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WAZ: Schell muss nachgeben - Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots)

Und ewig grüßt der Tarifkonflikt. Einigung ja,
Einigung nein, Streik ja, Streik nein, Durchbruch war mal: Ab Montag 
droht wieder Bahn-Streik, und damit alle ganz dolle einen Schrecken 
kriegen, wollen die Lokführer unbefristet streiken.
Gewerkschafts-Boss Manfred Schell und Bahn-Chef Hartmut Mehdorn 
haben sich offensichtlich seit August im Kreise gedreht. Und ewig 
grüßt der Tarifkonflikt: Die Lokführer-Gewerkschaft will eigene 
Tarifforderungen stellen dürfen, die Bahn will es aber nur mit einer 
abgestimmten Forderung der drei Gewerkschaften GDL, Transnet und der 
Beamtengewerkschaft GDBA im Hause der Bahn AG zu tun haben. Aus der 
jeweiligen Sicht sind diese Forderungen verständlich, wenn man sie 
auch nicht teilen muss.
Der Konflikt ist so nicht auflösbar. Die Bahn muss fürchten, bei 
künftigen Auseinandersetzungen in die Klemme von sich aufschaukelnden
Tarifforderungen der Einzelgewerkschaften zu geraten. Was im Übrigen 
ganz Deutschland droht, wenn das Vorbild der kleinen, aber am langen 
Hebel sitzenden Gewerkschaften Schule macht. Deshalb muss Schell 
jetzt endlich aufgeben.

Pressekontakt:

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Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-2727
zentralredaktion@waz.de

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