POL-PDWIL: Verkehrsunfallbilanz der Polizeiinspektion Daun 2024
Daun (ots)
Der Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Daun mit der Polizeiwache Gerolstein umfasst die Verbandsgemeinden Daun, Gerolstein und Kelberg. Die Gemeinden Nitz, Drees, Kirsbach, Brücktal und Welcherath (VG Kelberg) werden durch die Polizeiinspektion Adenau betreut. Die Orte Birgel, Esch, Feusdorf, Gönnersdorf, Hallschlag, Jünkerath, Kerschenbach, Lissendorf, Ormont, Reuth, Scheid, Schüller, Stadtkyll und Steffeln, früher Obere Kyll, zwischenzeitlich VG Gerolstein liegen im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Prüm. Im Bereich der PI Daun und der Polizeiwache Gerolstein ereigneten sich 2024 insgesamt 2442 Unfälle, 26 Unfälle weniger als im Jahr 2023 (2468 VU). Die Zahl der Unfälle mit Personenschäden stieg von 178 im Jahr 2023 auf 190 im Jahr 2024. Der größte Teil der Verkehrsunfälle bildet der Bereich der Sachschadenunfälle. In diesen Bereichen kam es nur zu Blechschäden (2252/92%). Weiterhin sank die Zahl der Wildunfälle gegenüber dem Vorjahr 2023 von 1068 auf 1046 im Jahr 2024. Die Zahl der Unfälle mit tödlich verletzten Personen fiel von sechs Unfällen im Jahr 2023 auf zwei Unfälle im Jahr 2024. Die Zahlen der Unfälle mit Schwerverletzten sank von 54 auf 41, die Unfälle mit Leichtverletzten stieg von 118 auf 147 Unfälle. Bei den zwei Getöteten handelte es ich um einen Motorradfahrer und einen PKW Fahrer. 1. PKW Fahrerin geriet aus bislang unbekannter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte frontal mit einem Baum und wurde dabei tödlich verletzt. 2. PKW Fahrerin übersah beim Linksabbiegen den bevorrechtigten Motorradfahrer und kollidierte mit diesem. Der Motorradfahrer verstarb im Krankenhaus.
Häufigste Unfallursachen
Bei den Unfällen mit Personenschäden ist die "nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit"- überwiegend außer Orts mit 35% - immer noch die häufigste Unfallursache, gefolgt von "Abbiegen/Wenden und Rückwärtsfahren" mit 15% und der "Verkehrstüchtigkeit" (Alkohol/Drogen/Übermüdung/ sonstige körperliche oder geistige Mängel) mit 13% und "Vorfahrt/Vorrang" mit 9%. Die häufigste Unfallursache bei den Unfällen mit Sachschäden werden beim "Abbiegen/Wenden/Rückwärtsfahren" mit 19%, die "nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit" mit 9% und der "Abstand" mit 9% verzeichnet. Die Unfallursache Alkohol ist mit 27 Unfällen gegenüber 2023 mit 32 Unfällen leicht gesunken. Bei diesen Unfällen gab es vier Unfälle mit schwerverletzten und sieben Unfälle mit leichtverletzten Personen. Die Unfallursache Fahren unter Drogeneinfluss liegt bei drei Unfällen, wobei bei zwei Unfällen Personen leicht verletzt wurden. Bei den Unfällen unter Medikamenteneinfluss waren zwei Unfälle zu verzeichnen, wobei niemand verletzt wurde. Kinderunfälle Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kinderbeteiligung ist gegenüber dem Vorjahr (2023/14 Unfälle) auf acht Unfälle gesunken. Bei diesen Unfällen wurden sechs Kinder leicht verletzt. Weiterhin ereigneten sich zwei Schulwegunfälle, wobei sich ein Kind leicht verletzte. 1.Ein Busfahrer musste in einer Linkskurve den Bus nach links lenken, da dort am rechten Fahrbahnrand PKWs parkten. Dabei sei er so schnell gefahren, dass ein Kind, rechts von ihrem Sitz fiel und sich leicht verletzte. 2.Der Busfahrer touchierte eine Mauer, hierbei wurde keine Person verletzt.
Anzahl der Verkehrsunfälle mit jungen Autofahrern und Autofahrerinnen (18 - 24 Jahren ) gleich geblieben Die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung der jungen Autofahrer und Autofahrerinnen ist wie im Jahr zuvor gleichbleibend hoch. In 2023 betrug die Anzahl 450 Unfälle und 2024 waren 446 Unfälle zu verzeichnen. Es gab 49 Unfälle mit Personenschäden wobei insgesamt 51 Personen verletzt wurden. Es wurde keine Person getötet, acht Personen wurden schwer verletzt und 43 Personen wurden leicht verletzt. Die Risikogruppe wird zu einer verkehrssicheren Teilnahme am Straßenverkehr angehalten. Vorträge zum Thema "Alkohol und Drogen" im Straßenverkehr und Verkehrssicherheitstage an Gymnasien werden durchgeführt. Die Erfahrungen aus dem begleitenden Fahren wirken sich positiv auf das Unfallgeschehen und die allgemeine Teilnehme am Straßenverkehr aus, hier gab es 2024 keinen Unfall.
