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Bahnwirtschaft fordert Politik zu Weichenstellungen für die Zukunft der Schiene auf

Bahnwirtschaft fordert Politik zu Weichenstellungen für die Zukunft der Schiene auf
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Mainz (ots)

  • 10. Rail-Konferenz diskutiert Wege aus dem Investitionsstau bei Schienenfahrzeugen und Infrastruktur
  • Effizientere Bahnkapazitäten als Schlüssel zum Klimaschutz
  • Privatwirtschaft steht für Finanzierung bereit
  • Plädoyer für weniger Bürokratie, mehr Standardisierung und höhere Planungssicherheit

Die Bahn spielt eine zentrale Rolle für die Mobilitätswende in Deutschland hin zu mehr Nachhaltigkeit. Der Erfolg des Schienenverkehrs hängt jedoch von politischen Entscheidungen, ausreichenden Investitionen und einer attraktiven Tarifgestaltung ab. Nur so kann die Bahn dazu beitragen, langfristig den Autoverkehr zu reduzieren und die Klimaziele zu erreichen.

Wie Lösungen für eine Stärkung des Schienenverkehrs in Europa sowie in Deutschland aussehen können und welche Weichen gestellt werden müssen, darüber diskutierten im Rahmen der 10. DAL Rail-Konferenz Entscheider aus der Bahnwirtschaft - von Herstellern, Verkehrsträgern, Eisenbahnunternehmen und Finanzierern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Jahrzehntelange Vorfahrt für den Straßenverkehr konterkariert Nachhaltigkeitsziele

Die Vertreter öffentlicher und privater Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) sind sich einig: Die Netzinfrastruktur wurde lange Zeit vernachlässigt, ist an vielen Stellen marode und die Ursache für Unpünktlichkeit und Unwirtschaftlichkeit. Die Konferenzteilnehmer begrüßten daher einhellig die Pläne für ein Infrastrukturpaket. Jedoch wurde an die Politik appelliert, zusätzlich durch dringend notwendigen Bürokratieabbau die Voraussetzungen für eine schnelle Umsetzung von überfälligen Modernisierungsmaßnahmen zu schaffen.

Trotz ehrgeiziger Ziele in Sachen Transformation hin zu Klimaneutralität im Verkehr sei dem Straßenverkehr seitens der Politik in den vergangenen 30 Jahren konstant Vorfahrt gewährt worden, kritisiert Ludolf Kerkeling, Vorstand der Havelländischen Eisenbahn AG: "Seit der Bahnreform von 1994 wurden in Deutschland gerade einmal 2.180 km Schiene neu- oder ausgebaut, bei den Straßen sind es hingegen 250.000 km." Dabei bieten gerade im Schwerlastverkehr die Bahnen den größten Hebel für mehr Klimaschutz: Auf der Schiene werden etwa 97% der Güter elektrisch transportiert, auf der Straße 98% mit Dieselantrieb. Der LKW-Verkehr steht allein für rund 30% der klimaschädlichen Emissionen des Mobilitätssektors. Kerkeling, der Vorstandsvorsitzender des Verbands der privaten Güterbahnen ist, fordert neben Investitionen eine gerechtere Verteilung der Trassenentgelte und gleiche Wettbewerbsbedingungen für Straßen- und Schienenverkehr.

Kapazitätssteigernder Infrastrukturausbau als Schlüsselfaktor

Der Ausbau der Schieneninfrastruktur für mehr Kapazität und Effizienz muss bei der Optimierung des bestehenden Netzes ansetzen und sollte sowohl bauliche als auch technologische und betriebliche Verbesserungen umfassen, so der Tenor unter den Entscheidern der Eisenbahnunternehmen.

