PM der TTG 06-2025 Bilanz und Ausblick: "Thüringen-Tourismus mit Rückenwind auf der ITB 2025"
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Pressemitteilung der Thüringer Tourismus GmbH, 27.02.2025
Tourismus-Bilanz: „Mit Rückenwind ins neue Jahr und auf die ITB“
Übernachtungen erreichen 2024 wieder 10-Millionen-Marke / Events und Erlebnisse bestimmen Tourismusgeschehen
Erfurt/Berlin, 27. Februar 2025. Der Tourismus in Thüringen ist auf Erfolgskurs. Laut Thüringer Landesamt für Statistik wurden im Freistaat erstmals seit dem Rekordjahr 2019 wieder über 10 Millionen Übernachtungen gezählt. Damit knüpft das Reiseland an seine Bestmarke aus der Zeit vor der Pandemie an und bestätigt seinen Stellenwert als attraktives Reiseziel. Mit einem Wachstumsplus von 1,8 Prozent liegt es knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 1,9 Prozent, jedoch an erster Stelle im Mitteldeutschen Raum. Nächste Woche präsentiert es sich auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB) und wirbt nicht nur mit Deutschlands größter Bauernkriegsschau, sondern mit einem neuen Kulturjubiläum sowie seinen Parks und Gärten. In Thüringen laufen indes die Arbeiten an einer neuen Tourismusstrategie.
Bereits das dritte Mal in Folge präsentiert sich Thüringen auf der weltweit führenden Tourismusfachmesse ITB am Gemeinschaftsstand der Deutschen Zentrale für Tourismus e.V. im HUB27, Nummer 201. Vom 4. bis 6. März sind sieben regionale Tourismus-Partner gemeinsam mit der Thüringer Tourismus GmbH (TTG) vor Ort, um das nationale und internationale Fachpublikum zu begeistern. „Dabei ist das Kulturreiseland Deutschland mit einem Übernachtungsrekord in 2024 so beliebt wie nie und die Entscheidung, Thüringen unter diesem werbewirksamen Dach zu vermarkten nur folgerichtig“, erklärt der Geschäftsführer der Thüringer Tourismus GmbH, Christoph Gösel, im Vorfeld der Messe.
2026 wird Garten- und Theaterjahr
Im Fokus der Bewerbung stehen die im April 2026 startende Thüringer Landesgartenschau sowie der 200.Geburtstag des Meininger Herzogs Georg II am 2. April 2026 mit seinen Errungenschaften für die heutige Film- und Theaterwelt. Unterstützt wird die circa 50-quadratmetergroße Thüringen-Präsentation durch langjährige Mitaussteller wie der Erfurt Tourismus und Marketing GmbH, der Weimar GmbH, der Wartburg Stiftung in Kooperation mit Eisenach, dem Regionalverbund Thüringer Wald e.V., dem Tourismusverband Altenburger Land e.V., dem Flughafen Erfurt-Weimar und der Friedenstein Stiftung Gotha. Neben Thüringen präsentieren sich auch Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern am Deutschland-Stand. Mit jährlich circa 5.500 Austellern und rund 100.000 Teilnehmern aus 170 Ländern gilt die ITB als größte Fachmesse der globalen Tourismusbranche.
Events als Gäste-Garant
„Wir gehen mit viel Rückenwind auf die ITB und ins neue Tourismusjahr“, sagt Thüringens Tourismus-Chef. Trotz weniger angebotenen Schlafgelegenheiten (-0,4%) ist sowohl die Auslastung als auch das Übernachtungsaufkommen in den Thüringer Beherbergungsbetrieben gestiegen. Die Aufenthaltsdauer liegt weiterhin bei 2,6 Tagen und damit genau im Bundesdurchschnitt. „Das deutet insgesamt auf eine verbesserte Nachfrage im Thüringer Tourismus hin.“ Hervorzuheben sei auch das deutliche Wachstum in mehreren Regionen, allen voran in den Städten Erfurt (+9%) und Weimar (+8,7%): „Das unterstreicht Thüringens Stellenwert als Reiseziel für Kultur- und Städtereisende. Erfurt profitiert sichtlich vom neuen Welterbetitel der UNESCO, während Weimar durch die Fußball-EM mehr Gäste begrüßen konnte“, ordnet Christoph Gösel das Tourismusgeschehen ein.
