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WandelWerker Consulting GmbH zur Unfallursache Mensch: Warum Unternehmen die wahren Ursachen von Arbeitsunfällen nicht finden

WandelWerker Consulting GmbH zur Unfallursache Mensch: Warum Unternehmen die wahren Ursachen von Arbeitsunfällen nicht finden
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Wuppertal (ots)

Viele mittelständische Unternehmen und Konzerne haben in den letzten Jahren viel Geld und Zeit in den betrieblichen Arbeitsschutz investiert. Der gewünschte Erfolg – nachhaltig weniger Arbeitsunfälle und unsichere Situationen – blieb allerdings oftmals aus. Der Grund hierfür lässt sich häufig in der unzureichenden Nachbereitung von Arbeitsunfällen und unsicheren Situationen finden.

In den letzten Jahren ist spürbar, dass immer mehr mittelständische Unternehmen und Konzerne einen stärkeren Fokus auf den betrieblichen Arbeitsschutz legen. Der Vergleich mit anderen Unternehmen oder Unternehmensstandorten erhöht den Druck, die Anzahl der Arbeitsunfälle in den eigenen Reihen nachhaltig zu reduzieren. Trotz steigender finanzieller und zeitlicher Investitionen bleibt der gewünschte Erfolg in vielen Unternehmen jedoch aus. Die Anzahl der Arbeitsunfälle und unsicheren Situationen stagniert oder steigt in einigen Fällen sogar. Eine wirksame Veränderung im Arbeitsschutz erfordert nicht nur eine klare Strategie – also ein systematisches Vorgehen –, sondern auch eine sinnvolle Nachbetrachtung von Arbeitsunfällen und unsicheren Situationen.

Genau in dieser Nachbetrachtung liegt jedoch häufig das Problem: Die Suche nach Ursachen wird oft zu einfach gestaltet. Schnell wird die Ursache auf menschliches Fehlverhalten reduziert und als Maßnahme folgt lediglich eine neue Unterweisung zur Sensibilisierung. "Menschen machen Fehler und Unternehmen müssen akzeptieren, dass nicht alle Arbeitsunfälle und unsicheren Situationen vermieden werden können. Um möglichst viele und insbesondere schwere Arbeitsunfälle zu verhindern, braucht es jedoch eine zielgerichtete Analyse und keine Schnellschüsse bei der Ursachenforschung", erklärt Stefan Ganzke, Sicherheitsingenieur und Geschäftsführer der WandelWerker Consulting GmbH. "Solange die Unfallnachbereitung nicht neutral und ohne die Suche nach Schuldigen erfolgt, wird es schwierig bleiben, Wiederholungen von Arbeitsunfällen und unsicheren Situationen zu vermeiden."

Mehrere anerkannte Studien zeigen, dass zwischen 65 und 95 Prozent aller Arbeitsunfälle in Unternehmen durch menschliche Entscheidungen und Handlungen verursacht werden. "Diese Erkenntnis bedeutet allerdings nicht, dass die alleinige Ursache beim verunfallten Mitarbeiter an der Maschine liegt. Oftmals ist das unsichere Verhalten der Anlass für den Unfall. Die Ursachen liegen jedoch in den Prozessen oder Entscheidungen anderer Personen im Unternehmen", erklärt Anna Ganzke, Sicherheitsingenieurin und ebenfalls Geschäftsführerin der WandelWerker Consulting GmbH. Die beiden Geschäftsführer haben zusammen mit ihrem rund 20-köpfigen Team bereits hunderten Unternehmen dabei geholfen, die Sicherheitskultur und somit den Arbeitsschutz wirksamer zu gestalten. Neben der strategischen Beratung unterstützen sie auch bei der operativen Umsetzung, beispielsweise durch die Befähigung von Führungskräften und die systemische Organisationsentwicklung.

Fehler 1: Unfallanalysen brauchen ein passendes Maß

Bei der Durchführung von Unfallanalysen sollte auch auf die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen geachtet werden. Während einige Unternehmen versuchen, möglichst wenig Aufwand in die Nachbereitung von Arbeitsunfällen zu investieren, überschreiten andere Unternehmen spürbar das angemessene Maß. Beide Herangehensweisen sind jedoch nicht zielführend, wenn es darum geht, Arbeitsunfälle und unsichere Situationen im Unternehmen nachhaltig zu reduzieren.

Nicht selten werden Unfallanalysen auch heute noch von den Verantwortlichen in einem Besprechungsraum durchgeführt, ohne sich ein Bild von den tatsächlichen Arbeitsbedingungen vor Ort zu machen. Oft wird dann versucht, den Unfallhergang anhand von Formularen oder sogar ohne diese zu rekonstruieren – manchmal mit der verunfallten Person, ebenso häufig jedoch ohne sie. Auch die Einbindung der Fachkraft für Arbeitssicherheit ist in vielen Unternehmen noch immer nicht selbstverständlich. Mit dieser Vorgehensweise sind die Erkenntnisse zur Vermeidung vergleichbarer Ereignisse in den meisten Fällen eher dürftig.

