VC Wiesbaden Spielbetriebs GmbH
Drei Athletinnen beenden ihre Karriere
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97 Minuten dauerte die zweite (und letzte) Begegnung des VC Wiesbaden im Playoff-Viertelfinale Match gegen den Dresdner SC am vergangenen Samstag (1:3). Das waren zugleich die letzten vier Sätze in der Profi-Laufbahn von den Mittelblockerinnen Nina Wienand Herelová und Jonna Wasserfaller sowie von Außenangreiferin Olivia Rusek.
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Sportliche Grüße aus Wiesbaden
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Drei Athletinnen beenden ihre Karriere
97 Minuten dauerte die zweite (und letzte) Begegnung des VC Wiesbaden im Playoff-Viertelfinale Match gegen den Dresdner SC am vergangenen Samstag (1:3). Das waren zugleich die letzten vier Sätze in der Profi-Laufbahn von den Mittelblockerinnen Nina Wienand Herelová und Jonna Wasserfaller sowie von Außenangreiferin Olivia Rusek.
Kapitänin Nina Wienand Herelová (Nummer 12) wird im Juli 32 Jahre alt. Sie hat die vergangenen vier Jahre des VCW in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen entscheidend geprägt. Die Slowakin kam 2018 von Vandœuvre Nancy Volley-Ball (Frankreich) nach Deutschland zu den Ladies in Black Aachen. 2021 wechselte sie zum VCW. Hier war sie bis zuletzt eine echte Instanz – sowohl auf als auch neben dem Platz. Die 1,84 Meter große Mittelblockerin überstand während ihrer Zeit in der hessischen Landeshauptstadt zwei lange Verletzungsphasen. Erst zum Jahresanfang 2025 feierte sie ihr Comeback, nachdem sie sich im März 2024 in Aachen einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Sie bestritt insgesamt 67 Spiele und wurde neunmal als MVP ausgezeichnet. Die in Bojnice geborene Athletin blickt zudem auf Meistertitel in der Slowakei, in Tschechien und Österreich zurück. In der Slowakei und in Tschechien wurde sie Pokalsiegerin.
Nina Wienand Herelová: „Ich hatte eine wunderbare Zeit in Wiesbaden und bedanke mich bei allen, die mich unterstützt haben, und das auch in schwierigen Phasen. Meine Highlights: die zweimalige Teilnahme am CEV Volleyball Challenge Cup, insbesondere die aufregenden Matches gegen Galatasaray Istanbul und PAOK Thessaloniki, und unsere Heimspiele in den deutschen Wettbewerben. Die Atmosphäre war immer unglaublich motivierend. Selbst bei Niederlagen gab es tollen Support. Ich hoffe, dass ich im Sommer mit der slowakischen Nationalmannschaft zur WM gehen kann. Der finale Kader steht noch nicht fest und meine aktuelle Fußverletzung muss dann ja auch ausgeheilt sein. Im Anschluss würde ich dann auch meine internationale Karriere beenden. Mehr Zeit für die Familie, mehr Flexibilität – darauf freue ich mich. Ich bleibe in Deutschland und werde auch meine Verbindungen zum VCW weiter pflegen.“
Jonna Wasserfaller wird am 20. April 31 Jahre alt. Die Schwedin spielte zuvor für den schwedischen Erstligisten Hylte/Halmstad (2022/2023) und war bereits in Finnland (Pölkky Kuusamo) und Frankreich (Terville-Florange OC) aktiv. Die 1,76 Meter große Mittelblockerin lief zehn Jahre lang für die schwedische Nationalmannschaft auf, davon sechs als Kapitänin. Im vergangenen Jahr hat sie parallel ihr Bachelorstudium im Fachbereich Sportwissenschaft abgeschlossen.
Jonna Wasserfaller: „Nach 20 Jahren Volleyball ist es Zeit für den Abschied vom Profisport. Die vergangenen zwei Spielzeiten beim VCW waren eine Achterbahnfahrt für mich – mit harter Arbeit, aber auch Freude. Wir konnten zweimal nacheinander im Europapokal antreten, das wird immer eine tolle Erinnerung bleiben. Es ist eine fantastische Erfahrung, auf Teams anderer Nationen zu treffen. Ich werde aber auch die wunderbare Atmosphäre in unserer Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit vermissen. Ich bedanke mich sehr herzlich bei unserem Management, beim Staff, bei den vielen emsigen Ehrenamtlichen und natürlich bei allen Fans – besonders bei denen, die oft auch weite Wege auf sich genommen haben.“
Olivia Rusek wird im September 30 Jahre alt. Sie hat die amerikanische und polnische Staatsbürgerschaft und spielte nach ihrer Zeit in den USA (Ohio) in fünf Ländern: Österreich, Tschechien, Schweiz, Portugal und in Frankreich bei Évreux Volley-Ball (2. Liga, French Élite). Im Sommer 2024 wechselte die 1,80 Meter große Außenangreiferin nach Wiesbaden. Sie wurde in dieser Saison dreimal als MVP ausgezeichnet (einmal in Gold).
