ARD-Koproduktion "Vaterland" eröffnet das 43. Münchner Filmfest
ARD mit 24 Filmen beim diesjährigen Festival vertreten
München (ots)
Das Münchner Filmfest wird in diesem Jahr mit der Deutschlandpremiere von "Vaterland", einer Koproduktion mit dem BR und ARTE, eröffnet. Der Film von Regisseur Pawel Pawlikowski ist gerade auf dem Festival de Cannes ausgezeichnet worden. Erzählt wird die Reise des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann (Hanns Zischler) und seiner Tochter Erika (Sandra Hüller) durch das geteilte Deutschland im Jahr 1949 anlässlich der Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag Goethes.
Beim Filmfest München läuft der Film in der Reihe Wettbewerb CineCoProebenso wie zwei weitere ARD-Koproduktionen: "Titanic Ocean" (BR/ARTE) war ebenfalls in diesem Jahr in Cannes zu sehen. Im Mittelpunkt des Films der Regisseurin Konstantina Kotzamani steht das schillernde Teenager-Universum eines speziellen Internats, das Mädchen zu professionellen Meerjungfrauen ausbildet. Die 17-jährige Akame (Arisa Sasaki) findet ihre Sirenenstimme, entdeckt ihre erste Liebe und erlebt eine Metamorphose. In ihrem Dokumentarfilm "Noga" (rbb) zeichnen Jono und Benji Bergmann ein intimes Porträt der israelischen Sängerin Noga Erez zwischen privaten und beruflichen Herausforderungen.
Im Wettbewerb CineMasters steht die WDR-Koproduktion "Von Scham und Geld"über die bedrückende Situation einer Familie im ländlichen Kosovo, die gezwungen ist, in die Großstadt zu ziehen, nachdem ein Familienmitglied heimlich alle Kühe verkauft und sich mit dem Geld ins Ausland abgesetzt hat. Der Film von Regisseur Visar Morina hat auf dem diesjährigen Sundance Festival den Grand Jury Prize: Dramatic gewonnen.
Das Spotlightzeigt den Dokumentarfilm "Simon Messner - Aus dem Schatten", eine Koproduktion mit SWR und BR, über eine Expedition von Reinhold Messners Sohn Simon.
"Die miserable Mutter" (WDR), eine musikalische Komödie von Susanne Heinrich über andere Umstände - mit Feen, sprechenden Babys und einem himmlischen Kinderchor, ist eine von insgesamt fünf ARD-Koproduktionen, die in der Reihe Neues Deutsches Kino zu sehen sein werden. Alle Filme werfen einen kritischen und vielstimmigen Blick auf unsere Gesellschaft, was sie zusammenhält und was sie auseinandertreibt.
Für die Reihe Neues Deutsches Fernsehen wurden insgesamt 16 Filme und Serien ausgewählt; davon sind11 ARD-Koproduktionen. Die ARD zeigt mit diesem starken Auftritt, dass sie bei Fernsehserien und -Filmen made in Germany qualitativ und innovativ tonangebend ist. Zahlreiche Serien, wie etwa "Selling Sex" (ARD Degeto Film) von Miriam Dehne und Marie Christin König, wurden für ein streamingaffines junges Publikum produziert und werden das Angebot der ARD Mediathek in diesem Jahr bereichern. Zudem präsentiert das Filmfest out of competition den "Tatort: Zwischenwelten" (BR) mit dem neuen Ermittlerteam aus München, gespielt von Carlo Ljubek und Ferdinand Hofer (Regie: Katharina Bischof).
Zwei ARD-koproduzierte Kinderfilme im Wettbewerb CineKindl zeigen, dass die ARD auch für die jungen Filmfans Bewegendes und Nachdenkliches zu bieten hat: "Das Geheimnis der gestohlenen Maske" (MDR/SWR/WDR/hr/KiKA/BR/rbb) von Nancy Mac Granaky-Quaye und "Heute heißen alle Sorry" (hr/KiKA) von Frederike Migom.
