Mitteldeutsche Zeitung: zur Zinsentscheidung der FED
Halle (ots)
Es waren nicht machtvolle Geldpolitiker, die in finsteren Runden mit geheimnisvollen Absprachen den Zins abschafften. Mit ihrer Politik des billigen Geldes reagierten sie vor allem auf die Krisen, die seit langer Zeit die Weltwirtschaft erschüttern. Tatsächlich waren die scheinbar so mächtigen Notenbanker die Getriebenen, die aus dem Krisenmodus nicht mehr herausfanden. In den USA hat die Notenbank mit der ersten Zinserhöhung die Finanzkrise offiziell für beendet erklärt - so formulierte es David Folkerts-Landau, Chefvolkswirt der Deutschen Bank. Erklärte Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, die Euro-Krise für beendet, gäbe er sich der Lächerlichkeit preis. Niedrig im historischen Vergleich aber werden die Zinsen noch lange Zeit bleiben, in der Welt und Europa ohnehin und ganz besonders. Daran kann keine Notenbank der Welt etwas ändern.
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