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Kölner Zoodirektor Theo Pagel hält Jagdquote für Wölfe für unvermeidlich -Präsident des Weltzooverbandes: In Gebieten mit viel menschlicher Besiedlung wird es mehr Konflikte geben

Köln. (ots)

Der Kölner Zoodirektor Theo Pagel hält es für unvermeidlich, dass die wachsende Wolfpopulation in Deutschland auf absehbare Zeit von Jägern dezimiert werden muss. "Früher oder später wird man auch in Deutschland Jagdquoten für Wölfe einführen müssen. Das sage ich jetzt sogar als Zoodirektor"", erklärt Theo Pagel im Podcast "Talk mit K" des "Kölner Stadt-Anzeiger" und in der Donnerstag-Ausgabe (Donnerstag). "Sonst lernt der Wolf nicht, sich vom Menschen fernzuhalten." Es sei ein "schwieriges Unterfangen", die Interessen von Wolfs-Befürwortern und betroffenen Schafzüchtern, deren Tiere von Wölfen gerissen werden, unter einen Hut zu bringen. Rotwild dürfe in Deutschland auch nur in bestimmten Bereichen leben, weil es sonst zu große Waldschäden verursache. Theo Pagel, der als Präsident der World Association of Zoos and Aquaria (WAZA) an der Spitze des Dachverbands aller wissenschaftlich geführten Zoos der Welt steht, weist darauf hin, dass es andere Länder gibt, die seit Jahrhunderten mit Wölfen leben: "Wir haben vergessen, wie man mit Wölfen lebt. In Gebieten mit viel menschlicher Besiedlung wird es mehr Konflikte geben." Er sei "gespannt, was passiert, wenn ein Wolf mal ein Rennpferd im Wert von zwei Millionen Euro reißen sollte. Dann haben wir das Abschuss-Thema sofort auf dem Tisch."

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