Das Münchner Filmfest ist ein Publikumsfest. Für alle Kino-Begeisterten, die diesen Sommer-Kinoevent nicht vor Ort miterleben können,gibt es das ARD SommerKino. Die beliebte Reihe mit nationalen und internationalen Kino-Highlights startet am 13. Juli mit Marc Rothemunds Erfolgsfilm "Wochenendrebellen". In den Hauptrollen sind Florian David Fitz, Cecilio Andresen u. v. a. zu sehen.
Übersicht ARD-Koproduktionen auf dem 43. Münchner Filmfest:
Wettbewerb CineMasters Von Scham und Geld (WDR) Drehbuch: Visar Morina, Doruntina Basha / Regie: Visar Morina Wettbewerb CineCoPro Vaterland (BR/ARTEARTE) Drehbuch: Pawel Pawlikowski, Henk Handloegten Regie: Pawel Pawlikowski Titanic Ocean (BR/ARTE) Drehbuch und Regie: Konstantina Kotzamani Noga (rbb) Drehbuch und Regie: Jono und Benji Bergmann Spotlight Simon Messner - Aus dem Schatten (SWR/BR/Sky-Dokumentarfilm) Drehbuch: Veronika Kaserer, Georg Tschurtschenthaler Regie: Veronika Kaserer Neues Deutsches Kino Die miserable Mutter (WDR) Drehbuch und Regie: Susanne Heinrich Drei Kameradinnen (SWR/WDR/BR) Drehbuch und Regie: Milena Aboyan Morgen war Krieg (WDR) Drehbuch und Regie: Nicolas Ehret Hiddensee (rbb) Drehbuch und Regie: Annekatrin Hendel Rebecca Horn: Die Seele der Dinge (hr) Drehbuch und Regie: Claudia Müller Neues Deutsches Fernsehen Selling Sex (ARD Degeto Film) Drehbuch und Regie: Miriam Dehne, Marie Christin König Blackbird (hr) Drehbuch: David Ungureit / Regie: Max Zähle Chamäleon (SWR) Drehbuch: Frédéric Hambalek / Regie: Dustin Loose Das Vergessen (ARD Degeto Film/ORF) Creators: Timo Lombeck, Marcel Kawentel, Rebekka Reuber Regie: Daniel Geronimo Prochaska, Johanna Moder Der unsichtbare Zeuge (ARD Degeto Film/ORF) Drehbuch: Peter Kocyla / Regie: Alexander Dierbach Ein Ort, der sich zuhause nennt (ARD Degeto, SWR, hr, ORF) Drehbuch: Astrid Ruppert / Regie: Alexander Dierbach Eine Nacht in Bangkok (NDR) Drehbuch: Sathyan Ramesh / Regie: Rainer Kaufmann Elodie (NDR) Buch: Esther Bernstorff / Regie: Nicole Weegmann Gnadenlos gegen das Gesetz (ARD Degeto Film/ORF) Drehbuch: Umut Dag / Creators: Sven S. Poser, Christian Friedrichs Mimi und ich (WDR/SWR) Drehbuch: Elke Rössler / Regie: Milena Aboyan) Ritus (ARD Degeto Film, hr) Drehbuch: Jonathan B. Behr / Creators: Viola M. J. Schmidt, Maximilian Baumgartner Tatort: Zwischenwelten (BR) - out of competition Drehbuch: Stefan Holtz, Florian Iwersen / Regie: Katharina Bischof Wettbewerb CineKindl Das Geheimnis der gestohlenen Maske (MDR/SWR/WDR/hr/KiKA/BR/rbb) Drehbuch: Anna Maria Praßler, Eva Lezzi / Regie: Nancy Mac Granaky-Quaye Heute heißen alle Sorry (hr/KiKA) Drehbuch: Frederike Migom, Daniel Lambo / Regie: Frederike Migom
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