Operatives Führungskommando der Bundeswehr
Bundeswehr unterstützt Polen beim Bau von Grenzbefestigungen
Berlin/Bemowo Piskie (ots)
Bündnissolidarität: Als Reaktion auf den Angriff Russlands auf die Ukraine, entschied Polen die Umsetzung der nationalen Initiative Eastern Shield (Ostschild) zum Ausbau von Befestigungsanlagen zum Schutz der polnischen Grenze. Nun unterstützt die Bundeswehr dieses Vorhaben auf Einladung Polens.
Nach der Anerkennung der Unterstützung der polnischen Initiative "Eastern Shield" als offizielle Mission am 15. Juni 2026, hat die Bundeswehr die Verantwortung für den deutschen Beitrag übernommen.
"Die Sicherheit Europas wird gemeinsam verteidigt. Mit unserem Engagement in Polen stärken wir die Verteidigungsfähigkeit der NATO und unterstreichen den festen Willen des Bündnisses, Frieden durch Geschlossenheit und glaubwürdige Abschreckung zu sichern", sagt Generalleutnant Alexander Sollfrank, Befehlshaber des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr über die Bedeutung dieser Mission.
Das deutsche Kontingent besteht aus hochspezialisierten Pionierkräften des Heeres und des Unterstützungsbereichs der Bundeswehr sowie aus Personal des Unterstützungskommandos der Bundeswehr und Sanitätskräften. Der Auftrag umfasst die bauliche Ertüchtigung des Grenzraums im Norden Polens, einschließlich des strategisch bedeutsamen Suwalki-Korridors. Die deutschen Pioniere werden gemeinsam mit polnischen Kräften Panzerabwehrgräben anlegen, Bau- und Drahtsperren errichten sowie Feldbefestigungen und Kampfstände bauen.
Der Kontingentführer erklärt: "Eastern Shield wird die polnischen Landes-grenzen zu Russland und Belarus durch den Bau eines Grenzwalls verstärken. Mit unseren speziellen Fähigkeiten, Geländeabschnitte zu sperren und für den Gegner unpassierbar zu machen, unterstützen wir unsere polnischen Kameradinnen und Kameraden und verbessern den Schutz Polens und der verbündeten Streitkräfte."
Die Kontingentführung der deutschen Kräfte ist bereits am 22. Juni 2026 planmäßig in Polen eingetroffen. Zur Erkundung befinden sich seit dem 29. Juni rund 15 Soldatinnen und Soldaten vor Ort. Die Ankunft der Hauptkräfte eines verstärkten Maschinenpionierzuges erfolgte Anfang dieses Monats.
Die Unterstützung deutscher Pioniere in Polen ist über mehrere Phasen vorerst bis Oktober 2026 vorgesehen, kann bei Bedarf aber auch darüber hinaus verlängert werden.
Das Programm ist ein ressortübergreifendes Großprojekt unter Leitung des polnischen Verteidigungsministeriums zur umfassenden Verteidigungsvorbereitung für den Fall eines konventionellen Angriffs durch Russland und Belarus.
Mit dieser Initiative soll im Falle eines militärischen Konflikts, eine Invasion dieser Streitkräfte verzögert und somit die Reaktionsfähigkeit der polnischen Truppen und der NATO erhöht werden. Diese Maßnahmen stärken Polens nationale Resilienz, das Abschreckungspotential sowie die Einsatzbereitschaft zur Verteidigung.
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