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Westfalenpost: Außer Kontrolle

Hagen (ots)

Unruhen in China - der soziale Kitt bröckelt
Von Jörg Fleischer
Mit roher Gewalt, Unterdrückung und Zensur hat Chinas Führung schon 
oft versucht, Unruhen in den Griff zu bekommen. Dabei musste um jeden
Preis der Eindruck aufrecht erhalten werden, die Staatsspitze habe 
die Lage im Griff.
Vor diesem Hintergrund muss die überraschende Absage des chinesischen
Präsidenten an den G8-Gipfel gesehen werden. Hu Jintao kehrte 
angesichts der blutigen Unruhen in der Uiguren-Region Xinjiang 
überstürzt nach Peking zurück. Diese Reaktion ist das ungewollte 
Eingeständnis dafür, dass die Situation außer Kontrolle geraten ist.
Wie in so vielen armen Provinzen des Riesenreiches gären die 
ethnischen Konflikte auch in der Uiguren-Region seit langem. Die ewig
gleiche, rabiate Linie der Behörden lautete: um jeden Preis den 
Deckel auf einem Topf zu halten, der unter Volldampf steht. Das 
konnte nicht gut gehen.
Die aufstrebende Wirtschaftsmacht China erlebt mehr und mehr die 
Erosion ihres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Der soziale Kitt 
bröckelt. Und die Machthaber in Peking können es nicht mehr 
verheimlichen.

Pressekontakt:

Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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