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Pressemitteilung: Professorin Gertrud Hundenborn nimmt den Deutschen Pflegepreis 2020 in Empfang

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PRESSEINFORMATION

Professorin Gertrud Hundenborn nimmt den Deutschen Pflegepreis 2020 in Empfang

Die Pflegepädagogin lehrt und forscht an der KatHO NRW und am Deutschen Pflegeinstitut e.V. (DIP) in Köln.

Köln, 12. November 2020 - Auf der Eröffnungsveranstaltung des diesjährigen Deutschen Pflegetags in Berlin wurde der Deutsche Pflegepreis 2020 an Professorin Gertrud Hundenborn verliehen. Hundenborn erhielt diese höchste Auszeichnung der Pflege in Deutschland für ihre Pionierarbeit in der Pflegepädagogik und der Pflegedidaktik. Gleichzeitig würdigte der Deutsche Pflegerat mit der Verleihung die beiden Professorinnen Dr. Ingrid Darmann-Finck und Dr. Barbara Knigge-Demal. Für alle drei gelte gleichermaßen, dass sie sich nicht mit der Gewinnung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse begnügt, sondern darüber hinaus auch die Weiterentwicklung zentraler Strukturen erfolgreich vorangetrieben hätten, so die Jury in ihrer Begründung. Dazu gehören der Aufbau von Studiengängen und Forschungsverbünden sowie ihr entscheidendes Mitwirken im Rahmen ihrer ausdauernden Netzwerkarbeit mit Institutionen aus Wissenschaft, Politik und Pflegepraxis. Dabei haben sie bereits frühzeitig die generalistische Perspektive vertreten. Die wissenschaftliche Arbeit haben alle drei auch mit berufspolitischen Aktivitäten verknüpft, um diese in die Öffentlichkeit zu tragen - nicht zuletzt im neuen Pflegeberufegesetz, an deren Entwicklung und Implementierung sie mitgewirkt haben, sind ihre Verdienste erneut eindrücklich sichtbar.

Hundenborn hat seit 1997 eine Professur für Pflegepädagogik und Pflegefachdidaktik an der KatHO NRW im Fachbereich Gesundheitswesen inne. Sie leitet am Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) die Pflegebildungsforschung und ist Mitglied des geschäftsführenden Vorstands. Bereits in den 1980er Jahren war sie Lehrerin für Pflegeberufe und verantwortete später das Referat Krankenpflege der Caritas-Akademie Köln-Hohenlind GmbH. Nahezu 25 Jahre lang setzt sich Hundenborn für eine Ausbildungsreform in der Pflege hin zur Generalistik ein: In der Ausbildung sollen allgemeine Kompetenzen vermittelt werden, die für die Pflege von Menschen über die gesamte Lebensspanne erforderlich sind, während alle Spezialisierungen der späteren beruflichen Fort- und Weiterbildung vorbehalten bleiben sollen. Gemeinsam mit Darmann-Finck und Knigge-Demal entwickelte sie die sog. Anlagen zur Ausbildung- und Prüfungsverordnung und legte damit die Kompetenzkataloge fest, die künftig Grundlage der Pflegeausbildung sind. Im Jahr 2018 wurde Hundenborn Vorsitzende der bundesweiten Fachkommission nach dem Pflegeberufegesetz, die wichtige Grundlagen und Empfehlungen zur bundeseinheitlichen Ausgestaltung der beruflichen Pflegeausbildung erarbeitet.

"Wir gratulieren Gertrud Hundenborn herzlich zu dieser hohen Auszeichnung, die einmal mehr zeigt, dass unsere Professorenschaft eine qualitativ hochwertige Forschungsarbeit leistet", würdigt Hans Hobelsberger (Rektor der KatHO NRW) das Wirken der Preisträgerin. Bereits zwei Wissenschaftler der KatHO NRW erhielten den renommierten Pflegepreis: Prof. Michael Isfort im Jahr 2017 und Prof. Frank Weidner im Jahr 2013 - das ist einmalig für eine Institution. "In ihrer Arbeit gelang es Frau Hundenborn, die noch junge Disziplin der Pflegedidaktik in Deutschland auf den Ebenen der Forschung, der Entwicklung und der Lehre entscheidend zu beeinflussen und voranzutreiben", so Hobelsberger weiter.

Der Deutsche Pflegepreis wird jährlich vom Deutschen Pflegerat, Dachverband von 16 Pflegeverbänden und -organisationen in Deutschland, verliehen. Er vertritt die Interessen von rund 100.000 Mitgliedern sowie von rund 1 Mio. professionell Pflegenden in Deutschland auf der Bundesebene. Die Auszeichnung wurde Hundenborn bereits im März ausgesprochen. Die Preisverleihung fand erst jetzt auf dem nachgeholten Deutschen Pflegetag in kleinerem Rahmen statt.

Die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW) ist mit über 5.100 Studierenden Deutschlands größte staatlich anerkannte Hochschule in kirchlicher Trägerschaft. Träger der 1971 gegründeten Hochschule sind die fünf (Erz-)Bistümer in NRW, refinanziert wird sie zum überwiegenden Teil vom Land. 121 hauptamtlich Lehrende und 246 Lehrbeauftragte unterrichten und forschen in Aachen, Köln, Münster und Paderborn in den Arbeitsgebieten Soziales, Gesundheit und Religionspädagogik. Deutschlandweit ist sie mit ca. 2.500 Studienplätzen die größte Anbieterin für den Studiengang Soziale Arbeit. Die KatHO NRW ist renommiert in der Forschung von Pflege und Versorgung, Soziale Innovation, Sucht und Suchtprävention, Gesundheit und Soziale Psychiatrie, Gender und Transkulturalität, Bildung und Diversity, Alter und Behinderung, Inklusion und Teilhabe, Netzwerkforschung in der Sozialen Arbeit sowie pastorale Praxisforschung. Die KatHO NRW kooperiert mit internationalen Universitäten und Praxiseinrichtungen in 36 Ländern.  
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