Ausbildungsstart: Warum beim Vermögensaufbau der Faktor Zeit zählt
Berlin (ots)
- "Der teuerste Satz, den ein 18-Jähriger sagen kann, lautet: 'Ich fange mit dem Sparen an, wenn ich mehr verdiene."
Zum Ausbildungsstart verfügen viele junge Menschen erstmals über ein regelmäßiges Einkommen. Für den Vermögensaufbau zählt dabei weniger, wie viel am Monatsende übrigbleibt, sondern wie früh das Geld zu arbeiten beginnt. Schon 25 Euro monatlich können langfristig einen Unterschied machen.
Zum Ausbildungsstart im September verfügen viele junge Menschen erstmals über ein regelmäßiges eigenes Einkommen. Doch das erste Ausbildungsgehalt ist meist schon verplant, bevor es auf dem Konto landet: Miete, Mobilität, Lebensmittel und Freizeit lassen wenig Spielraum. Vermögensaufbau und Altersvorsorge? "Das kann warten, bis das Gehalt höher ist" - so heißt es zumindest häufig. Was vernünftig klingt, kann sich aber langfristig als teurer Irrtum erweisen. Denn junge Berufsstarter besitzen einen Vorteil, den sie später mit deutlich höheren Sparraten nur schwer ausgleichen können: Zeit.
"Der teuerste Satz, den ein 18-Jähriger sagen kann, lautet: 'Ich fange mit dem Sparen an, wenn ich mehr verdiene.' Am Kapitalmarkt ist ein früher Einstieg häufig wichtiger als eine hohe Sparrate. Wer mit dem ersten Gehalt einen kleinen, aber regelmäßigen Betrag zurücklegt, schafft früh eine Sparroutine und gibt seinem Geld Jahrzehnte, um zu wachsen", sagt Jens Chrzanowski, Deutschland-Chef des Online-Brokers XTB.
25 Euro gegen 100 Euro monatlich: Wer liegt am Ende vorn?
Wie viel ein früher Start ausmachen kann, zeigt ein vereinfachtes Rechenbeispiel. Azubi Anna beginnt mit 18 Jahren und investiert bis zu ihrem 67. Geburtstag jeden Monat 25 Euro. Bei einer angenommenen jährlichen Rendite von 7,2 Prozent (vergleichbar mit dem MSCI World) zahlt sie insgesamt 14.700 Euro ein. Daraus könnten rechnerisch rund 112.000 Euro werden.
Thomas will ebenfalls anlegen, wartet aber bis zum Alter von 40 Jahren. Dafür legt er monatlich 100 Euro zurück, also viermal so viel wie Anna. Bis zum Alter von 67 Jahren investiert er insgesamt 32.400 Euro. Trotzdem kommt er im selben Modell nur auf ein Endvermögen von rund 94.000 Euro. Anna zahlt damit weniger als die Hälfte ein und liegt am Ende dennoch vorn. Ihr Vorteil: 22 zusätzliche Jahre.
Dahinter steht der Zinseszinseffekt. Erzielte Erträge bleiben investiert und können in den Folgejahren selbst wieder neue Erträge erwirtschaften. Das Vermögen wächst also nicht nur durch die monatlichen Einzahlungen, sondern zunehmend auch aus sich selbst heraus. Anfangs fällt dieser Effekt kaum auf. Über mehrere Jahrzehnte kann er jedoch erheblich werden.
ETF, Aktie oder lieber nur ein kleines Stück davon?
Wer mit dem ersten Gehalt investieren möchte, muss sich nicht sofort für ein kompliziertes Portfolio entscheiden. Ein ETF reicht für viele Börsenneulinge aus, denn er bildet einen Index nach und verteilt das investierte Geld auf viele Unternehmen. Weltweit ausgerichtete Aktien-ETFs können mehrere Hundert oder Tausend Unternehmen aus unterschiedlichen Ländern und Branchen enthalten. Anleger verringern damit ihre Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen.
Mit Einzelaktien beteiligen sich Anleger dagegen gezielt an einem bestimmten Unternehmen. Steigt dessen Wert, profitieren sie unmittelbar. Entwickelt sich das Unternehmen schlecht, trifft das ebenfalls direkt das Depot. Einzelaktien eröffnen damit Chancen, bringen aber auch ein höheres unternehmensspezifisches Risiko mit sich. Auch ein hoher Aktienkurs muss heute kein Hindernis mehr fürs Investment darstellen. Über sogenannte Teilaktien, auch Fractional Shares genannt, lassen sich Bruchteile von Aktien oder ETF-Anteile erwerben. Statt beispielsweise mehrere Hundert Euro für eine vollständige Aktie aufzubringen, können Anleger nur einen kleinen Teil davon kaufen. So lassen sich auch niedrige Sparbeträge auf verschiedene Anlagen verteilen.
