Neue Westfälische (Bielefeld)

Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Wieder Antibiotika in Mastbetrieben gefunden Gefahr für die Menschen PETER JANSEN, DÜSSELDORF

03.07.2012 – 19:50

Bielefeld (ots)

Was die Kontrolleure des Landesumweltamts in 26 Geflügelmastbetrieben entdeckt haben, ist geeignet, den Appetit auf Putenschnitzel und halbe Hähnchen dauerhaft zu vergällen. Viele Mäster mischen dem Trinkwasser der Tiere Antibiotika bei, als habe es die kritische Diskussion nach den ersten Alarmrufen im vorigen Jahr nicht gegeben. Der Verdacht steht unwiderlegt im Raum, dass es bei dem massenhaften Medikamenteneinsatz nicht um die Heilung von ausgebrochenen Krankheiten geht, sondern dass mit diesen Mitteln die Mastdauer verkürzt und der Profit gesteigert werden soll. Die Versicherung, dass im Fleisch der behandelten Tiere keine Rückstände nachzuweisen sind und ihr Verzehr deshalb unbedenklich ist, kann nicht wirklich beruhigen. Durch die flächendeckende Gabe von Antibiotika wird die Bildung resistenter Bakterien gefördert, Keime, die auf die Behandlung mit Antibiotika nicht mehr ansprechen. Hierin liegt die große Gefahr für die Menschen. Bund und Länder dürfen das Problem nicht länger vernachlässigen. Sie müssen die Regeln für den Einsatz der Arzneimittel verschärfen und deren Einhaltung strikt kontrollieren.

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