Internationale Konferenz zur Digitalen Medizin am HPI: "Jetzt ist die Zeit, Brücken zu bauen - nicht Mauern"
Digital Health Innovation Forum am Hasso-Plattner-Institut
Potsdam (ots)
Am Hasso-Plattner-Institut treffen sich Vertreter der Wissenschaft, Politik und der Wirtschaft, um gemeinsam über die digitale Transformation des Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheit zu diskutieren. Zum Digital Health Innovation Forum sind Experten aus aller Welt angereist - insbesondere aus den USA.
Vor dem Hintergrund der angekündigten Einschnitte an US-Hochschulen durch die US-Administration unter US-Präsident Donald Trump erklärt Konferenz-Gastgeberin Prof. Ariel Dora Stern, Leiterin des Fachgebiets "Digital Health, Economics and Policy" am HPI: "Noch nie war der transatlantische Austausch so wichtig wie heute. Gerade jetzt müssen wir unsere wissenschaftlichen Netzwerke in die USA ausbauen und den Forschern signalisieren, dass wir sie hier mit offenen Armen empfangen. Jetzt ist die Zeit, Brücken zu bauen, nicht Mauern."
Prof. Lothar H. Wieler, ebenfalls Gastgeber der Konferenz und Leiter des Fachgebiets "Digital Global Public Health" am HPI, sagt zu den Vorgängen in den USA: "Die Freiheit der Wissenschaft ist Grundlage von Innovationen, dies gilt auch für das Gesundheitswesen. Wenn Wissenschaftlern diese Freiheit genommen wird, dann stehen notwendige Innovationen auf dem Spiel. Auch unsere Kollegen und Partner in führenden Universitätskrankenhäusern in den USA erleben diese Einschränkung. Das kann die Spitzenforschung im Bereich der Biomedizin massiv beeinträchtigen. Es gilt die Freiheit der Wissenschaft zu bewahren - auch deshalb müssen wir Wissenschaftler in den USA weiterhin unterstützen."
Mit dem Digital Health Innovation Forum am 26. und 27. März 2025 schafft das Hasso-Plattner-Institut ein neues Format, um den Austausch zwischen Digital-Health-Forschung, Politik und Unternehmen zu fördern. Technologien, wie zum Beispiel der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei Krebsdiagnosen, die KI-gestützte Terminvergabe in Praxen oder die Nutzung von tragbaren Sensoren am Körper, markieren große Fortschritte im Gesundheitsbereich. Konferenzbesucher können konkrete Anwendungsbeispiele der digitalen Medizin als Exponate am HPI hautnah erleben. Das Forschungsfeld verändert sich dabei so rasant, dass es notwendig wird, Regulierungsprozesse auf den Prüfstand zu stellen. Die Rahmenbedingungen sollten sowohl Innovationen fördern als auch den Schutz von Patienten sicherstellen. Gleichzeitig macht die Überlastung unseres Gesundheitssystems unmissverständlich klar, dass auch ein starker Fokus auf das Feld der Prävention unabdingbar ist.
Prof. Lothar H. Wieler sieht großes Potenzial beim Einsatz von KI im Gesundheitswesen: "Der Fortschritt lässt sich in drei Sätzen zusammenfassen. Wir können präziser und schneller analysieren. Wir können präziser und schneller informieren. Und wir können präziser und früher präventiv intervenieren."
Prof. Ariel Dora Stern ergänzt: "Was wir brauchen, ist ein interdisziplinärer Austausch an der Spitze zwischen Forschung, Politik und Wirtschaft, um Rahmenbedingungen zu entwickeln, die sich an die heutige, sich schnell verändernde Landschaft anpassen und sich mit ihr weiterentwickeln."
Noch bis einschließlich Donnerstag (27.3.) diskutieren Experten im Bereich Digital Health am Hasso-Plattner-Institut über aktuelle Entwicklungen in der digitalen Transformation des Gesundheitswesens. In Workshops, Panels und Townhall-Diskussionen tauschen sie sich über die Chancen an der Schnittstelle zwischen Gesundheit und Technologie aus.
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