Dr. Tobias Heinemann, Konzernbevollmächtigter Gemeinwohlorientierte Schieneninfrastruktur der Deutsche Bahn AG, kündigte die künftige jährliche Veröffentlichung von Zustandsberichten an. Er plädierte für eine Priorisierung der Investitionen in das Kernnetz, wozu u.a. die Modernisierung von Stellwerken, Weichen und Bahnhöfen gehöre. "Mit kleinen und mittleren Maßnahmen realisieren wir kurzfristig schnell wirksame Kapazitätserweiterungen und verbessern für alle Schienenverkehrsarten schnell die Engpasssituation und die Störungsresilienz im Bestandsnetz."

Standardisierung und Planungssicherheit erleichtern Finanzierung

Neben der Fokussierung auf kritische Knotenpunkte durch den Ausbau von Strecken werden der Förderung von Innovationen sowie der Beschleunigung von Digitalisierung und Automatisierung wichtige Rollen zugewiesen. Die Digitale Automatische Kupplung (DAK) oder das Zugbeeinflussungssystem ETCS sollen den Betrieb effizienter machen, erlauben eine dichtere Zugfolge durch präzisere Steuerung der Zugbewegungen. Nationale Sonderwege führten jedoch zu einer hohen Komplexität und hohen Kosten, welche die EVU belasten.

Gerald Wiencke, Vertriebsleiter Transport & Logistik der DAL, sieht bei Finanzwirtschaft und privaten Investoren eine hohe Bereitschaft, Kapital für langfristige Infrastrukturinvestitionen zur Verfügung zu stellen. Wichtige Voraussetzung zur Mobilisierung der Mittel sei eine bessere Planbarkeit, diese wiederum beeinflusse in hohem Maße die Finanzierungskonditionen: "Angesichts langfristiger Investitionszyklen von 20 Jahren und mehr müssen die Verantwortlichen in Brüssel und Berlin die politischen Flanken setzen, damit sich Kapitalgeber auf konstante Rahmenbedingungen verlassen können", betont Wiencke. "Diese Rahmenbedingungen fangen bei langfristig kalkulierbaren Trassenentgelten für den Güterverkehr an und hören bei einem klaren Bekenntnis zum Deutschlandticket nicht auf." Die technische Harmonisierung mache nicht nur den grenzüberschreitenden Bahnverkehr schneller, einfacher und wettbewerbsfähiger. Sie erleichtere auch die Transferierbarkeit mobiler Vermögenswerte über Ländergrenzen hinweg und reduziere so die Risiken für private Finanzierer - was letztlich positiv auf die Finanzierungskosten durchschlage.

Über die DAL Rail-Konferenz:

"Ideen vernetzen - Weichen stellen" - unter diesem Motto fand am 24. und 25. März die 10. DAL Rail-Konferenz statt. Über 200 Entscheider aus der Schienenverkehrswirtschaft diskutierten in Hamburg auf Einladung der DAL bereichsübergreifend die Themen, welche die Branche aktuell beschäftigen. Seit über 20 Jahren begleitet die DAL den Erfolg der Schiene mit effizienten Finanzierungslösungen. Mit einem Team aus 25 Bahnexperten und über 5.600 finanzierten Einheiten hat sich die DAL zu einem führenden Lösungspartner für die Finanzierung von Schienenfahrzeugen entwickelt.

Über die DAL:

Die DAL gehört mit einem begleiteten Transaktionsvolumen von über 2,4 Mrd. Euro pro Jahr zu einem der führenden Spezialisten bei der Realisierung von großvolumigen, assetbasierten Investitionsvorhaben. Als Kompetenzzentrum der Sparkassen ermöglicht die DAL ihren Kunden den Zugang zur Finanzierungskraft einer starken und verlässlichen Finanzgruppe. Die DAL strukturiert und arrangiert die Finanzierung von Transformationsprojekten in Deutschland und ausgewählten europäischen Ländern.

Pressekontakt:

Michael Schorling
m.schorling@dal.de
+ 49 6131 804-1100

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Emy-Roeder-Straße 2
55129 Mainz

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