Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf
BPOLI LUD: Mit dem Waffengesetz auf Kollisionskurs
Görlitz, BAB 4 (ots)
Als gestern Mittag ein polnischer Kraftfahrer (37) mit seinem Audi A6 die Grenzkontrollstelle auf der Stadtbrücke in Görlitz passierte, entdeckten die Einsatzkräfte zunächst ein auch als Schlagring zu verwendendes Messer. Dieses Messer hatte der 37-Jährige im Bereich der Mittelkonsole seines Pkw deponiert. Später wurden unter einer Matte im Kofferraum auch noch zwei polnische Kennzeichentafeln gefunden. Diese hatten polnische Behörden zur Fahndung ausgeschrieben. Sowohl das Messer als auch die Kennzeichen wurden sichergestellt.
Später am Abend, gegen 19.00 Uhr, machten Reisende im Görlitzer Bahnhof eine Streife der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf auf einen Mann aufmerksam, der gegen eine in der Unterführung aufgestellte Baustellenabsperrung getreten habe. Kurz darauf trafen die Uniformierten auf den Verdächtigen, der ihnen mehr oder weniger aggressiv begegnete. Auf Nachfrage teilte der polizeilich bereits in Erscheinung getretene 21-Jährige mit, dass er ein Messer in seiner Umhängetasche habe. Das verbotene Einhandmesser kassierten die Beamten daraufhin. Der in Görlitz Wohnende muss nun in dem Zusammenhang mit einem Bußgeldverfahren rechnen.
Zwar wurde bei einem anderen 37-jährigen aus Polen, der am Donnerstagmorgen mit seinem in der Schweiz zugelassenen Fahrzeug über die Autobahn bei Görlitz nach Deutschland einreiste, keine Waffe etc. gefunden, mit dem Waffengesetz hatte der Mann dafür aber in der Vergangenheit zu tun. Im Oktober des vergangenen Jahres hatte ihn nämlich das Amtsgericht Schwandorf wegen eines entsprechenden Vergehens verurteilt, dabei die Zahlung einer Geldstrafe i.H.v. 1.500,00 Euro angeordnet. Der Verurteilte reiste tatsächlich weiter, ohne seine Schulden vor Ort zu begleichen. Kurzfristig konnte er sich mit der Strafvollstreckungsabteilung bei der Staatsanwaltschaft Amberg auf Ratenzahlung einigen.
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