POL-PPMZ: Verkehrsunfallbilanz 2024 des Polizeipräsidiums Mainz
Mainz (ots)
Verkehrsunfallbilanz 2024 des Polizeipräsidiums Mainz
2024 ereigneten sich im Dienstgebiet des Polizeipräsidiums Mainz insgesamt 23.753 Unfälle und damit 317 Unfälle weniger als im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 1,3%. Ein erfreulicher Wert, wenn man bedenkt, dass die Unfallzahlen im Polizeipräsidium Mainz weiterhin deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau von etwa 25.000 liegt.
Bei 21 Unfällen verstarben 25 Personen. Die Zahlen sind damit wieder auf dem Niveau von 2022, nachddem 2023 11 Personen starben. Unter den Verunglückten war kein Kind. "Wir bedauern jeden Toten, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Durch intensive Aufklärungs- und Präventionsarbeit sind wir nach wie vor bestrebt die Verunglückten auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Sehr gut gelingt dies bereits bei Unfällen mit Schwer- und Leichtverletzten. In beiden Fällen sank der Wert und stellt bei den Schwerverletzten den niedrigsten Wert im 5-Jahresvergleich dar.", so Polizeipräsident Reiner Hamm.
Die Gesamtzahl der verunglückten Personen ist gegenüber dem Vorjahr um 6,3% auf 2.930 gesunken.
Dabei wurden 357 Personen schwer verletzt, was einem Rückgang von 5,8% entspricht (2023: 379).
Die Zahl der Leichtverletzten sank um 6,9% von 2.737 auf 2.548.
Alkohol und Drogen:
Erfreulich ist, dass trotz der gleichbleibenden Anzahl an Unfällen unter Alkoholeinfluss von 381 die Anzahl der Verletzten dabei um 13,7% auf 132 zurückging (2023: 153).
Unter Drogeneinfluss ereigneten sich 94 Unfälle und damit 6,0% weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Unfälle mit Verunglückten sank von 45 auf 26 um 11,8%.
Kinderbeteiligung:
"Besonders positiv stimmt uns, dass die Zahl der Unfälle mit Kinderbeteiligung gesunken ist. Bei unseren jüngsten Verkehrsteilnehmern haben wir ein besonderes Augenmerk und bereiten diese bereits ab dem Kindergartenalter durch altersgerechte Verkehrserziehung auf die Gefahren im Straßenverkehr vor." so der Polizeipräsident.
Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Unfälle mit Kinderbeteiligung um 12,1% auf nunmehr 232 (2023: 264). Dabei wurden 185 Kinder verletzt. Das sind 10,6 % weniger als 2023 (207). Davon erlitten 184 Kinder leichte und 23 Kinder schwere Verletzungen.
Junge Fahrende:
Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung Junger Fahrender (18 - 24 Jahre) ist auf 4.322 gesunken (2023: 4.410), bewegt sich jedoch seit Jahren auf diesem Niveau. Dabei verunglückten 473 Junge Fahrende und damit 6,9% weniger als 2023 (508). Vier junge Menschen kamen dabei ums Leben.
Bei 2.836 Unfälle waren Junge Fahrende Hauptunfallverursacher, was einem Anteil von 65,6% entspricht.
Senioren:
Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Seniorinnen und Senioren (ab 65 Jahre) ist um 1,7% oder 84 Unfälle auf 5.154 angestiegen. Im 5-Jahresvergleich stellt dies den höchsten Wert dar. "
Um diesem Anstieg trotz der immer größer werdenden Gruppe der Senioren entgegenzuwirken, führen wir auch zukünftig zielgerichtete Verkehrskontrollen und Präventionsveranstaltungen mit der Zielrichtung 'Mobilität im Alter' durch. Dabei beraten unsere Verkehrssicherheitsexperten die Verkehrsteilnehmenden und klären über Risiken und Neuerungen im Straßenverkehr auf.", erklärt Reiner Hamm.
Im Vergleich dazu ging die Zahl der verunglückten Seniorinnen und Senioren von 384 auf 330 Personen um 14,1% zurück. Zwei Menschen dieser Altersgruppe kamen dabei ums Leben (2023: 5). In 3.511 Fällen waren Seniorinnen und Senioren Hauptunfallverursacher, was einem Anteil von 68,1% entspricht.
Fahrradfahrende:
Die Zahl der Unfälle mit Fahrradfahrenden sank von 795 auf 770. Dabei verunglückten mit 554 Radfahrenden und damit 3,8% weniger als 2023 (576). Fünf Radfahrende verunglückten tödlich (2023: 3).
Motorisierte Zweiräder:
Die Zahl der Unfälle mit motorisierten Zweirädern sank von 416 auf 393. Davon wurden bei 246 Unfällen 279 Personen verletzt, was einen Rückgang von 10,5% darstellt. Fünf Motorradfahrende und ein Mitfahrer kamen dabei ums Leben.
LKW Beteiligung:
Die Zahl der Unfälle mit LKW-Beteiligung sank von 3.120 auf 3.038. Bei den Unfällen verunglückten jedoch zwei Personen mehr. Die Zahl stieg von 266 auf 268 an. Die Zahl der tödlich Verletzten stieg von eins auf sieben. In den seltensten Fällen wurden hierbei die LKW-Benutzerinnen und -Benutzer selbst verletzt oder getötet.
Unfallfluchten:
Die Zahl der Verkehrsunfallfluchten ist 2024 um 128 auf 5.662 Unfälle gesunken (2,2%). Dies entspricht einem Anteil von rund 23,84% aller Verkehrsunfälle. Die Aufklärungsquote liegt bei rund 42,4%.
"Wir werden die Risikogruppen weiterhin im Fokus haben und insbesondere durch gezielte Verkehrskontrollen und Präventionsarbeit Maßnahmen zur Verkehrsunfallbekämpfung betreiben.", resümiert Hamm.
Die ausführliche Verkehrsstatistik 2024 des Polizeipräsidiums Mainz finden Sie unter folgendem Link:
https://www.polizei.rlp.de/service/statistiken/verkehrsstatistik
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