In einigen Unternehmen führen Arbeitsunfälle und unsichere Situationen jeglicher Art außerdem zu einem erheblichen Aufwand bei der Analyse und Nachbereitung des Unfallhergangs sowie der Ableitung und Umsetzung von Maßnahmen, weiß Stefan Ganzke von der WandelWerker Consulting GmbH. Wenn jedoch ein Schnitt in die Hand beim Öffnen eines Pappkartons die gleiche Nachbereitung erfordert wie ein Fußbruch, fehlt auch hier die Verhältnismäßigkeit. Zwar können in solchen Fällen die Ursachen gründlich ermittelt werden, doch ein solcher Aufwand schafft Barrieren in den Köpfen von Führungskräften und Mitarbeitenden. Die Folge: Arbeitsunfälle und unsichere Situationen werden seltener gemeldet, da der Mehrwert des hohen Aufwands nicht erkannt wird.

Es ist deshalb empfehlenswert, dass sich Unternehmen konzeptionell mit der Durchführung von Unfallanalysen befassen und dabei Kategorien von Ereignissen definieren. Diese Kategorien dienen als Orientierung für den personellen und zeitlichen Aufwand bei der Analyse der Unfallursache sowie der Ableitung entsprechender Maßnahmen. Während bei einem kleinen Schnitt durch Papier ein kurzes Gespräch häufig ausreicht, erfordern schwerwiegende Verletzungen, wie größere Schnittwunden durch Messer oder Knochenbrüche, umfassendere Analysen – beispielsweise die Root Cause Analysis.

Fehler 2: Unfallursache "Mitarbeiter"

Insbesondere in oberflächlichen Unfallanalysen wird die Ursache für einen Arbeitsunfall oder eine unsichere Situation oft schnell festgelegt: "Mitarbeiter war nicht aufmerksam" oder "Mitarbeiter hat sich nicht an die Regeln gehalten". Ebenso schnell folgt daraus die Maßnahme: eine erneute Unterweisung oder Sensibilisierung des Mitarbeiters. Durch diese vereinfachte Ursachenermittlung und die pauschale Festlegung einfacher Maßnahmen wird jedoch häufig die Chance vertan, zukünftige Unfälle wirksam zu vermeiden.

Beispiel: Ein Mitarbeiter greift in eine laufende Maschine, obwohl das verboten ist. Die Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung waren eindeutig – und trotzdem passiert der Unfall. Wenn die einzige Konsequenz nun eine weitere Schulung ist, bleibt die entscheidende Frage unbeantwortet: Warum kam es überhaupt dazu? Die Bedingungen, die dieses Verhalten begünstigt haben, ändern sich dadurch nicht.

Stattdessen muss die Analyse tiefer gehen: Wie verhindern wir, dass es wieder passiert? Welche Rahmenbedingungen unterbinden ein solches Verhalten? Welche organisatorischen oder technischen Barrieren müssen geschaffen werden? Eine echte Unfallanalyse hinterfragt nicht nur das Verhalten, sondern auch die Arbeitsumstände – denn nur so lässt sich Arbeitssicherheit nachhaltig verbessern.

Fehler 3: Als Unternehmen aus Unfällen lernen

Unternehmen, die Arbeitsunfälle und unsichere Situationen kontinuierlich auf einem niedrigen Niveau halten, zeichnen sich meist durch einen offenen Umgang mit Fehlern aus. Dies bedeutet, dass Erkenntnisse aus Arbeitsunfällen zwischen Teams und Abteilungen aktiv geteilt werden. Dies kann beispielsweise im Rahmen von Ereignis-Reports-Dokumenten oder kurzen virtuellen Calls erfolgen. Bei letzterem Format ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass es nicht darum geht, einen Schuldigen zu suchen oder bloßzustellen. Vielmehr sollte der Fokus auf einem offenen und ehrlichen Austausch über den Unfall liegen, um gemeinsam daraus zu lernen, rät Anna Ganzke von der WandelWerker Consulting GmbH.

Der Spagat bei der Informationsvermittlung liegt stets zwischen einer zu geringen und einer zu hohen Informationsdichte. Daher sollte im Konzept für Unfallanalysen klar definiert werden, welche Bereiche nach bestimmten Arbeitsunfällen und relevanten unsicheren Situationen über virtuelle Calls oder Ereignis-Reports informiert werden. Eine zentrale Maßnahme sollte zudem sein, dass der Unfallhergang und die daraus gewonnenen Erkenntnisse im eigenen Team besprochen werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass ähnliche Vorfälle innerhalb des Teams vermieden werden.

Nehmen Sie in Ihrem Unternehmen eine stagnierende oder sogar steigende Anzahl an Arbeitsunfällen und unsicheren Situationen wahr? Dann vereinbaren Sie jetzt unverbindlich ein Erstgespräch mit den erfahrenen Sicherheitskultur-Beratern der WandelWerker Consulting GmbH unter www.wandelwerker.com.

Pressekontakt:

WandelWerker Consulting GmbH
Anna Ganzke & Stefan Ganzke
E-Mail: service@wandelwerker.com
Webseite: https://www.wandelwerker.com

Pressekontakt:
Ruben Schäfer
E-Mail: redaktion@dcfverlag.de

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