Verband der Chemischen Industrie (VCI)
Wasserabweisende Textilbeschichtung von PFOS-Verbot nicht betroffen
Frankfurt am Main (ots)
Die Entscheidung des Europäischen Parlamentes vom 25. Oktober 2006, die Substanz Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) für die meisten Anwendungen zu verbieten, beeinträchtigt nicht die wasserabweisende und ölabweisende Beschichtung von Textilien, die insbesondere für wetterfeste Bekleidung verwendet wird. Darauf weist der Verband TEGEWA in Frankfurt wegen anders lautender Berichte hin. Der Verband TEGEWA vertritt die Interessen der 32 deutschen Hersteller von Textilhilfsmitteln.
Der Parlamentsbeschluss lässt zwar nur wenige Ausnahmen für PFOS zu, zum Beispiel für bestimmte fotografische Beschichtungen, in der Galvanik-Industrie und für Hydraulikflüssigkeiten in der Luft- und Raumfahrt. Eine wasser- und ölabweisende Beschichtung von Textilien, aber auch von Leder und Papier, wird jedoch nicht mit PFOS erreicht, sondern mit fluorierten Polymeren. Bei deren Produktion wird kein PFOS eingesetzt und kann auch nicht entstehen. PFOS selbst weist die notwendigen wasser- und ölunlöslichen Eigenschaften nicht auf.
Das Missverständnis beruht offenbar darauf, dass bis zum Jahr 2000 auch fluorierte Polymere angeboten wurden, die bei der Herstellung PFOS freisetzen konnten. Das Herstellungsverfahren wird jedoch nicht mehr angewendet.
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