"Für Einsteiger gilt: lieber einfach und verständlich als vermeintlich besonders clever. Ein breit gestreuter ETF kann daher für die meisten ein guter Ausgangspunkt sein. Wer zusätzlich einzelne Aktien auswählt, sollte wissen, warum er sich an einem Unternehmen beteiligt und auch mit stärkeren Kursschwankungen umgehen können", erklärt Chrzanowski.
Bei kleiner Sparquote zählt jeder Euro
Bei einer Sparrate von 25 Euro wirken Gebühren stärker als bei großen Anlagebeträgen. Kostet eine Ausführung beispielsweise 1,50 Euro, fließen nur 23,50 Euro in die Anlage. Sechs Prozent des monatlichen Betrags sind damit bereits weg, bevor das Investment überhaupt startet. Dieser Betrag muss dann erst erwirtschaftet werden, um überhaupt bei "Null" rauszukommen. Vor allem über längere Zeiträume kommt ein wesentlicher Betrag zusammen, der nicht für die eigene Altersvorsorge, sondern alleine für Ordergebühren gezahlt wird.
"Kleine Sparraten sind kein Spielgeld, denn gerade bei jungen Menschen entscheidet jeder Euro darüber, wie viel tatsächlich investiert wird. Deshalb lohnt es sich, die Kosten eines Sparplans genau anzusehen. Wer früh startet und regelmäßig investiert, sollte unnötige Gebühren nicht über Jahrzehnte mitschleppen", sagt Chrzanowski.
Erst einen Puffer schaffen, dann loslegen
So wichtig der frühe Einstieg ist: Das gesamte verfügbare Geld gehört nicht an die Börse. Vor dem ersten Investment sollten Berufsstarter eine Rücklage für unerwartete Ausgaben aufbauen. Geht das Smartphone kaputt oder steht eine Reparatur an, sollten sie dafür keine Wertpapiere in einer schwachen Marktphase verkaufen müssen. Auch teure Schulden haben in der Regel Vorrang vor dem langfristigen Vermögensaufbau. Danach zählt vor allem eine Sparrate, die zum eigenen Alltag passt und sich auch in kostspieligen Monaten durchhalten lässt. Sie darf natürlich mit dem Gehalt wachsen, doch der frühe Start lässt sich später dagegen nicht nachholen.
"25 Euro im Monat schließen allein nicht komplett die Rentenlücke. Sie können aber der Anfang einer Gewohnheit sein, die ein ganzes Berufsleben trägt. Das erste Gehalt ist deshalb nicht nur Geld zum Ausgeben, es ist auch die erste Gelegenheit, die eigene finanzielle Zukunft selbst in die Hand zu nehmen", so Jens Chrzanowski.
Über XTB
XTB ermöglicht es Menschen weltweit, ihr Geld intelligenter und sicherer anzulegen. Die XTB-Investment-App hilft fast 3 Millionen Menschen dabei, ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Mit XTB können Kunden in Aktien und ETFs investieren, personalisierte Anlagepläne erstellen sowie CFDs und Optionen handeln. In ausgewählten europäischen Märkten können sie ihr Geld mit lokalen steuerbegünstigten Produkten und Altersvorsorgekonten anlegen, Zinsen auf nicht angelegte Mittel verdienen und Online- sowie In-Store-Zahlungen verwalten sowie mit der XTB-Karte Geld in verschiedenen Währungen am Geldautomaten abheben.
Die XTB-Investment-App ist eine der führenden Plattformen für Investitionen, Marktanalysen und Weiterbildung. XTB bietet eine umfangreiche Bibliothek mit Schulungsmaterialien, Videos, Webinaren und Kursen, um seinen Kunden zu helfen, bessere Anleger zu werden - unabhängig von ihrer Handelserfahrung. Das Kundenservice-Team bietet Unterstützung in 20 Sprachen und ist an 5 Tagen in der Woche rund um die Uhr per E-Mail, Chat oder Telefon erreichbar.
Mit 17 Büros weltweit - darunter einer Niederlassung in Berlin - beschäftigt XTB mehr als 1.400 Mitarbeitende, von denen über 40 Prozent an der Weiterentwicklung der hauseigenen Investment-Technologie arbeiten.
XTB wurde 2004 in Polen gegründet und ist ein technologieorientiertes Unternehmen, das von mehreren Behörden weltweit reguliert wird, darunter die polnische Finanzaufsichtsbehörde KNF, die Cyprus Securities and Exchange Commission CYSEC und die UK Financial Conduct Authority FCA. Seit 2016 ist XTB an der Warschauer Börse notiert (ISIN: PLXTRDM00011).
Besuchen Sie https://www.xtb.com/de für mehr Informationen.
Facebook: https://www.facebook.com/xtbde
Twitter: https://twitter.com/xtbde
Instagram: https://www.instagram.com/xtb_de
YouTube: https://www.youtube.com/xtbde
Pressekontakt:
Philipp Rose
newskontor GmbH Agentur für Kommunikation
Graf-Adolf-Straße 2040212 Düsseldorf
Mail: philipp.rose@newskontor.de
Original-Content von: XTB, übermittelt durch news aktuell