Zahl der Verkehrsunfälle mit Senioren und Seniorinnen ist wieder gestiegen (Verkehrsteilnehmer ab 65 Jahren) Autofahren bedeutet für jeden mobil und unabhängig zu sein. Dies gilt insbesondere für Senioren, da sie vor allem in ländlichen Gebieten auf das Auto angewiesen sind. Denn nur wer mobil ist kann weiter Kontakte pflegen, sich selbst versorgen und verreisen. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Senioren ist von 452 in 2023, auf 465 Unfälle in 2024 gestiegen. Dies entspricht einem Gesamtanteil von 19%. Bei den Verkehrsunfällen mit Personenschäden ab 65 Jahren gab es einen Unfall mit einer getöteten Person, 15 Unfälle mit Schwerverletzten und 39 Unfälle mit Leichtverletzten. Die Hauptunfallursache bei den Senioren waren "Fehler beim Wenden und Rückwärtsfahren" mit 79 Unfällen, "ungenügender Sicherheitsabstand" mit 51 Unfällen und die "nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit" mit 25 Unfällen. Durch Veranstaltungen in diesem Bereich, z.B. "Verkehrssicherheitstage für Senioren", werden die Senioren ersucht, zusammen mit einem Fahrlehrer, sich selbst zu überprüfen und festzustellen, ob eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr noch möglich ist oder ob es sinnvoll erscheint, auf Alternativen umzusteigen oder Fahrdienste in Anspruch zu nehmen. Das Interesse an diesen Veranstaltungen war und ist noch immer groß, so dass weitere Veranstaltungen geplant sind. Dabei wird versucht, das bereits vorhandene theoretische- und praktische Wissen der älteren Verkehrsteilnehmer etwas aufzufrischen. Ziel ist es, den Senioren, die weitere sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu ermöglichen.
Anzahl der Motorradunfälle gestiegen
Gerade im Frühjahr und in den Sommermonaten erfährt das Fahren mit dem motorisierten Zweirad immer größerer Beliebtheit. Dass bei diesen Unfällen meist größere Personenschäden davongetragen werden, liegt in der Natur der Sache, trübt aber auch die Freude am Fahren. Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Motorradfahrern mit amtlichen Kennzeichen ist von 56 Unfällen im Jahr 2023 auf 65 Unfälle im Jahr 2024 gestiegen. Dabei kam bei einem Unfall ein Motorradfahrer ums Leben, bei 16 Unfällen wurden Personen schwer verletzt und bei 32 Unfällen wurden Personen leicht verletzt. Die Hauptursache war mit 28 Verkehrsunfällen die meist überhöhte Geschwindigkeit gepaart mit Unerfahrenheit auf den meist hoch motorisierten Maschinen. Auch dieser Risikogruppe begegnet die Polizei mit verschärften Kontrollen, aber auch mit ganzjährigen Präventivmaßnahmen der PD Wittlich so z. B. "Motorradfahren in der Eifel - aber sicher". Die jährliche Veranstaltung "Motorradsymposium" wurde 2024 in Hillesheim/Wiesbaum durchgeführt. Während der Motorradsaison finden Seitens der Polizeiinspektion Daun wiederkehrend an spezifischen Örtlichkeiten allgemeine Motorradkontrollen statt. Zudem wurde ein Konzept erarbeitet in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Adenau für eine Präventionsveranstaltung, welche explizit junge Motorradfahrer und Motorradfahrerinnen anspricht. Die Veranstaltung wurde im September 2024 durchgeführt und fand großen Zuspruch, so dass in 2025 eine weitere Veranstaltung durchgeführt werden soll.
Anzahl der Fahrradunfälle/Pedelecunfälle gestiegen Die Zahl der Pedelec bis 25km/h erfreut sich immer größerer Beliebtheit nicht nur ältere Menschen, sondern auch viele junge Menschen nutzen dieses "Fahrrad". Es ermöglicht ohne großen Kraftaufwand größere Strecken zu überwinden. Jedoch unterschätzen viele die Geschwindigkeit und überschätzen ihr Fahrkönnen. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Radfahrern ist gegenüber dem Vorjahr 2023 von 16 Unfällen auf 30 Verkehrsunfälle in 2024 gestiegen. Dabei gab es 10 Unfälle mit Fahrrädern und vier Unfälle mit Pedelecs. Insgesamt wurden sechs Personen schwer verletzt und 19 Personen leicht verletzt.
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