Ein weiterer Gewinner ist das Eichsfeld (+7,1%), das mit einem Plus von rund 25.000 Übernachtungen und 11.500 Ankünften Bilanz zieht – viele davon dürften auf den Deutschen Wandertag zurückzuführen sein, der im September 2024 in der Region stattfand. Besonders erfreulich: Erfurt und das Eichsfeld übertrafen im Tourismusjahr 2024 sogar das Übernachtungsniveau von 2019. „Diese Effekte zeigen die große Bedeutung von Events und neuen touristischen Angeboten“, sagt Gösel. „Im Hinblick auf die im April und Mai startenden Bauernkriegs-Ausstellungen sind das besonders hoffnungsvolle Vorzeichen, insbesondere für die ausrichtenden Regionen.“
Tourismuswerbung im Zeichen der Freiheit
Aus diesem Grund setzt die Thüringer Tourismus GmbH im Jahr 2025 verstärkt auf die Vermarktung von Erlebnissen und flankiert die Landesausstellung „freiheyt 1525“ mit einer großangelegten Kampagne von April bis Juni. Sie fokussiert aber nicht nur die Bauernkriegsaufstände in Mühlhausen und Bad Frankenhausen, sondern auch die Kultur, die Natur sowie die Eventszene des Landes mit dem verbindenden Element des Freiheitsgedankens. Unter den Themen Freiheyt, Freispiel, Freigeist und Freiraum wird in diesem Jahr beworben, was freiheitsliebende Urlauber in Thüringen erleben können. Geplant sind unter anderem zwei Podcast-Folgen, ein Kampagnenfilm, ein Veranstaltungskalender sowie eine Vielzahl erlebnisorientierter „Freiheits-Geschichten“.
Das Thema wird sich auch in einer Wander-Kampagne der TTG wiederfinden, deren Start im Spätsommer 2025 geplant ist. Damit zahlt die Tourismusgesellschaft unter anderem auf den wachsenden Camping- und Individualtourismus in Thüringen ein. Auch das diese Woche vorgestellte OSV-Tourismusbarometer bestätigt ein Comeback der klassischen Reisemuster - zum Beispiel in die Städte - sowie einen großen Outdoortrend. Gäste suchten im Jahr 2024 zunehmend flexible und naturnahe Übernachtungsmöglichkeiten in Thüringen – Pensionen (+3,6%), Ferienunterkünfte (+2,5%) und Campingplätze (+6,1%) profitierten davon am meisten. Auch in der Welterberegion Wartburg Hainich (+3,1%) zeigte sich eine positive Entwicklung. Die Region vermeldet anhaltende Nachfrage insbesondere durch touristische Aushängeschilder wie die Wartburg, die Bachstadt Eisenach sowie den Nationalpark Hainich und der damit sehr beliebten Kombination von Natur- und Kulturerlebnissen.
Neue Tourismusstrategie soll ländlichen Raum stärken
Während die Übernachtungen aus dem Ausland im Jahr 2024 insgesamt leicht zurückgingen (-0,7%), verzeichneten die beiden stärksten internationalen Märkte Polen und Niederlande einen Zuwachs von 8,6 Prozent bzw. 4,4 Prozent. Das deutlichste Plus liegt mit 14,2 Prozent bei den Gästen aus Großbritannien. Im Sommer 2024 wurde das Golf & Spa Resort in Blankenhain zum Basiscamp der englischen Nationalmannschafft und sowohl das Team als auch Fans gastierten mehrere Wochen vor allem in Weimar und Erfurt.
Der Thüringer Wald (-0,4%) verzeichnete nur einen minimalen Rückgang und bleibt weiterhin das mit Abstand meistbesuchte Reisegebiet Thüringens. Südharz Kyffhäuser (-0,7%), Weimarer Land (-1,3%), Saaleland (-1,3%) und Altenburger Land (-3,7%) verloren dagegen an Übernachtungen. Das Thüringer Vogtland (0,0%) und die Thüringer Rhön (0,9%) hielten ihr Niveau. „Während Thüringens Städte weiterhin an Attraktivität gewinnen, sehen sich vor allem ländliche Regionen mit Herausforderungen konfrontiert, die sich allesamt aber auch im Deutschlandtourismus zeigen“, weiß Christoph Gösel. Dies werde auch in der neuen Tourismusstrategie des Landes berücksichtigt, an deren Entwicklung die Thüringer Tourismus GmbH maßgeblich beteiligt ist. Die TTG arbeite hierfür eng mit den Reiseregionen zusammen, um Produkte im ländlichen Raum zu stärken und in den Fokus der Vermarktung zu rücken.
Mit freundlichen Grüßen
Theresa Wolff
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