Alle Storys
Folgen
Keine Story von Deutsche Umwelthilfe e.V. mehr verpassen.

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Deutsche Umwelthilfe zur Kabinettsklausur: "Trotz Tausender Hitzetote lässt die Bundesregierung die Bevölkerung beim Hitzeschutz im Stich"

Berlin (ots)

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) reagiert mit scharfer Kritik auf die ausbleibenden Beschlüsse der Bundesregierung zum Hitzeschutz. Diese hat es bei ihrer Kabinettsklausur in Neuhardenberg nicht geschafft, sich auf dringend notwendige Vorgaben für wirksamen Hitzeschutz zu einigen. Die DUH fordert die Bundesregierung auf, endlich konkrete Maßnahmen zum Schutz von Klima und Menschenleben umzusetzen.

Dazu DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz:

"Dass die Bundesregierung nach diesem Extremsommer mit Tausenden Hitzetoten keinen einzigen wirksamen Beschluss zum Hitzeschutz fasst, ist den Menschen gegenüber verantwortungslos. Die nächsten Sommer werden noch heißer - und statt endlich dafür zu sorgen, dass unsere Städte bewohnbar und die Menschen gesund bleiben, doktert die Bundesregierung an den Symptomen herum. Feuerwehren besser auszustatten, damit sie die Folgen der Klimakrise bewältigen können, aber gleichzeitig weiter Bäume zu fällen und Flächen versiegeln zu lassen, ist eine Bankrotterklärung beim Hitzeschutz.

Wir brauchen jetzt einen grundlegenden Kurswechsel: verbindliche Vorgaben für Entsiegelung, Stadtgrün und Hitzeschutz sowie ausreichend Geld für die Kommunen, um diese auch umzusetzen. Und das Mindeste, was die Bundesregierung sofort tun kann und keinen zusätzlichen Euro kostet: ein bundesweites Baumfällmoratorium. Kein gesunder Stadtbaum darf mehr gefällt und keine Grünfläche mehr versiegelt werden, solange nicht nachgewiesen ist, dass es zwingend notwendig und alternativlos ist. Der Umbau unserer Städte braucht Zeit, Bäume wachsen nicht über Nacht. Wenn wir nicht jetzt anfangen, werden unsere Städte in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nicht auf die immer extremeren Hitzesommer vorbereitet sein.

Wenn Bundeskanzler Merz behauptet, es mangele weder an Programmen noch an Geld, verkennt er die Realität in unseren Städten. 100 Milliarden Euro für die Länder schützen keinen einzigen Menschen vor Hitze, solange nicht sichergestellt ist, dass Geld tatsächlich in Entsiegelung, Bäume und Grünflächen fließt. Freiwilligkeit reicht nicht mehr. Wir müssen jetzt die natürlichen Lebensgrundlagen und den natürlichen Hitzeschutz unserer Städte sichern - bevor die nächsten noch heißeren Sommer kommen."

Pressekontakt:

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, metz@duh.de

DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Deutsche Umwelthilfe e.V.
Weitere Storys: Deutsche Umwelthilfe e.V.