POL-PDMY: Die Polizeiinspektion Mayen veröffentlich die Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2024
Mayen (ots)
Verkehrsunfallzahlen im Jahr 2024 moderat angestiegen
-Anstieg der Verkehrsunfälle mit Personenschäden um 0,5 %. -Insgesamt 4 tödliche Verkehrsunfälle. -Abnahme der Verkehrsunfälle unter Beteiligung der Risikogruppe Junge Fahrer um 8,1%. -Zunahme der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Senioren um 12 %.
Strukturdaten:
Durch den Dienstbezirk der Polizeiinspektion Mayen, zu dem die Stadt Mayen mit Ortsteilen, die Verbandsgemeinden Mendig, Maifeld und ein Teil der Verbandsgemeinde Vordereifel gehören, verläuft ein Straßennetz von 320,6 km. Hiervon sind 54,7 km Bundesstraßen, 131,3 km Landstraßen und 134,6 Kreisstraßen.
Gesamtüberblick:
Im Dienstgebiet der Polizeiinspektion Mayen wurden durch die Polizeibeamtinnen und -beamten im Kalenderjahr 2024 2369 Verkehrsunfälle aufgenommen. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 2,7 %.
Unfälle mit Personenschäden:
Im Jahr 2024 stieg die Anzahl von Verkehrsunfällen mit Personenschäden geringfügig an. Während im Jahr 2023 insgesamt 215 Verkehrsunfälle mit Personenschäden (2 tödlich Verletzte, 26 Schwerverletzte, 187 Leichtverletzte) registriert wurden, waren es im Jahr 2024 insgesamt 216 (4 Getötete, 23 schwerverletzt, 189 leichtverletzt). Dies bedeutet in der Summe einen Anstieg der Unfallzahlen um 0,5 %. Im Jahr 2024 gab es 4 Verkehrsunfälle mit tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmern. Ein örtlicher oder gefahrenbegründender Sachzusammenhang bestand zwischen den jeweiligen Verkehrsunfallstellen nicht. Die Zahl der bei den Verkehrsunfällen verunglückten Personen fiel leicht von 276 im Jahr 2023 auf 269 im Jahr 2024.
Rauschunfälle:
Bei den Verkehrsunfällen mit der Unfallursache "berauschende Mittel" konnte die Polizei einen Rückgang um 13,6 % feststellen. Alkoholbedingte Unfälle (2023:37 / 2024:30). Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss (2023:10 / 2024: 9).
Risikogruppe junge Fahrer:
Bei den jüngeren Verkehrsteilnehmern im Alter von 18-24 Jahren kam es zu einem Rückgang der Gesamtunfallzahlen um 8,1 %. An insgesamt 451 Verkehrsunfällen waren junge Fahrer beteiligt, hierbei in 71,6% der Fälle als Hauptverursacher. Bei den Unfällen dieser Risikogruppe senkte sich die Zahl der Unfälle mit Personenschäden von 56 im Jahr 2023 auf 51 im Jahr 2024; diese Verkehrsunfälle hatten 1 getötete, 3 schwerverletzte sowie 44 leicht verletzte junge Fahrende zur Folge.
Risikogruppe Kinder:
Die Risikogruppe Kinder verzeichnete im Kalenderjahr 2024 einen Rückgang der Verkehrsunfallzahlen von 25 auf 20 Unfallbeteiligte. 11 Kinder wurden bei den Unfällen leicht verletzt; schwerwiegendere Verletzungen blieben glücklicherweise aus. In 75 % der Fälle wurden die Kinder als Hauptunfallverursacher festgestellt.
Risikogruppe Senioren (über 75 Jahre):
Im Fokus der Öffentlichkeit steht nach wie vor die Beteiligung von älteren Verkehrsteilnehmern am Straßenverkehr. Im Jahr 2024 stiegen die Unfallzahlen in dieser Gruppe um 12 % an. Bei 214 Unfällen, mit Beteiligung von Personen über 75 Jahren, wurden 1 Person tödlich, 4 Personen schwer und 5 Menschen leichtverletzt. In dieser Risikogruppe wurden in 72,4% der Verkehrsunfälle die Senioren als Hauptverursacher festgestellt.
