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Westfalen-Blatt: Das WESFTALNE-BLATT zum Thema Kindergeld

Bielefeld (ots)

Muss wirklich auch noch das Kindergeld so
kräftig erhöht werden? Reicht nicht der Freibetrag angesichts der 
Schulden, die der Staat schon hat? Das werden nicht nur die 
Haushaltspolitiker der Koalitionsparteien denken, auch manch Wähler 
wundert sich über die abzusehende Spendierfreude von Schwarz-Gelb.
Doch mit der Familienförderung in Deutschland ist es so eine Sache. 
Die Stellschrauben sitzen so dicht nebeneinander, dass keine ohne die
andere zu bewegen ist, wenn das Gebilde weiter zusammenhalten soll.
Die Erhöhung der Freibeträge begünstigt Bürger mit einer hohen 
Steuerlast, also Besserverdienende. Wer weniger Steuern zahlt, hat 
von dieser indirekten Förderung nicht viel. Also ist es nur gerecht, 
auch die direkten Leistungen zu erhöhen, sprich: das monatliche 
Kindergeld. Doch damit ist die Kettenreaktion nicht zu Ende. Denn 
Kinder von Hartz-IV-Empfängern würden selbst dabei leer ausgehen, 
weil Kindergeld auf die Sozialleistungen angerechnet wird. Also wäre 
konsequenterweise auch hier ein Zuschlag notwendig.
Klar ist: Viele solcher in sich stimmigen Paketlösungen werden die 
Koalitionäre nicht bezahlen können.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original content of: Westfalen-Blatt, transmitted by news aktuell

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