Kommunikation in der Partnerschaft - Mehr als nur gutes Reden
Kommunikation in der Partnerschaft so viel mehr ist als nur Worte. Sie ist die Brücke zwischen zwei Menschen, die es ermöglicht, einander wirklich zu sehen und zu verstehen. Aber sie kann auch zu einem gefährlichen Instrument werden, das Partnerschaften zum Scheitern bringt. In mehreren Alltagsgeschichten haben wir bereits betont, wie entscheidend sie für ein harmonisches Zusammenleben ist. Konflikte können durch gute Kommunikation entschärft oder sogar vermieden werden. Doch was verstehen wir eigentlich unter „guter Kommunikation“?
Häufig wird Kommunikation mit der Fähigkeit gleichgesetzt, sich selbst gut ausdrücken zu können. Bereits in der Schule lernen wir, unsere Argumente klar zu formulieren und überzeugend zu präsentieren. Auch in TV-Talkshows zeigt sich dieses Muster: Die Aufmerksamkeit liegt oft darauf, die eigene Meinung durchzusetzen. Kaum jemand weicht von seiner Position ab, und echte Dialoge bleiben eine Seltenheit. Doch gerade in der Partnerschaft reicht diese einseitige Sichtweise nicht aus. Gutes Reden ist nur ein Teil der Kommunikation – das Zuhören ist mindestens genauso wichtig.
Warum Zuhören wichtiger ist, als wir denken
Was bringt es, wenn einer eloquent spricht, aber niemand wirklich zuhört? Kommunikation ist kein Monolog, sondern ein Austausch. In einer Partnerschaft geht es darum, einander zu verstehen, nicht darum, sich gegenseitig zu übertrumpfen. Hier spielt das aktive Zuhören eine Schlüsselrolle. Es bedeutet, sich bewusst auf die PartnerIn einzulassen, ohne gleichzeitig schon die nächste Antwort zu formulieren. Und genau hier liegt die Herausforderung: Wir neigen dazu, während der/die andere spricht, schon an unsere eigene Reaktion zu denken oder sogar nach einer besseren Geschichte zu suchen.
Aktives Zuhören verlangt jedoch, diese Gewohnheit zu durchbrechen. Es fordert, sich vollständig auf die andere Person zu konzentrieren, ihre Worte wirklich aufzunehmen und zu versuchen, die andere Sichtweise gänzlich zu verstehen, aufmerksam und mit dem Herzen Es geht nicht nur darum zu hören, was gesagt wird, sondern auch, wie es gesagt wird. Der Tonfall, die Gestik, die Emotionen hinter den Worten – all das liefert wertvolle Hinweise darauf, was der/die andere gerade empfindet.
Die Magie von „Ich verstehe dich“
Das sind wohl die drei wichtigsten Worte in der Kommunikation. Und wenn sie in einer Partnerschaft nicht als lose Worthülse sondern einfühlsam aus tiefem Verständnis gesagt werden, bedeuten sie soviel wie „Ich liebe dich“. Diese einfache Aussage hat eine enorme Wirkung. Sie zeigt dem Partner, dass seine Gefühle und Gedanken ernst genommen werden. Es entsteht das Gefühl, gehört und akzeptiert zu werden – eine Basis, auf der Vertrauen wachsen kann. Dabei geht es nicht darum, in allem einer Meinung zu sein, sondern um die Bereitschaft, die Perspektive des anderen nachzuvollziehen.
Indem wir signalisieren, dass wir verstehen, was der Partner sagt, schaffen wir eine Verbindung, die über Worte hinausgeht. Konflikte lassen sich oft schon dadurch entschärfen, dass beide Seiten das Gefühl haben, gehört worden zu sein. Missverständnisse entstehen in den meisten Fällen nicht durch mangelndes Sprechen, sondern durch mangelndes Zuhören.
Wie aktives Zuhören gelingen kann
Aktives Zuhören lässt sich trainieren. Ein erster Schritt ist, bewusst den Fokus von der eigenen Reaktion wegzulenken. Statt während des Gesprächs über eine passende Antwort nachzudenken, hilft es, dem/der Anderen direkt ins Gesicht zu schauen, Körpersprache wahrzunehmen und offene Fragen zu stellen. Sätze wie „Was meinst du damit genau?“ oder „Wie fühlst du dich dabei?“ zeigen echtes Interesse und vertiefen das Gespräch.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, das Gesagte zusammenzufassen. Mit Formulierungen wie „Habe ich dich richtig verstanden, dass…?“ können Missverständnisse frühzeitig geklärt werden. Diese Rückmeldung gibt dem Gesprächspartner das Gefühl, ernst genommen zu werden, und fördert eine tiefere Verbindung.
Schließlich gehört auch Geduld dazu. Oft ist es schwer, nicht sofort zu reagieren oder Ratschläge zu geben. Doch manchmal ist es wichtiger, einfach nur zuzuhören, ohne eine Lösung anzubieten. Die bloße Präsenz und das Verständnis sind in vielen Situationen wertvoller als jede gut gemeinte Antwort.
Ein Balanceakt zwischen Reden und Zuhören
Natürlich darf das Reden in der Kommunikation nicht völlig in den Hintergrund rücken. Eine gesunde Partnerschaft lebt von einem Gleichgewicht zwischen beiden Aspekten. Während das Zuhören Nähe und Verständnis schafft, bietet das Reden die Möglichkeit, eigene Bedürfnisse und Wünsche auszudrücken. Doch auch hier gilt: Wie wir reden, ist entscheidend. Respektvolle und einfühlsame Worte tragen dazu bei, dass sich der andere nicht angegriffen fühlt.
Am Ende ist Kommunikation in der Partnerschaft ein Balanceakt. Beide Seiten sollten das Gefühl haben, gehört und verstanden zu werden. Indem wir uns auf das Zuhören konzentrieren und unseren Partner bzw. unsere Partnerin wirklich verstehen wollen, legen wir den Grundstein für eine offene und liebevolle Beziehung. Denn echte Verbindung entsteht nicht durch das, was wir sagen, sondern durch das, was wir bereit sind, zu hören.
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Silvia und Rüdiger Horstmann, Beziehungsspezialisten und Autoren
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