Verkehrsunfallfluchten:
Die Zahl der Verkehrsunfallfluchten ist im Jahr 2024 signifikant um 9,2 % gesunken. Wurden 2023 insgesamt 476 Unfälle mit Fahrerflucht gemeldet, so waren es 2024 insgesamt 432 Fälle. Bei den in 2024 angezeigten Verkehrsunfallfluchten wurden insgesamt 28 Verkehrsunfälle mit verletzten Personen registriert. 198 der flüchtigen Unfallverursacher konnten im Jahr 2024 ermittelt werden. Dies entspricht einer Aufklärungsquote von 45,8 %. Neben den Schadensersatzforderungen und Leistungseinschränkungen von Versicherungen wird in jedem Fall geprüft, ob der/die Flüchtige weiterhin geeignet ist, Kraftfahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr zu führen. In diesen Fällen droht der Entzug der Fahrerlaubnis, sowie empfindliche Geldstrafen.
Hauptunfallursachen: -Ungenügender Sicherheitsabstand in 628 Fällen (2023/629), -gefolgt von Fehler beim Abbiegen/Wenden/Rückwärtsfahren in 588 Fällen (2023/626). -Nicht angepassten Geschwindigkeit in 153 Fällen (2023/163).
Verkehrsüberwachung:
Im Rahmen präventiver Kontrollmaßnahmen konnten folgende Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, sanktioniert werden: -Fahren unter Alkohol-/Drogeneinfluss, berauschender Mittel in 150 Fällen. -Fahren ohne Fahrerlaubnis ohne Unfallereignis in 77 Fällen. -Zudem erfolgten 27 Radar- und 58 Laserkontrollen an örtlichen Schwerpunkten oder Beschwerdestellen ortsansässiger Bürger.
Auch im Kalenderjahr 2025 wird die Polizeiinspektion Mayen, neben der allgemeinen Verkehrsüberwachung, spezialisierte Kontrollen durchführen. Diese Kontrollen orientieren sich an regionalen Schwerpunkten (bspw. Unfallhäufungsstellen) oder an besonderen Themen wie beispielsweise der Beeinflussung durch Alkohol oder Drogen, Fahrzeugtuning / -veränderungen oder aber auch der Geschwindigkeits-überwachung. Hierzu werden gesonderte Einsätze erfolgen. Unfallkommission Die bei den Verkehrsunfällen erhobenen Daten und getroffenen Maßnahmen dienen nicht nur dem Schutz zivilrechtlicher Ansprüche, der Ahndung von Ordnungswidrigkeiten und dem staatlichen Sanktionsanspruch bei dem Vorliegen von Straftaten, sondern auch der Verkehrssicherheitsarbeit. Nach einer Auswertung der erhobenen statistischen Daten wird zur Jahresmitte durch den Landesbetrieb Mobilität (LBM) zur sogenannten Unfallkommission eingeladen. Hier werden besondere Unfallhäufungspunkte oder - linien durch den LBM, die zuständigen Straßenverkehrsbehörden, die Straßenmeistereien und die zuständige Polizeiinspektion analysiert und Verbesserungsmaßnahmen am Straßenraum oder Maßnahmenpakete besprochen. Maßnahmen können beispielsweise intensivierte Kontrollmaßnahmen der Polizei, bessere Ausleuchtung von Straßenbereichen, Entfernen von Sichthindernissen, Erneuerung von Fahrbahnbelägen bis hin zur völligen Veränderung von Knotenpunkten (bspw. durch Anlegen eines Kreisverkehrsplatzes) sein.
Für weitere Fragen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Lothar Rink
Erster Polizeihauptkommissar
Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Mayen
Lars Brummer, PHK
Telefon: 02651-801211
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