Auswirkungen der Verschärfung der US-Handelspolitik für Koehler-Gruppe
- USA traditionell wichtiger Absatzmarkt
- Einfuhr von Produkten aus der EU wird mit Strafzöllen von 20 Prozent belegt
- Produkte der Koehler-Gruppe davon betroffen
US-Präsident Donald Trump hat am vergangenen Mittwoch eine drastische Verschärfung seiner Wirtschaftspolitik angekündigt. Importe aus der Europäischen Union werden demnach mit Aufschlägen von 20 Prozent belegt. Ökonomen erwarten aufgrund der drastischen Zölle deutliche Konsequenzen für die USA, Deutschland und Europa.
Die Unternehmen der Koehler-Gruppe, darunter auch Koehler Paper, produzieren rund 480.000 Tonnen hochwertige Spezialpapiere jährlich an fünf Standorten in Deutschland. Über 70 Prozent der Ware wird in internationale Märkte exportiert und findet sich in zahlreichen Anwendungen im Alltag der Menschen weltweit wieder. Dazu gehören beispielsweise Kassenzettel, Spielkarten, Getränkeuntersetzer oder Verpackungen. Der US-amerikanische Markt ist mit seinen 340 Millionen Einwohnern ein wichtiger Absatzmarkt für das Familienunternehmen.
Die Einfuhr der Ware in über 120 Länder der Welt erfolgt ausschließlich über lokale Importeure. Die Koehler-Gruppe ist mit ihren Produkten von den Einfuhrzöllen betroffen. Die bei dem Unternehmen üblichen Lieferbedingungen sehen vor, dass der Importeur anfallende Einfuhrzölle entrichtet. Daher ist damit zu rechnen, dass sich die Papierprodukte des Unternehmens im US-amerikanischen Markt um die Höhe der Einfuhrzölle verteuern werden. Die Koehler-Gruppe kann die Einfuhrzölle nicht kompensieren, diese sind daher vollumfänglich durch den jeweiligen Importeur zu tragen. Frank Lendowski, Vorstand Finanzen und Verwaltung der Koehler-Gruppe, stellt fest: „Der US-amerikanische Markt ist traditionell ein großer Absatzmarkt für die Koehler-Gruppe, deren Zugang uns wichtig ist. Wir halten die durch Präsident Trump erhobenen Einfuhrzölle zum Schutz der heimischen Wirtschaft für nicht gerechtfertigt und gehen davon aus, dass dies Konsequenzen für den Weltmarkt haben wird. Es ist davon auszugehen, dass es in den kommenden Wochen Verschiebungen von Absatzmengen, nicht nur bei den Unternehmen der Koehler-Gruppe, sondern in der weltweiten Papierindustrie, geben wird. Als Familienunternehmen in achter Ge-neration hat für uns Planungssicherheit oberste Priorität. Diese ist, auch auf Grund der Erfahrungen der vergangenen Monate, auf dem amerikanischen Markt leider nicht mehr gegeben.“
Mit freundlichen Grüßen
Alexander M. Stöckle Corporate Director Marketing & Communications Press Spokesperson
Koehler Holding SE & Co. KG
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