA) ihre Regularien zu Notschwimmsystemen verschärft hatte. Mit diesen müssen Hubschrauber für den Fall einer Notwasserung ausgestattet sein, um Stabilität in schwerer See sicherzustellen und Strukturversagen zu vermeiden. Während bis 2021 nur nachgewiesen werden musste, dass ein notgewasserter Helikopter mit dem angebrachten Notschwimmsystem stabil in regelmäßigen Wellen schwimmt, verlangen die Vorschriften nun, dass die Schwimmstabilität durch Modellversuche in unregelmäßigen Wellen bei Seegangstärke 6 nachgewiesen werden muss.

Die Ingenieur:innen am Institut für Nachhaltige und Autonome Maritime Systeme (INAM) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben im Rahmen eines vom Bayerischen Wirtschaftsministerium geförderten Forschungsvorhabens die Schwimmstabilität eines Helikopters dementsprechend untersucht. Das INAM ist auf Fluid-Strukur-Wechselwirkung im maritimen Kontext spezialisiert. Dabei ist es dem Team um Prof. Bettar O. el Moctar gelungen, neuartige Schwimmkörper für das Notschwimmsystem zu entwickeln.

„Im Gegensatz zu den gebräuchlichen Systemen gewährleistet unsere Erfindung auch bei rauem Seegang genügend Kentersicherheit. Die Kenterwahrscheinlichkeit konnte auf unter ein Prozent verringert werden“, so el Moctar. Gemäß EASA gilt Schwimmstabilität als nachgewiesen, wenn eine Kenterwahrscheinlichkeit von drei Prozent mit intakten Schwimmkörpern bzw. 30 Prozent mit einem beschädigten Schwimmkörper nicht überschritten wird. Darüber hinaus wurden Simulationsverfahren zur Berechnung von Stoßlasten und Bewegungsverhalten von Hubschraubern in Wellen entwickelt und validiert.

Mit Unterstützung von PROvendis, der Patentvermarktungsgesellschaft für die Hochschulen in NRW, hat die UDE nun die Rechte an der Erfindung sowie an der darauf basierenden Patentanmeldung an Airbus Helicopters verkauft. Das Unternehmen will die Technologie nun weiterentwickeln und auf den Markt bringen.

*Die Projektleitung hat Airbus Helicopters, zweiter Projektpartner ist das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt e. V. (DLR)

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Bettar O. el Moctar, Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Tel. 0203/379-2539, ould.el-moctar@uni-due.de

Redaktion: Cathrin Becker, Tel. 0203/37 9-1488, cathrin.becker@uni-due.de

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