Olivia Rusek: „Meine Karriere endet genauso, wie ich es mir erhofft hatte: auf dem Höhepunkt meiner Leistungsfähigkeit. Es war meine Entscheidung, und es fühlt sich gut an. Ich gehe nun nach Chicago, um nach so langer Abwesenheit näher bei meiner Familie zu sein.“
Weitere Statements
Christopher Fetting (VCW-Geschäftsführer): „Wir hatten 2021 mit der damals 28-jährigen Nina eine erfahrene, abgeklärte Athletin verpflichtet, um Stabilität ins Team zu bringen. Das war ein echter Glücksgriff. An ihr konnten sich vor allem die jüngeren Athletinnen ausrichten. Ihr Wort hat bis heute Gewicht. Jonna hat internationale Erfahrung auch als Kapitänin eingebracht. Sie ist eine Team-Playerin mit sehr angenehmem Charakter. Olivia hatte es anfangs schwer, ins Team zu finden, aber sie hat in der zweiten Hälfte der Saison einen großen Schritt gemacht. Das hat uns und die Fans sehr gefreut. Dass alle drei Athletinnen im ‚gesetzten‘ Alter nun einem neuen Lebensplan folgen, liegt auf der Hand. Ich wünsche alles erdenklich Gute. Wir werden in Verbindung bleiben.“
Benedikt Frank (VCW-Sportdirektor): „Wir hätten sehr gerne mit allen drei Athletinnen weitergemacht. Sie haben sich aber aus verständlichen Gründen fürs Karriereende entschieden. Nina hat schon Champions League gespielt, war in der slowakischen Nationalmannschaft und auch bei uns Kapitänin. Sie hat einen riesigen Impact für unsere Mannschaft gebracht – sportlich und menschlich. Und: Aus zwei langwierigen Verletzungen hat sie sich eisern zurückgekämpft, das verdient Hochachtung. Wir sind stolz, sie so lange bei uns im Team gehabt zu haben. Auch Jonna ist eine tolle Volleyballerin, die dem Team viel auch neben dem Platz gegeben hat. Dass bei der Verabschiedung am Samstagabend mit Isabelle ‚Bella‘ Haak eine der drei weltbesten Volleyballerinnen eine Videobotschaft für Jonna als Kapitänin der schwedischen Nationalmannschaft und enge Freundin aufgesprochen hat, war schon sehr besonders. Olivia hat sich in der zweiten Saisonhälfte super gemacht. Die Zuschauer waren begeistert von ihr. Sie ist eine hochemotionale, sensible Spielerin. Ich verstehe, dass sie nun wieder zurück in die USA möchte. Ich danke allen drei Athletinnen für viele tolle Momente bei uns.“
Hinweis: Länderspiel / EM-Qualifikation in Wiesbaden
Die deutsche Frauen-Volleyballnationalmannschaft will im Sommer das Ticket für die Europameisterschaft 2026 lösen. Das letzte Qualifikationsspiel gegen die Schweiz bestreitet das Team von Bundestrainer Giulio Bregoli am 6. August 2025 ab 19:00 Uhr in der Wiesbadener Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit. Tickets sind ab sofort hier erhältlich:
Tickets für Länderspiel Deutschland - Schweiz | vivenu
Der 1. Volleyball-Club Wiesbaden e.V. wurde 1977 gegründet und ist spezialisiert auf Frauen- und Mädchenvolleyball. Die professionelle Damen-Mannschaft ist seit 2004 ohne Unterbrechung in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen vertreten und spielt ihre Heimspiele in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit, im Herzen der hessischen Landeshauptstadt. Die bislang größten sportlichen Erfolge des VC Wiesbaden sind national die Deutsche Vizemeisterschaft (Saison 2009/2010), der Einzug ins DVV-Pokalfinale (2012/2013 und 2017/2018) sowie international der Einzug ins Europapokal-Halbfinale des CEV Volleyball Challenge Cup 2024. Erfolgreiche Nachwuchsarbeit ist DNA des VCW. Aktuell bestehen über 30 Nachwuchs-Teams, die in den vergangenen Jahren zahlreiche Titel bei überregionalen Volleyball-Meisterschaften sowie im Beachvolleyball erkämpften. Als Auszeichnung dafür erhielt der VC Wiesbaden im Jahr 2016 das „Grüne Band“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Der VC Wiesbaden ist Lizenzgeber der unabhängigen VC Wiesbaden Spielbetriebs GmbH, die die Erstliga-Mannschaft stellt. Der Verein ist zudem Mitglied der Volleyball Bundesliga (www.volleyball-bundesliga.de) sowie des Hessischen Volleyballverbands (www.hessen-volley.de). Das Erstliga-Team wird präsentiert von dem Platin-Lilienpartner ESWE Versorgung (www.eswe.com).
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